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Anwendung Flohsamenschalen

Liebe Community, ich hoffe Ihr könnt mir helfen.
Ich bin eine 32-j. Frau. Aus ärztlicher Sicht sei alles in Ordnung.
Ich ernähre mich vegan, kenne mich sehr gut mit Lebensmitteln aus, habe ein Fernstudium zur Ernährungswissenschaft belegt und gehe dem intermittierenden Fasten nach - allerdings zähle ich nicht akribisch die Stunden, sondern höre auf mein natürliches Hungergefühl 14 - max 19h.).
Meine größte Mahlzeit fällt auf den Abend, ca. 18 - 19 Uhr.
Um 21/22 Uhr gehe ich schlafen, da ich bereits um 5 Uhr aufstehe.
Ein früheres Abendmahl ist durch die Arbeit + Training kaum möglich.
Da ich mich sehr balaststoffreich ernähre, kann ich schon täglich auf Toilette, aber diese saubere, vollkommene Darmentleerung funktioniert max. 2 mal im Monat.
Seit 1 Jahr nutze ich Flohsamenschalen. Und es passiert auch immer etwas!!! Aber so richtig entleere ich mich sehr sehr selten, was glaube ich sicher nur ein kleiner Punkt ist, jedoch komme ich nicht darauf.
Doch lese ich überall etwas zu Handhabung, allerdings nicht eine, die sozusagen zu meinem Lebensstil passt?
Das Frühstück/ Fastenbrechen (meist Früchte/Smoothie/Haferflocken/etc) wird einwandfrei verdaut, daher nutze ich am Morgen keine FSS.
Allerdings das Abendessen ist jeden Tag eine Tortour und ich leide darunter keine vollständige Darmentleerung ausführen zu können.
1. Ich MUSS morgens 5 (!) Kaffe trinken und beim 5. Kaffee mit Zigarette ist der Darm "wach" und ich kann... (Ich bin eigenl. NICHTRAUCHER!) Es widert mich an.
Ich habe alles ausprobiert (Tees, Wasser/Zitronen/Apfelessig...)
Ohne Erfolg
2. die Nutzung der Flohsamenschalen:
- 30 Min. vor dem Essen scheide ich am Morgen nur das Frühstück vom Vortag aus und der Rest liegt wie ein Stein im Bauch
- 2 Std nach dem Essen/2-3h vor dem Schlafengehen - das selbe
- mit dem Essen - manchmal Durchfall, manchmal teilweise, aber nicht vollständig - reine Glückssache
Allergien seien ausgeschlossen, wobei ich auf Weizen und weißen Reis verzichte, dagegen auf ballaststoffreiche/fermentierte etc Nahrung setze.
Darmsarnierung mittles FSS/Zeolith + Probiotika bereits 2019 2x durchgeführt
Ich war ein mal im Leben im Urlaub und war dort 6 tage nicht auf Toi.
Ich kann meine Eltern nicht über Nacht besuchen, keine Verabredungen eingehen, weil ich - das ist kein Witz, mich nahezu depressiv fühle, wenn das nicht funktioniert, egal wie sehr ich mich entspanne/Yoga, etc.
Und vor allen Dingen nimmt mich kein Arzt ernst.
Ich wünsche mir einfach nichts mehr, als meine Lebensqualität dahingehend zu normalisieren 🙁
Und mir kommen schon wieder die Tränen. ...
Wie gesagt, irgendetwas tun diese Flohsamenschalen ja. Aber könnt Ihr mir einen wertvollen Tipp zur Handhabung geben? Mit, während, nach? Ich bilde mir ein mit dem Essen hat es zu 50% besser funktioniert...
Ich habe festgestellt, dass du viel Flüssigkeit nach dem Essen meiner Verdauung sehr schadet, was vermutlich auf die verdünnte Magensäure zurückzuführen ist.
Ich hoffe mir kann jmd. einen Rat geben 🙁
Liebe Grüße,
Mila

Hallo Mila,

meine Geschichte ist deiner nicht unähnlich. Als ich noch auswärts arbeitete und früh außer Haus musste, hatte mein Darm einfach nicht die Zeit, in Ruhe wach und aktiv zu werden. So hab ich das zumindest empfunden. Ich hatte dann einmal einen Job, der zu Mittag begann, und es war schon viel besser. Ich weiß, das ist jetzt kein Rat, den man umsetzen kann, wenn man den Job nicht einfach wechseln kann oder will.  Aber es zeigt halt irgendwie, dass Zeit am Morgen für manchen Darm wichtig zu sein scheint. Etwas ist mir übrigens auch aufgefallen: wenn meine Blase voll ist und ich sie nicht gleich beim ersten kleinen Harndrang entleere, wird mein Darm auch aktiv und plötzlich kommt auch der Stuhldrang. Aber auch dafür ist Zeit und Ruhe gut, denn in der Arbeit herumzuzappeln ist vermutlich nix (je nachdem).

Klar, ballaststoffreich essen, auch z.B. Flohsamenschalen und vor allem auch Sport sind für träge Gedärme unverzichtbar, um die Darmpassage zu beschleunigen, aber das beherzigst du offenbar ohnehin.

Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Ärzte hier oft keinen Rat wissen, aber es ist sehr wichtig, alle organischen Gründe durch medizinische Diagnosemethoden auszuschließen. Somit ist der Gang zum Arzt für mich sehr wichtig. In weiterer Folge kann man aber auch einen guten Heilpraktiker konsultieren, die haben meist einen viel ganzheitlicheren Blick auf den Menschen und kennen gute Möglichkeiten der Behandlung. Mir hat kürzlich eine Freundin eine Heilpraktikerin in München empfohlen, die soll super sein: Dr. Heidi Wennrich heißt sie. Vielleicht kann sie dir helfen...

Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute und dass du deinen Weg findest!

Herzliche Grüße,

Sandra

Hallo zusammen,

ich hab zwar nicht die Probleme die ihr beiden habt aber ich nehme auch seit ein paar Wochen Flohsamenschalen, weil ich meistens mit recht dünnem Stuhlganz zu kämpfen habe.

Mein Darm ist leider schon immer vor mir wach und weckt mich quasi auf. Ich muss dann sehr zeitig aufstehen und aufs Klo. Meine Hoffnung ist, dass die Flohsamenschalen meinen Darm etwas beruhigen und auch der Stuhlgang sich festigt.

Ich musste vor 9 Jahren mal 11 verschiedene Antibiotika nehmen und seit dem ist mein Darm aufs übelste beleidigt. War auch schon bei so vielen Heilpraktikern aber so wirklich konnte mir noch niemand helfen.

Ich bin mal gespannt, was sich hier noch so für Antworten ergeben.

Ich wünsche euch Leidensgenossinnen alles Gute.

Liebe Grüße

Hüttenfranz 😊

Hey Hüttenfranz,

ich hoffe, dass die Flohsamen sich positiv auf deinen Darm auswirken.

Ich habe ebenfalls von vielen mit Darmproblemen gelesen, dass die Einnahme von Kurkuma helfen kann.

Vielleicht solltest du da mal einen Blick drauf werfen 🙂

Hallo PapstGitte,

vielen Dank für den Tipp.

Werde ich mal in Betracht ziehen und mich informieren.

Kann ja nicht schaden, wenn man ein paar mehr Eisen im Feuer hat. 😊

 

Liebe Grüße

Hüttenfranz

Hallo zusammen!

Der Tipp mit Kurkuma scheint tatsächlich bei Reizdarmbeschwerden gut zu sein. Dr. Andreas Michalsen, ein bekannter Internist und Ernährungsforscher, gibt bei Reizdarm folgende Empfehlungen:

  • Kurkuma (ein bis zwei Teelöffel am Tag mit Pfeffer, wahlweise ein Fertigpräparat)
  • Ingwer
  • Beerenblättertee
  • Bitterstoffe oder Amara-Tropfen
  • Fenchel-, Kümmel- oder Anistee
  • Kamillen- oder Melissentee
  • Flohsamen, Leinsamen und Leinsamenschleim
  • Wermuttee (sehr bitter)
  • Heidelbeeren (getrocknet oder als Heidelbeer-Muttersaft)

Freilich kann bzw. soll man nicht alles gleichzeitig machen, aber die Dinge, die einem am sympathischsten sind kann man ja mal versuchen.

Ich habe diese Tipps aus dem Buch "Mit Ernährung heilen"* von Dr. Michalsen, das ich für eines der besten Werke auf dem Gebiet halte.

Lieben Gruß,

Sandra

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