Fettreiche Ernährung – Auswirkung auf deine Gesundheit

Fettige Speisen sind schlecht für die Gesundheit? Das stimmt so pauschal nicht ganz. Denn Fett ist nicht gleich Fett. Während bestimmte ungesättigte Fettsäuren für unsere Gesundheit unentbehrlich sind, können gesättigte Fettsäuren und Transfette in unserem Körper großen Schaden anrichten. Welche Auswirkungen eine fettreiche Ernährung mit ungesunden Fetten auf unseren Körper haben kann, erfährst du in diesem Artikel. 

Gute Fette und schlechte Fette

Ungesättigte Fettsäuren

Es ist wichtig zu wissen, dass der menschliche Körper mit der Nahrung bestimmte Fette aufnehmen muss, damit er gesund bleibt. Es sind die sogenannten ungesättigten Fettsäuren aus hochwertigen pflanzlichen Ölen, die wir täglich auf dem Speiseplan haben sollten. Von diesen ungesättigten Fettsäuren sind es vor allem die Omega-3-Fettsäuren, an denen es den meisten Menschen mangelt. Sie sind vor allem wichtig für unsere Gehirngesundheit.

Man findet sie vor allem in Leinöl, Hanföl, Chia-Samen, Walnüssen, Avokados aber auch in manchen Fischsorten. Hinsichtlich der Schadstoffbelastung der Meere und der Überfischung ist es ratsam, Fische aus ökologischer Aquakultur zu kaufen, also beispielsweise Bio-Lachs.

Im folgenden Video beantworte ich die wichtigsten Fragen rund um Fette und Öle: Was ist der Unterschied zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren? Wo sind die essentiellen Omega-3-Fettsäuren enthalten? Welche Öle darf ich erhitzen?

Gute und schlechte Fette - Welche Fette sind gesund?

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Gesättigte Fettsäuren

Gesättigte Fettsäuren befinden sich hauptsächlich in tierischen Produkten und gehören zu den bedenklichen Nahrungsbestandteilen – zumindest wenn sie häufig und im Übermaß konsumiert werden. Nahrungsmittel wie Schweinefleisch, Wurst, fette Milchprodukte wie Sahne und Butter usw. sollten eher selten auf dem Speiseplan stehen.

Transfettsäuren

Ganz vermeiden solltest du die sogenannten Transfette. Dies sind die Fette der modernen Ernährungsindustrie. Mit ihrem großen krankmachenden Potenzial gehören sie mitunter zu den gefährlichsten Stoffen in unserer Ernährung. Manche Länder haben hier strenge Grenzwerte für Transfette in Lebensmitteln eingeführt. Sie sind z.B. hinter den Begriffen „gehärtete oder teilweise gehärtete Öle“ versteckt und hauptsächlich in Fertignahrung wie Tiefkühlpizza, fertig verpackte Mehlspeisen, Saucen u.v.m. enthalten.

Im folgenden Video erkläre ich ganz genau, wo diese gefährlichen Fette enthalten sind und was sie für unsere Gesundheit bedeuten:

Was sind Transfettsäuren? Alles über Transfette, gute und schlechte Fettsäuren

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Was sind die Folgen fettreicher Ernährung?

Wenn wir hier von den Auswirkungen fettreicher Ernährung sprechen, bezieht sich dies auf das Übermaß an tierischen Fetten sowie Transfette aus Fertigprodukten. Das ist nämlich eine der Hauptursachen ernährungsbedingter Erkrankungen.

Allem voran sorgt zu viel Fett dafür, dass wir im wahrsten Sinne des Wortes fettleibiger werden – wir nehmen zu, die Kleidergröße und der Cholesterinspiegel steigen. Mit einem zu hohen Gewicht bei gleichzeitigem Bewegungsmangel erhöht sich auch das Risiko für verschiedenste Krankheiten. Dazu zählen:

Aber auch unserem Verdauungstrakt schmeckt das übermäßige Fett nicht: Er hat daran schwerer zu arbeiten und es können mitunter folgende Beschwerden auftreten:

  • Völlegefühl
  • Träge Verdauung
  • Gasbildung im Verdauungstrakt
  • Krämpfe
  • Beschwerden der Gallengänge und Gallenblase
  • Leberfunktionsstörungen
  • Magenschmerzen

Des Weiteren gehört zu den Folgen fettreicher Ernährung ein Brennen in der Speiseröhre, was medizinisch auch als Sodbrennen bezeichnet wird.

Wie entsteht das Brennen in der Speiseröhre?

Die Speiseröhre, die von Medizinern auch Ösophagus genannt wird, verbindet den Mund und den Magen. An ihrem unteren Ende befindet sich ein ringförmiger Muskel, der Sphinkter. Er verschließt den Zugang zum Magen, damit alles, was wir gegessen oder getrunken haben, gemeinsam mit der Magensäure auch im Magen verbleibt.

Eine Folge fettreicher Ernährung ist unter anderem, dass das Fett länger im Magen liegt als beispielsweise Kohlenhydrate. Außerdem verringert Fett die Freisetzung des Hormons Cholecystokinin, welches normalerweise den Spannungszustand des Schließmuskels hält. Der Sphinkter dichtet nicht mehr richtig ab und Magensäfte können zurück in die Speiseröhre fließen. Die Säure reizt dort die Schleimhäute und hinterlässt ein unangenehmes bis schmerzhaftes Brennen hinter dem Brustbein.

Häufiger auftretende und länger anhaltende Schmerzen – egal ob nun im Bereich der Speiseröhre, dem Magen oder Darm – sollten unbedingt von einem Arzt abgeklärt werden. So lassen sich gesundheitlich gravierende Krankheiten wie zum Beispiel Krebs frühzeitig erkennen und behandeln.

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Beschwerden aufgrund fettreicher Ernährung lindern

Doch was kann man selbst gegen die Symptome einer zu fettreichen Ernährung unternehmen? Schonkost ist das Stichwort: Sie entlastet Magen und Darm, wenn du aufgrund einer zu fettreichen Ernährung Beschwerden hast. Wichtig ist, auf schwere Speisen und starke Gewürze zu verzichten. Gut verträglich sind meist:

• Haferbrei
• Knäckebrot
• Zwieback
• Gekochtes Gemüse, wie Karotten oder Fenchel
• Reis
• Obstsorten, beispielsweise Bananen, geraspelter Apfel oder Birne

Wurde durch eine fettreiche Ernährung Durchfall hervorgerufen, solltest du auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Am besten eignen sich hier Wasser und ungesüßte Kräutertees, zum Beispiel aus Fenchel oder Kamille, das beruhigt den Magen. Eine Brühe, leichte Gemüse- oder Hühnersuppe versorgt dich wieder mit Mineralstoffen. Langfristig gehört es zur Behandlung einer gestörten Fettverdauung dazu, die Ernährung anzupassen, um die gefährlichen Folgen fettreicher Ernährung zu verhindern.

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Quellenangaben

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Bildquellen

  • Fettreiche Ernährung – Butter: greenazya | Shutterstock.com
Redaktion GKS

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