Eine Frau, die meditiert und ein entspanntes Gesicht hat

Die Kunst der Gelassenheit – 12 Tipps, um in jeder Lebenslage entspannt zu bleiben.

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Unsere Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren auf rasante Art und Weise verändert. Durch das Internet und die sozialen Medien prasselt eine nie dagewesene Flut an Informationen auf uns ein. Im Arbeitsalltag werden hohe Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit als Ideale beschwört. Eine innere Anspannung wird zum Normalzustand. Zusammengenommen machen es diese Faktoren umso schwerer, sein Leben entspannt und mit innerer Gelassenheit zu meistern.

Doch Entspannung ist nicht nur eine nette Sache, die du dir gönnst, wenn du gerade einmal nichts zu tun hast. Regelmäßige Entspannung ist essentiell für dein Wohlbefinden und deine Leistungsfähigkeit. Es ist wichtig, das zu realisieren und Phasen der Entspannung gleich in die Alltagsplanung mit einzubeziehen. In diesem Artikel werde ich dir erklären, wie du dir trotz äußerem Druck und hohen Anforderungen eine innere Gelassenheit bewahrst.

„Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben.“ - Epiktet, griechischer Philosoph

Das Zitat deutet es an: Gelassenheit passiert im Kopf. Wenn wir ein Ereignis negativ und für uns gefährlich bewerten, fühlen wir uns gestresst. Wenn wir jedoch versuchen, dasselbe Ereignis in einem positiven oder neutralen Licht zu betrachten, erspart uns das eine Menge psychischen Drucks. Es ist daher lohnenswert, sich mit seiner inneren Einstellung zu befassen.

Körperliche Auswirkungen von zu viel Stress

Zu viel Stress belastet nicht nur deine Psyche, sondern manifestiert sich unmittelbar in deinem körperlichen Wohlbefinden. Falls du unter Beschwerden wie Migräne, Rücken- oder Bauchschmerzen, Sodbrennen, Muskelzuckungen, hohem Blutdruck oder Schlafstörungen leidest, können dies Symptome für eine zu hohe Stressbelastung sein.

Gefühlsmäßig äußert sich Stress meist in gereiztem Verhalten, Lustlosigkeit oder gar Depression. Falls du dich mit vielen der genannten Punkte identifizieren kannst, solltest du dein Leben grundlegend überdenken.

Die Innere Einstellung für Gelassenheit

Es ist eine hohe Kunst, selbst bei widrigen Umständen innere Ruhe zu bewahren. Leider sind wir es gewohnt, uns allzu oft über Dinge aufzuregen, die außerhalb unseres Einflusses liegen, sei es das schlechte Wetter, ein nervender Kollege oder die späte Zustellung der Post. Fakt ist: Wir können diese Dinge nicht ändern, umso weniger macht es Sinn, sich noch länger unnötig damit zu belasten.

Falls auch du dazu geneigt bist, dich über solche Dinge aufzuregen, stell dir die Frage: Kann ich das Ereignis beeinflussen? Falls nicht, lass es gedanklich los. Im Folgenden stelle ich dir 12 hilfreiche Methoden vor, die dir dabei helfen, entspannt und ausgeglichen zu bleiben.

1. Faulenzertag

Ob du es glaubst oder nicht: Entspannen will gelernt sein! Insbesondere wenn du unter einem stressigen Zeitplan stehst, wird es deinem Körper und deinem Geist schwer fallen, herunterzufahren und einfach mal „Nichts“ zu tun. Ein geplanter "Faulenzertag" hilft dir dabei.

An diesem Tag machst du nur das, was dir gefällt, unabhängig davon, ob es dich in irgendeiner Art und Weise weiterbringt. Du kannst die ganze Zeit nur im Bett liegen, Filme schauen oder dich mit Freunden treffen. Falls dir ein ganzer Tag zuviel ist: Es reicht auch ein Nachmittag oder auch nur einige Stunden. An diesem Tag lädst du deine Batterien wieder auf und gewinnst Abstand, um danach mit mehr Energie und Gelassenheit wieder zu starten.

2. Aufgaben delegieren

Aufgaben zu delegieren, ist eine sehr effektive Möglichkeit, Zeit und Ruhe für sich selbst zu schaffen. Dies kann sowohl im privaten als auch im beruflichen Rahmen geschehen.

Das Problem: Unter Umständen fällt es dir sehr schwer, Verantwortung abzugeben. Insbesondere wenn du der festen Überzeugung bist, nur du selbst kannst bestimmte Aufgaben erledigen, kann es ein wahrer Augenöffner sein, Aufgaben abzugeben. Es befreit dich von dem Druck, den du selbst auf dich lädst. Du wirst belohnt mit freier Zeit und dem Gefühl der Freiheit, nicht immer alles selbst erledigen zu müssen.

3. Ein warmes Bad nehmen

Wenn du einen Großteil deiner Arbeit im Sitzen erledigst, kennst du sicher das Problem: Nach dem langen Sitzen sind deine Füße ganz kalt. Besitzt du eine Badewanne? Falls ja, großartig. Nichts ist gemütlicher als sich nach einem langen Arbeitstag in die Wanne zu legen. Am besten krönst du das Bad noch mit duftenden Ölen und entspannender Musik. Wenn du keine Badewanne besitzt, ist auch ein Fußbad äußerst wohltuend.

Wärme löst Muskelverspannungen und sorgt für ein angenehmes Körpergefühl. Sehr zu empfehlen sind auch regelmäßige Saunagänge oder Dampfbäder.

4. Richtiger Umgang mit den sozialen Medien

Facebook und Co. ermöglichen es uns, mit Menschen auf der ganzen Welt Verbindung aufzunehmen und auch mit Freunden in fernen Ländern Kontakt zu halten. Der Nachteil: Eine massive Nachrichtenflut, konstante Updates und blinkende Statusmeldungen lenken uns ab und stressen uns ungemein. Dadurch werden sie zum wahren Zeit-und Entspannungskiller.

Es gibt mittlerweile zahlreiche Apps, die bei einer „digitalen Auszeit“ helfen. Per Knopfdruck können sämtliche Netzwerkfunktionen deaktiviert und erst nach einem bestimmten Zeitfenster wieder aktiviert werden. Du wirst sehen: Du wirst kaum Wichtiges verpassen und dich dabei um einiges entspannter und ausgeglichener fühlen.

5. Sich nicht mit anderen vergleichen

Leistungsdruck und ein hoher Wettbewerb sorgen dafür, dass wir uns ständig mit anderen vergleichen müssen. Zusätzlich suggerieren uns die sozialen Medien, dass andere mehr Spaß im Leben haben, besser aussehen und mehr Geld verdienen. Unmittelbar führen wir uns unsere scheinbaren Unzulänglichkeiten vor Augen. Langfristig gesehen kann der unkontrollierte Umgang mit den sozialen Medien sogar zu erheblichen Problemen mit dem Selbstwert führen.

Falls du dich auch dabei ertappst, wie du dich ständig mit anderen vergleichst, und dich das stresst oder runterzieht, lasse diese Gedanken los. Du bist einzigartig, so wie du bist, niemand hat exakt deine Erfahrungen gemacht, ist in deinen Schuhen gegangen, hat durch deine Augen gesehen. Dich gibt es so nur ein einziges Mal auf dieser Welt. Du bis unvergleichlich, also vergleiche dich nicht.

6. Spazierengehen

Hundebesitzer kennen die Vorzüge eines gemächlichen Spaziergangs. Man nimmt die Umgebung bewusster wahr und entdeckt oft kleine Sehenswürdigkeiten in der unmittelbaren Nähe, die einem vorher noch nie aufgefallen sind.

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Das entschleunigte Gehen versetzt unseren Körper und unseren Geist in eine entspannte Stimmung. Falls du keinen Hund besitzt, geht es auch ohne 😉 Möglicherweise macht es dir spielerische Freude, dich mit einer Kamera auf die Suche nach interessanten Motiven in deiner unmittelbaren Umgebung zu machen. Es geht dabei nicht darum, großartige Bilder zu schießen, sondern mehr darum, seine Umgebung bewusster wahrzunehmen, auf Details zu achten und Altgewohntes aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

7. Stille suchen und genießen

Ein alter Baum, durch dessen Krone sanftes Licht strahlt

Wir sind ständig umgeben von lauten Geräuschen. Verkehrslärm, der durchs offene Fenster hereindringt. Der Fernseher, der noch nebenbei läuft, während wir arbeiten. Das Handy, welches alle paar Minuten einen Ton von sich gibt. Wir sind ständig den verschiedensten Stimuli ausgesetzt, die unser Gehirn verarbeiten muss.

Stille gibt unserem Geist wieder Raum, sich neu zu entfalten, sich mehr auf sein Inneres zu konzentrieren. Zu empfehlen sind auch Meditations-Retreats oder Schweigeklöster, in denen bewusst über längere Zeit nicht gesprochen wird, meist 10 Tage bis zwei Wochen. Oft gelingt eine Annäherung an das eigene Seelenleben und innere Blockaden, die der Gelassenheit im Weg stehen, können aufgespürt und gelöst werden. Wenn dich das interessiert, findest du hier einen Erfahrungsbericht von Sandra, wie es ihr mit 10 Tagen Schweigen ergangen ist.

8. Rückzugsort finden oder erschaffen

Stell dir die Frage: Wo würde ich in einer hektischen Phase am liebsten sein? Dieser Ort, an den du immer denkst, wenn du gestresst bist, ist dein persönlicher Rückzugsort.

Bei vielen sind es ferne Reiseziele, wie ein paradiesischer Strand oder ein einsamer Berggipfel. Doch es muss nicht weit entfernt sein. Insbesondere dein eigenes Zuhause solltest du dir so gemütlich wie möglich einrichten. Auch ein Platz in der Natur, im Wald oder am Wasser kann sehr gut als Rückzugsort funktionieren.

9. Tätigkeiten streichen

Falls du selbst in deiner Freizeit permanent beschäftigt bist, kann es sein, dass du generell zu viel machst. Mitgliedschaften in Clubs oder ehrenamtliche Tätigkeiten sind schön, doch wenn das eigentliche Freizeitvergnügen zur zusätzlichen Belastung wird, solltest du dir überlegen, die ein oder andere Tätigkeit aus deinem Leben zu streichen.

10. Morgenseiten schreiben

Seine Gedanken zu Papier zu bringen, kann ungemein beruhigend sein. Es hilft, Ordnung im Kopf herzustellen und fördert zudem die eigene Kreativität.

Insbesondere das Verfassen von Morgenseiten möchte ich an dieser Stelle empfehlen. Das geht ganz einfach: Setzte dich direkt nach dem Aufstehen hin und schreibe alles, was in deinem Kopf ist, auf ein Blatt Papier. Hör dabei nicht auf, bis das ganze Blatt voll ist. Die Gedanken werden den Rest des Tages über auf dem Blatt "festgehalten" sein, du wirst dich klarer im Kopf und entspannter fühlen.

11. Emotionen-Abladeplatz

Wenn dein Kopf immer in denselben negativen Schleifen denkt und du innerlich aufgewühlt bist, kann es helfen, sich einen physischen Abladeplatz für die Emotionen zu schaffen. Das kann beispielsweise ein Ort sein, an dem du jeden Tag auf deinem Heimweg vorbeikommst. Wenn du dort vorbeigehst, stell dir vor wie du all deine Emotionen dort ablädst. Die Anstrengungen, der Stress während der Arbeit, die negativen Gedanken - wirf sie regelrecht dorthin und stell dir vor, wie sie dort liegenbleiben.

Wenn du deinen Weg fortsetzt, wirst du dich entspannter fühlen.

12. Kurz tief durchatmen

Immer wenn du merkst, dass der Stress überhand nimmt, schließe kurz deine Augen.

Wenn wir angespannt sind, wird unsere Atmung automatisch flach. Du kannst dir diesen Umstand zunutze machen und bewusst auf eine langsame, tiefe Atmung achten, insbesondere wenn du angespannt bist. Atme dreimal tief durch, danach wirst du dich entspannter fühlen. Es ist so einfach und hat große Wirkung.

Lärm in meinem Kopf

Im folgenden Video verrät Sandra ihre persönlichen Methoden, wie sie laute störende Gedanken zum Schweigen bringt.

Fazit

Ich hoffe, ich konnte dich mit diesen Ratschlägen dazu inspirieren, dein Leben gelassener anzugehen und deine innere Anspannung zu reduzieren. Auch ein gesundes Selbstvertrauen und positives Selbstwertgefühl tragen erheblich zur inneren Gelassenheit bei.

Wenn du möchtest, teile doch deine Erfahrung und persönlichen Ratschläge zu mehr innerer Gelassenheit in unserem Forum!

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