Eine Gruppe Menschen, die die Hände übereinanderhält als Symbol der Gemeinschaft

Altruismus – Warum Geben uns glücklich macht und 7 Wege , anderen zu helfen

Altruismus bedeutet selbstloses und uneigennütziges Handeln. Es bedeutet, anderen zu helfen, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. Es bedeutet, zu geben und sich zum Wohle seiner Mitmenschen und der Allgemeinheit einzusetzen.

Lange wurde Altruismus als Mythos abgetan. In der Evolutionsbiologie herrschte die Vorstellung eines „egoistischen Gens“. Demzufolge neigt der Mensch durch sein Erbgut bedingt zum Egoismus. Derjenige, der sein Eigeninteresse in den Vordergrund stellt, hat die höchsten Überlebenschancen. Die Aufopferung und Kompromissbereitschaft mit anderen werden als Nachteil und nicht dienlich angesehen. Der Praxis des alltäglichen Lebens halten diese Theorien jedoch nicht stand. Menschen engagieren sich ehrenamtlich und bei Umweltkatastrophen solidarisieren sich wildfremde Personen miteinander. Menschen spenden für wohltätige Zwecke, ohne sich davon einen persönlichen Nutzen oder Mehrwert zu erwarten. Neueste wissenschaftliche Studien belegen nun, dass der Mensch keinesfalls egoistisch veranlagt ist. Altruistisches Verhalten macht uns zudem glücklicher, beliebter und auch erfolgreicher im Leben.

Was passiert im Gehirn, wenn wir uns altruistisch verhalten?

Ein Forscherteam der University of Oregon führte eine bahnbrechende Studie zum Effekt von Spenden auf unser Gehirn durch. Mittels Magnetresonanzbildung untersuchten sie die Hirnaktivität von 19 Studenten. Diese erhielten 100 Dollar mit der Erklärung, sie müssten diese 100 Dollar zu einem wohltätigen Zwecke spenden. Die Forscher machten dabei eine erstaunliche Entdeckung. Als die Studenten erfuhren, dass sie Geld erhalten würden, waren dieselben Hirnareale aktiv wie beim Akt des Spendens! Beide male wurde das Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert, das für unser instinktives Verhalten eine große Rolle spielt. Altruistisches Verhalten ist also natürlich. Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft dienen nicht nur dem Empfänger, sondern verschaffen auch dem Gebenden ein positives Gefühl.

Die Auswirkungen von Altruismus auf dein Leben

Schon Johann Wolfgang von Goethe erkannte die positive Auswirkung von wohlwollendem Verhalten gegenüber seinen Mitmenschen.

Willst du glücklich sein im Leben,
trage bei zu and’rer Glück.
Denn die Liebe, die wir geben,
kehrt ins eig’ne Herz zurück. - Goethe

Wer gibt, fühlt sich reich

Paradoxerweise erweckt das Geben in uns ein Gefühl des Reichtums und der Fülle. Obwohl wir uns oberflächlich von Zeit, Geld oder Gegenständen trennen, fühlen wir uns innerlich, als hätten wir etwas dazugewonnen. Jeder kennt das schöne Gefühl, wenn man seinem Mitmenschen einen Gefallen getan oder sich zum Wohle anderer eingesetzt hat. Die Mentalität, immer mehr haben zu wollen und möglichst viele Dinge für sich zu horten, führt hingegen zu Gier, Angst und Bedürftigkeit. Denn wer immer nur nimmt, hat ständig das Gefühl, er hätte noch nicht genug und müsste noch mehr haben, um glücklich zu sein.

Steigerung des Selbstwertgefühls

Anderen zu helfen, steigert auch unser Selbstwertgefühl. Wenn sich der Empfänger freut, freuen wir uns auch. Durch die Dankbarkeit und Anerkennung, die uns nach einem Akt des Gebens entgegengebracht wird, fühlen wir uns wertvoll. Was kannst du also tun, um durch gebendes Verhalten dich und die Menschen um dich herum glücklicher zu machen? Es gibt unzählige Arten, seinen Mitmenschen durch nette Gesten eine Freude zu machen. Im Folgenden möchte ich dir ein paar Inspirationen geben.

Wie kann ich anderen Menschen helfen?

Freunden und Familienmitgliedern helfen

Sprich mit Freunden und Familienmitgliedern und finde heraus, in welcher Sache sie am dringendsten Hilfe benötigen. Dann biete deine Unterstützung an oder überlege, ob du jemanden kennst der bei der Lösung des Problems behilflich sein kann. Dein Gegenüber wird deine unterstützende Haltung sehr zu schätzen wissen. Stelle sicher, dass du dann auch wirklich hilfst und es nicht nur ankündigst. Du wirst sehen: Wenn du dir angewöhnst, anderen Leuten regelmäßig deine Hilfe anzubieten, wird dir unglaublich viel Zuneigung entgegengebracht. Deine Bindungen werden gestärkt und auch dir wird umgehend geholfen, solltest du einmal Hilfe benötigen. Du befindest dich im harmonischen Austausch mit dir und deiner Umwelt.

Wertfrei zuhören

Oft brauchen Menschen einfach jemanden, bei dem sie ihr Herz ausschütten können, der ihnen zuhört, die Dinge annimmt, so wie sie sind und nicht darüber urteilt. Wenn du mit jemandem, der dir nahe steht, sprichst, höre dir einfach nur an, was sie oder er zu sagen hat. Lasse dich dabei nicht ablenken, sondern konzentriere dich voll und ganz auf deinen Gesprächspartner. Schaue dein Gegenüber an und versuche gedanklich und emotional nachzuvollziehen, was die Person gerade durchmacht. Aktives Zuhören ist eine der einfachsten doch auch effektivsten Möglichkeiten, deinem Gegenüber ein angenehmes Gefühl zu verschaffen.

Kleine Gesten im Alltag

Schon ein warmherziges Lächeln, ein freundliches "Hallo" oder ein Kompliment können die Laune deines Gegenübers für den Rest des Tages verbessern. Diese Dinge beschränken sich übrigens nicht nur auf Menschen, die du schon kennst. Im Gegenteil: Gerade fremde Menschen sind meistens sehr positiv überrascht über diese freundlichen Gesten!

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Freiwilligenarbeit

Sich gemeinnützig zu engagieren, ist eine tolle Möglichkeit, anderen zu helfen. Du könntest beispielsweise in einem Obdachlosenzentrum oder Flüchtlingsheim nachfragen, ob eine helfende Hand gebraucht wird. Du könntest Kindern von Asylbewerbern Nachhilfeunterricht anbieten, damit auch sie eine faire Chance in der Schule haben. Eine weitere tolle, unglaublich bereichernde Möglichkeit ist es, in einem Hospiz zu arbeiten. Durch die ergreifenden Geschichten, die Menschen am Ende ihres Lebens erzählen, erhältst du einen Sinn dafür, welche Dinge im Leben wirklich wichtig sind.

Spenden

In unserer Gesellschaft herrscht ein Überfluss an Konsumgütern. Wir kaufen mehr als wir eigentlich benötigen. Es werden viel mehr Nahrungsmittel produziert, als letztlich konsumiert werden. Nicht gekaufte Kleidungsstücke großer Modeketten werden einfach vernichtet. Überlege, von welchen Gegenständen und Gütern du dich trennen könntest. Du könntest beispielsweise alte, gut erhaltene Kleidung, die du nicht mehr trägst oder nicht verderbliche Lebensmittel an eine lokale Tafel spenden. Viele Kinder in Asylheimen haben keine eigenen Spielsachen. Falls du noch Spielsachen hast, die du nicht mehr benötigst, könntest du diesen Kindern damit eine Freude bereiten.

Eine junge Frau, die als Pflegerin einer alten Dame hilftLass andere wissen, dass du an sie denkst

Viele Menschen fühlen sich abgeschnitten von der Familie und leiden unter Einsamkeit. Wenn du so jemanden kennst, kannst du ihm durch einen netten Brief oder eine Email eine Freude bereiten. Falls die Person bei dir in der Nähe wohnt, könntest du mit etwas Selbstgekochtem oder -gebackenem vorbeischauen. Insbesondere Senioren haben oft wenig sozialen Kontakt und freuen sich ungemein über deine Zuwendung!

Dein Wissen weitergeben

Jeder Mensch hat bestimmte Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse, die andere Menschen vielleicht gerne erlernen würden. Was hast du bis jetzt gelernt, wofür wirst du von anderen Menschen gelobt und um Rat gefragt? Du kannst auch deine Freunde oder Menschen, die dich gut kennen, fragen: „Worin denkst du, bin ich besonders gut?“ „Was schätzt du an mir?“ Das kann dir Aufschluss darüber geben, wie du dein Wissen und deine Fähigkeiten an andere weitergeben kannst.

Achtung: Balance halten ist wichtig

Achte jedoch bei allem, was du tust darauf, eine gesunde Balance zu halten. Wenn dein Leben nur noch daraus besteht, dich für andere aufzuopfern und deine eigenen Bedürfnisse zu kurz kommen, wird dich das auf Dauer sehr unglücklich machen. Auch gibt es Leute, die dazu neigen, dich auszunutzen, die nur nehmen, ohne dir Dankbarkeit und Wertschätzung entgegenzubringen. Für diese Menschen ist es selbstverständlich, ständig zu empfangen. Du solltest ein Gespür dafür entwickeln und dich von solchen Menschen fernhalten. Insbesondere eine enge Beziehung oder Partnerschaft mit so einer Person kann sich extrem negativ auf deine Lebenszufriedenheit und deine Gesundheit auswirken. Du solltest auch darauf achten, dich nicht zu sehr in das Leben von deinen Mitmenschen einzumischen. Falls jemand keine Hilfe benötigt oder deine Unterstützung ablehnt, solltest du dies akzeptieren.

Fazit

Ich hoffe ich konnte dir mit diesem Artikel die Wichtigkeit und die positiven Effekte von einer wohlwollenden und zuvorkommenden Haltung gegenüber deinen Mitmenschen aufzeigen. Meiner Meinung nach ist der Einklang zwischen Geben und Empfangen das Geheimnis eines glücklichen und erfüllten Lebens. Wenn du möchtest, kannst du in unserem Forum von deinen Erfahrungen berichten. Zum Abschluss möchte ich dir noch drei Buchempfehlungen zum Thema aussprechen.

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Buchempfehlungen zum Thema Altruismus

Quellenangaben

  1. Im Internet, Stand 08.12.2017: http://pages.uoregon.edu/thinking/altruism.html
  2. Im Internet, Stand 08.12.2017: https://around.uoregon.edu/content/uo-team-finds-signs-pure-altruism-brain
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