Eine grafische Darstellung eines Virus und die Reaktion des Immunsystems

Das Immunsystem verstehen und unterstützen

in Körper von Dr. Silvia NoldKommentar verfassen

Das Immunsystem kann mehr als nur Krankheitserreger abwehren. Hier erfährst du, wie das Immunsystem funktioniert, wie es unsere Gesundheit beeinflusst und wie sich Abwehrkräfte stärken lassen.

Wir sind in unserer Umwelt ständig von Milliarden von Keimen umgeben. Die meisten sind unschädlich, einige sogar nützlich. Andere wiederum können Krankheiten auslösen. Dass wir es schaffen, die einen von den anderen zu unterscheiden und uns vor Krankmachern zu schützen, dafür sorgt unser Immunsystem. Es erkennt Freund und Feind und verhindert das Eindringen von Keimen in den Organismus. Das ist eine beachtliche Leistung, denn immerhin gibt es unzählige Varianten von Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten.

Doch die körpereigene Abwehr funktioniert nicht immer völlig fehlerfrei. Manchmal schaffen es Krankheitserreger, das Immunsystem zu überwinden. Überreaktionen führen zu Allergien oder Autoimmunerkrankungen. Im Folgenden findest du Informationen über die Funktionsweise dieses komplexen Verteidigungssystem des Körpers und bekommst Tipps, wie du deine Immunabwehr stärken kannst.

Die Funktion des Immunsystems

Welche Leistung unser Immunsystem tagtäglich vollbringt, wird uns oft nur dann bewusst, wenn wir eine Erkältung oder einen anderen Infekt bekommen. Doch das Immunsystem leistet noch mehr, als uns vor Krankheitserregern zu schützen. Es erfüllt auch weitere, lebenswichtige Aufgaben.

Aufgaben des Immunsystems

  • Schutz vor Krankheitserregern: Das Immunsystem verhindert das Eindringen von Keimen und die Vermehrung unerwünschter Bakterien. Dadurch schützt es uns vor Infektionskrankheiten.
  • Regulierung der körpereigenen Bakterienflora: Unser Körper ist von Bakterien überzogen, innerlich wie äußerlich. Vor allem im Darm spielen Darmbakterien in Form der Darmflora eine wichtige Rolle (Hier erfährst du, wie du deine Darmflora aufbauen kannst). Doch wusstest du, dass auch andere Organe eine Mikroflora haben? So ist die Lunge von einer Bakterienflora besiedelt, deren Zusammensetzung sich bei Gesunden und Lungenkranken unterscheidet. Das Immunsystem trägt zur Regulierung der Bakterien im gesamten Körper bei.
  • Erkennung von Krebszellen und fehlerhaften Körperzellen: Bei der Zellteilung passieren immer wieder Fehler. Die Körperzellen sind zudem freien Radikalen und schädlichen Stoffen aus der Umwelt ausgesetzt, was zu Zellschäden führen kann. Das Immunsystem erkennt geschädigte Zellen und vernichtet sie. So wird zum Beispiel die Entstehung von Krebs verhindert.
  • Wundheilung: Bei Verletzungen tötet das Immunsystem nicht nur eingedrungene Viren und Bakterien ab, es hilft auch direkt beim Wiederaufbau des verletzten Gewebes und stimuliert die Heilung (1).

Perfekte Kombination: Spezifische und unspezifische Abwehr

Unser Körper ist immer und überall von unzähligen Mikroorganismen umgeben. Daran ist unser Körper ideal angepasst. Eine erste Hürde für Bakterien, Viren und andere potenzielle Eindringlinge stellen äußere Barrieren wie Haut und Schleimhäute dar (mehr dazu weiter unten). Überwinden Krankheitserreger diese Barrieren, treffen sie im Körper auf zwei verschiedene Mechanismen, die ausgeklügelt zusammenarbeiten und einen großen Teil der Keime erkennen und vernichten, bevor sie zu einer Erkrankung führen können: Die spezifische und die unspezifische Abwehr.

Eine Ärztin, die ein Baby untersuchtUnspezifische (angeborene) Immunabwehr

Die unspezifische oder auch angeborene Immunabwehr richtet sich nicht gegen spezielle Erreger, sondern greift alles an, was als körperfremd erkannt wird. Entzündungen und Fieber hemmen das Wachstum der Krankheitserreger. Bestimmte Immunzellen, zum Beispiel die Fresszellen (Makrophagen), bauen eingedrungene Keime ab. Zusätzlich werden zur Erregerabwehr bestimmte Substanzen des Immunsystems freigesetzt (Komplementsystem, Interleukine).

Spezifische (erworbene) Immunabwehr

Die spezifische oder erworbene Immunabwehr kann gezielt verschiedene krankheitserregende Keime erkennen. Verschiedene Arten von Zellen übernehmen dabei unterschiedliche Aufgaben. Wichtig sind vor allem verschiedene Typen von Lymphozyten, die zu den weißen Blutkörperchen gehören (siehe unten).

Die Bestandteile des Immunsystems

Die verschiedenen Bestandteile des Immunsystems sind fein aufeinander abgestimmt und ergänzen sich gegenseitig. Verschiedene Abwehrzellen, Botenstoffe und Organe sorgen dafür, dass Krankheitserreger erkannt und abgewehrt werden oder dass fehlerhafte Körperzellen zerstört werden.

Die mechanischen Barrieren

Schadstoffe, Keime und Krankheitserreger werden durch verschiedene Hürden vom Eindringen in den Körper abgehalten. Haut und Schleimhäute schützen die Körperoberflächen, die direkten Kontakt mit der Umwelt haben. Der Schleim auf den Schleimhäuten, der Säureschutzmantel der Haut und das saure Milieu in der weiblichen Scheide machen diese Barrieren besonders effektiv. Der Tränenfilm im Auge, unser Speichel, Schweiß und das Nasensekret enthalten das Enzym Lysozym, das die Zellwand bestimmter Arten von Mikroorganismen (genauer gesagt sind es grampositive Bakterien) angreift. Dringen Krankheitserreger über die Atemwege ein, sorgen die Flimmerhärchen und der Schleim in den Bronchien der Lunge dafür, dass sie wieder nach außen transportiert werden. Im Magen tötet die Magensäure eingedrungene Erreger ab. Der Urin spült eingedrungene Krankheitserreger aus der Harnröhre.

Die Immunzellen

Es gibt eine Vielzahl von Immunzellen, die zur Abwehr von Krankheitserregern beitragen. Ich möchte hier nur einige, wenige beispielhaft nennen, da das Thema sehr komplex ist. Wer mehr dazu wissen möchte, kann mir gerne unter dem Artikel einen Kommentar hinterlassen.

Eine besonders wichtige Rolle spielen die Lymphozyten. Als Killerzellen greifen Sie Krankheitserreger an. Andere Arten von Lymphozyten bilden Antikörper, die wie ein Schlüssel in das Schloss auf Oberflächenstrukturen von Eindringlingen passen und deren Abbau in Gang setzen. Wieder andere Lymphozyten wandeln sich in Gedächtniszellen um, die dafür sorgen, dass beim nächsten Kontakt eine schnellere und effektivere Immunantwort möglich ist. So kann man gegen einmal durchgemachte Krankheiten immun werden und das ist auch der Mechanismus, wie Impfungen funktionieren. Auch Makrophagen (Fresszellen) und eine Reihe weiterer Zelltypen gehören zu den Immunzellen.

Die humorale Immunabwehr

Das Wort „humoral“ bedeutet „die Körperflüssigkeiten betreffend“. Von der humoralen Abwehr spricht man, wenn Abwehrstoffe gemeint sind, die im Blut, in der Lymphflüssigkeit oder in der Gewebeflüssigkeit zu finden sind.

Dazu gehören in erster Linie die Antikörper. Bei der Aktivierung der Immunzellen spielen auch bestimmte Botenstoffe (die Interleukine, die zu den Zytokinen gehören) eine Rolle. Ergänzt wird die Immunantwort durch das sogenannte Komplementsystem, eine Gruppe von mehr als 30 Proteinen. Das Komplement markiert die Oberfläche von körperfremden Zellen, greift deren Zellwände an, löst zur Abwehr Entzündungsreaktionen aus und lockt Fresszellen an.

Diese Organe gehören zum Immunsystem

An der Immunabwehr sind zahlreiche Organe beteiligt, die Immunzellen bilden, wo sich besonders viele Zellen der Immunabwehr ansammeln oder die weitere, ganz spezielle Funktionen im Immunsystem erfüllen.

Das lymphatische System

Das Lymphsystem oder lymphatische System ist der wohl wichtigste Bestandteil des Immunsystems. Es setzt sich aus den Lymphbahnen und Lymphknoten, sowie verschiedenen lymphatischen Organen zusammen:

  • Lymphbahnen und Lymphflüssigkeit: Das Lymphsystem durchzieht genauso wie der Blutkreislauf als Netzwerk den gesamten Körper. In der Lymphflüssigkeit (Lymphe) werden Fette und Bestandteile, die für die Blutgefäße zu groß sind, transportiert. Außerdem werden Bakterien und abgebaute Krankheitserreger mit der Lymphe entsorgt.
  • Lymphknoten: In Achsel, Leiste, Darmbereich und anderen Körperregionen laufen die Lymphgefäße in den kleinen, bohnenförmigen Lymphknoten zusammen. Diese wirken wie ein Filter und reinigen die Lymphflüssigkeit von Fremdstoffen, Zelltrümmern und Krankheitserregern. Dort sitzen zahlreiche Immunzellen, die sich um den Abbau der herausgefilterten Krankheitserreger kümmern.
  • Milz: Die Milz ist nur rund 11 Zentimeter lang und maximal 200 Gramm schwer. Sie filtert aus dem Blut alte und geschädigte Zellen und entfernt Mikroorganismen. In der Milz reifen außerdem die Lymphozyten aus Vorläuferzellen heran.
  • Lymphatischer Rachenring: Die Gaumenmandeln, die du vielleicht schmerzhaft bei einer Mandelentzündung schon gespürt hast, sowie die Rachen-, Tuben- und Zungenmandeln fangen Erreger ab, die über Mund oder Nase eindringen.
  • Thymus: Im Thymus, der oberhalb des Herzens liegt,  reifen bei Kindern die Immunzellen heran. Diese Reifung verlagert sich später in die Milz und die Lymphknoten. Ab der Pubertät wird der Thymus nach und nach in Fettgewebe umgewandelt.
  • Knochenmark: Im Knochenmark werden die Vorläufer der meisten Blut- und Immunzellen gebildet.

Darm und Blinddarm

In den letzten Jahrzehnten fanden Forscher immer mehr darüber heraus, welche Rolle der Darm im Immunsystem spielt. Heute weiß man, dass die Darmflora wichtig für die Infektabwehr ist. Darmflora, Immunsystem und Hormonsystem kommunizieren dabei eng miteinander (2).

Der Blinddarm wurde lange als überflüssiges Anhängsel des Dickdarms angesehen. Am Blinddarm befindet sich eine kleine Ausstülpung, der Wurmfortsatz (Appendix), der bei der „Blinddarmentzündung“ entzündet ist. Heute weiß man, dass Blinddarm und Wurmfortsatz wichtige Funktionen haben. Sie dienen als geschützter Rückzugsort für Bakterien der Darmflora. Von dort aus können sie nach Durchfallerkrankungen oder Antibiotika-Einnahme den Darm neu besiedeln. Weitere interessante Informationen über den Darm und Blinddarm kannst du im Buch „Darm mit Charme“ nachlesen, das nochmals unten bei den Buchtipps aufgeführt ist.

Das Gehirn

Das Gehirn ist natürlich kein Organ, das direkt zum Immunsystem gehört. Die Psyche hat aber großen Einfluss auf unsere körpereigene Abwehr. Stress, psychische Probleme und Ängste schwächen das Immunsystem. Umgekehrt kann ein gestörtes Immunsystem auch die Psyche beeinflussen. Ob jemand depressiv wird oder nicht hängt immer von vielen Faktoren ab. Man weiß z. B. auch, dass Depressionen mit dem Darm zusammenhängen können. Des Weiteren zeigen neue Forschungsergebnisse, dass eine ständige Aktivierung des Immunsystems, zum Beispiel durch chronische Entzündungen, zur Ausschüttung von Zytokinen (Botenstoffen des Immunsystems) führt und dadurch zur Entstehung von Depressionen (3) und bipolaren Störungen (4) beitragen könnte.

Störungen im Immunsystem beeinträchtigen unsere Gesundheit

Das Immunsystem arbeitet nicht immer fehlerfrei. Ein geschwächtes, aber auch ein überschießendes Immunsystem kann gravierende Folgen für unseren Körper haben. Es gibt eine Reihe von Erkrankungen, die durch Störungen im Immunsystem ausgelöst werden. Dazu gehören angeborene Immundefekte, bei denen die Immunabwehr nicht richtig funktioniert. Auch bei Erkrankungen wie AIDS ist das Immunsystem beeinträchtigt. Eine zu starke oder fehlgeleitete Immunantwort kann zu Erkrankungen wie Allergien und Autoimmunerkrankungen führen. Mehr zum Thema Allergien und warum allergische Erkrankungen immer häufiger werden, kannst du nachlesen.

Auch interessant:  Was tun bei Haarausfall?

Aber auch wir selbst können durch unseren Lebensstil das Immunsystem belasten. Doch wie merkst du, dass dein Immunsystem geschwächt ist, und was kann die Abwehrkräfte beeinträchtigen?

Wenn das Immunsystem geschwächt ist

Ist die Immunabwehr geschwächt, bemerkst du vielleicht, dass du anfälliger für Erkältungen, Husten und Schnupfen bist. Durch Beeinträchtigungen des Immunsystems kannst du dich müde und erschöpft fühlen. Auch Konzentrationsschwierigkeiten können die Folge sein. Die Ursachen können individuell sehr unterschiedlich sein und oft spielen mehrere Faktoren zusammen.

Die folgenden Punkte können dazu führen, dass dein Immunsystem nicht optimal arbeitet:

  • Zu wenig Bewegung
  • Dauerhafter Stress
  • Zu wenig Regeneration (Schlaf, Entspannung)
  • Zu wenig Sonnenlicht
  • Vitalstoffarme Ernährung (einige Mineralstoffe und Vitamine sind essenziell für die Funktion des Immunsystems)
  • Nikotin, Alkohol und Schadstoffe aus der Umwelt belasten das Immunsystem
  • Beeinträchtigte Darmflora (zum Beispiel durch ungünstige Ernährung oder Antibiotika)

Die meisten dieser Punkte kannst du selbst beeinflussen und damit dein Immunsystem stärken, dich fitter fühlen und Infekten vorbeugen.

So kannst du dein Immunsystem stärken

Es gibt eine ganze Reihe von Dingen, die du selbst tun kannst, um dein Immunsystem zu stärken. Allerdings gehört dazu auch der Wille, den Lebensstil zu überdenken, Verhaltensweisen zu ändern und Energie in die Gesundheit zu investieren. Doch es lohnt sich. Denn alle der folgenden Tipps stärken nicht nur das Immunsystem, sondern fördern auch viele andere Aspekte unserer körperlichen und psychischen Gesundheit.

Eine Frau, die aus dem Fenster sieht und sich entspannt

Stress abbauen

Psyche und Immunsystem hängen eng zusammen. Vor allem Stress ist ein psychischer Faktor, der Einfluss auf die Abwehrkräfte hat. Gefährlich wird es immer dann, wenn dauerhafter (chronischer) Stress auftritt. Der Körper ist dann ständig in Alarmbereitschaft und schüttet Stresshormone aus. Diese erhöhen das Risiko für viele Erkrankungen, zum Beispiel Herzinfarkt oder Schlaganfall. Aber auch das Immunsystem leidet. In Deutschland fühlt sich laut Daten des Robert-Koch-Instituts (5) jeder Zweite gestresst. Jeder fünfte Deutsche klagt über dauerhaften Stress.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Stress abzubauen: Wo immer es möglich ist, solltest du Stressfaktoren abbauen. Was ständigen, starken Stress verursacht, ist vielleicht nicht der richtige Weg in deinem Leben. Oft lässt sich Stress aber gar nicht vermeiden. Dann hilft oft schon, die Prioritäten zu verschieben, und Pausen, Sport, Massagen, Sozialkontakte, schöne Erlebnisse oder Erholungszeiten fest in den Tagesablauf zu integrieren. Auch Entspannungstechniken helfen. Ich selber habe besonders gute Erfahrungen mit dem autogenen Training gemacht, das etwas Übung erfordert, aber sehr effektiv ist, um in kurzer Zeit eine tiefe Entspannung zu erreichen.

Hier findest du 12 Tipps für mehr Gelassenheit in jeder Lebenslage, die dir ebenfalls helfen können, Stress abzubauen.

Sport und regelmäßige Bewegung

Das Immunsystem leidet auch, wenn wir uns zu wenig bewegen. Es muss kein Hochleistungssport sein, aber regelmäßige Bewegung kurbelt sämtliche Prozesse im Körper an – auch das Immunsystem. Ideal ist es, Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit gleichermaßen zu fördern. Das klappt (zumindest bei mir) am besten, wenn die Sportart auch Spaß macht. Also lieber schwimmen, wenn du nicht gern joggst. Oder mit Freunden zum Sport verabreden oder einem Verein beitreten, wenn du nicht gern alleine Sport treibst. Fehlt dir die Zeit oder kannst du dich wegen beruflicher oder familiärer Verpflichtungen nur schwer an feste Termine halten? Dann hast du auch die Möglichkeit, Zuhause regelmäßige Sportübungen einzubauen. Es gibt zum Beispiel tolle Youtube-Anleitungen mit unterschiedlichsten Workouts.

Frische Luft und Sonnenlicht

Frische Luft, wechselnde Temperaturen und die Strahlen der Sonne kurbeln das Immunsystem an. Sport im Freien ist darum doppelt effektiv und es lohnt sich, statt Laufband und Ergometer lieber auf Joggen und Radfahren umzusteigen. Die Sonne regt die Bildung von Vitamin D an, das für unser Immunsystem wichtig ist. Forscher konnten zeigen: Vitamin D mobilisiert die Killerzellen und sorgt dadurch für eine effektive Bekämpfung von Krankheitserregern (6). Gerade in unseren Breiten ist es darum wichtig, in der warmen Jahreszeit die Sonne zu nutzen. Bei nachgewiesenem Vitamin-D-Mangel kann ein Arzt unterstützend Vitamin-D-Präparate verordnen. Außerdem wirkt sich sonniges Wetter auch positiv auf die Psyche aus – was wiederum gut für das Immunsystem ist.

Ernährung

Auch eine ungesunde Ernährung schwächt das Immunsystem. Frische und naturbelassene Lebensmittel und ein Speiseplan mit viel frischem, möglichst ungespritztem Obst und Gemüse liefern alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe, die unser Immunsystem benötigt. In Obst, Gemüse und Nüssen sind zudem viele zellschützenden Antioxidantien enthalten, die das Immunsystem entlasten. Viele Menschen fühlen sich mit den konzentrierten Vitalstoffen aus Smoothies besser und vitaler - wie z. B. mit diesem leckeren Serotonin-Glückssmoothie. Was viele oft vergessen: Auch ausreichendes Trinken gehört natürlich zu einer gesunden Ernährung, am besten ganz einfach stilles Wasser.

Pflanzliche Mittel, Nahrungsergänzungsmittel und Enzyme

Einen zusätzlichen Schub für das Immunsystem können pflanzliche Immunstimulanzien und Naturheilmittel wie Echinacea, Aloe Vera oder Ginseng liefern, die die Selbstheilungskräfte anregen. Wie durch Kaskadenfermentation aufgeschlossene Enzyme die Körperabwehr unterstützen, kannst du hier nachlesen.

Sauna und andere Anwendungen mit wechselnden Temperaturen

Kreislauf und Immunsystem lassen sich auch durch einen Besuch in der Sauna ankurbeln. Alternativ sind auch Kneipp-Anwendungen oder wechselnd kalte und warme Wadenduschen eine gute Möglichkeit, die Abwehr in Schwung zu bringen.

Belastungen vermeiden und ausreichend schlafen

Schadstoffe belasten das Immunsystem. Einige davon lassen sich ganz einfach vermeiden, zum Beispiel indem man nicht raucht. Regelmäßiger oder übermäßiger Alkoholgenuss beeinträchtigt ebenfalls das Immunsystem. Auch fehlender Schlaf ist eine Belastung für das Immunsystem. Der Schlafbedarf ist individuell (genetisch bedingt) unterschiedlich. Versuche, dafür zu sorgen, dass du möglichst oft so lange schlafen kannst, dass du dich am nächsten Tag fit und gut erholt fühlst. Egal ob das bei dir 6, 7 oder 8 Stunden sind.

Eine Frau, die mit Reiki behandelt wirdAlternative Heilmethoden

Auch wenn die Wirkung wissenschaftlich nicht eindeutig nachgewiesen wurde, berichten viele Menschen darüber, dass alternative Behandlungen wie Akupunktur, Reiki, energetische Heilweisen oder die Eigenblutbehandlung sich positiv auf ihr Immunsystem auswirken.

Darmflora stärken

Die Darmflora hängt wie oben beschrieben eng mit dem Immunsystem zusammen. Hier findest du Tipps zur Darmsanierung und zum Aufbau der Darmflora.

Die schönste Art, das Immunsystem zu stärken: Mehr Lachen

Lachen wirkt sich auf viele Arten positiv aus. Es baut Stress ab und sorgt durch die Ausschüttung von Glückshormonen für mehr Wohlbefinden. Zum Lachen benötigen wir Hunderte von Muskeln im Gesicht und Körper. Dadurch bringen wir beim Lachen den gesamten Körper in Schwung. Die Sauerstoffversorgung im Gehirn verbessert sich. Eine positive Lebenseinstellung, Gelassenheit und Fröhlichkeit sorgen auch für ein fittes Immunsystem.

Hast du noch Fragen oder möchtest eigene Erfahrungen mit uns teilen? Dann tausche dich in unserem Forum unter https://gesundheit-koerper-seele.com/forum/ mit anderen über dieses Thema aus.

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Buchtipps zum Thema Immunsystem

Quellenangaben

  1. Mahdavian Delavary B, et al. Macrophages in skin injury and repair. Immunobiology. 2011;216:753–762.
  2. Purchiaroni F, et al. The role of intestinal microbiota and the immune system. Eur Rev Med Pharmacol Sci 2013;17(3):323-33.
  3. Dowlati Y, et al. A Meta-Analysis of Cytokines in Major Depression. Biological Psychiatry 2010;67(5):446–457.
  4. Brietzke E, et al. Comparison of cytokine levels in depressed, manic and euthymic patients with bipolar disorder. J Affect Disord 2009;116(3):214-7.
  5. Robert Koch-InImmunsystitut (Hrsg). Daten und Fakten: Ergebnisse der Studie »Gesundheit in Deutschland aktuell 2010«. Beiträge zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes 2012. RKI, Berlin
  6. Von Essen MR, et al. Vitamin D controls T cell antigen receptor signaling and activation of human T cells. Nat Immunol 2010;11(4):344-9.
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