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Fasteneinsteigerin

Vielen herzlichen Dank für deine Fasten-Videos, die ich mir alle angesehen habe, liebe Sandra! Ich habe diesbezüglich ein paar Fragen:
Bzgl. der Fastensuppe: Da ich Lebensmittelunverträglichkeiten habe, wurde mir mal gesagt, dass ich nicht jeden Tag dasselbe essen sollte (von einem HP). Trifft das auf Fastensuppe auch zu? Es ist ja eigentlich kein "richtiges" Essen, oder? Und wenn doch, was könnte ich stattdessen zur Abwechslung essen? Möchte mir natürlich nicht jeden Tag eine neue Suppe kochen müssen, wenn möglich. Und noch eine Frage zu den Gemüsesäften: Ist ein Smoothie vergleichbar mit einem Gemüsesaft, wenn ich das Frucht-/Gemüsefleisch absiebe? Das Frucht-/Gemüsefleisch mitzutrinken ist wahrscheinlich eher nicht empfehlenswert, oder? Und zur Darmentleerung/-reinigung: Da ich noch nie gefastet habe, überlege ich erst mal mit 1-2 Tagen zu beginnen. Sollte ich auch für die kurze Zeit den Darm entleeren bzw. reinigen?
Außerdem habe ich mal von Probiotika-Therapien nach dem Fasten gelesen. Wann ist dies sinnvoll? In den Videos wurde davon nicht gesprochen, deswegen frage ich nach. Meine Intention ist es nicht abzunehmen durch das Fasten, sondern "nur" den Körper zu entschlacken.
Ich würde mich sehr über Antwort freuen.
Danke im Voraus und ganz herzliche Grüße!

 

Liebe Tanja,

ich freu mich, dass dir meine Videos dienlich sind und beantworte dir sehr gerne deine Fragen.

Zur Fastensuppe: in diesem Sud ist sozusagen die Essenz der einzelnen Pflanzen enthalten, die du dafür verwendest. Die Information kommt also bei deinem Immunsystem an und es kann natürlich reagieren, wenn eine Unverträglichkeit gegen eine Zutat besteht. So wie ich das verstanden habe, hast du aber keine bestehende Unverträglichkeit gegenüber der Suppenzutaten, sondern möchtest durch die Abwechslung andere Unverträglichkeiten verbessern, richtig? Hier würde ich mit deinem HP, der dir diese Strategie empfohlen hat, sprechen, was er zur Fastensuppe meint oder im Zweifelsfall 2 verschiedene Suppen kochen und portionsweise einfrieren, so dass du abwechseln kannst. Unbedingt notwendig ist die Suppe beim Fasten nicht.

Ja, ein Saft ist gleichzusetzen mit einem abgeseihten Smoothie. Allerdings wirkt auch ein Smoothie-Tag sehr entschlackend auf deinen Organismus und die enthaltenen Ballaststoffe machen eine Darmentleerung unnotwendig, da der Darm in der Regel die Ausscheidung selbstständig erledigt. Wenn du aber zusätzlich zur entschlackenden Wirkung dem Darm eine komplette Pause gönnen möchtest, ist es ratsam, tatsächlich nur Wasser, Tee, Gemüsesud und max. ein Glas Saft (ohne die Faserstoffe), zu dir zu nehmen. Wenn du dies nur 1-2 Tage machst, ist eine Darmentleerung nicht unbedingt notwendig, sondern eher Geschmackssache. Manche Menschen verspüren nach der Entleerung viel weniger Hunger als wenn sie dies nicht machen. Bei anderen wiederum macht es keinen Unterschied. Es gibt übrigens viele verschiedene Fasten-Methoden, um zu entschlacken - da muss es nicht immer das Vollfasten sein.

Probiotika und auch Präbiotika können tatsächlich sehr gut für die Darmflora sein. Du kannst ja auch mit deinem HP mal darüber in Bezug auf deine Unverträglichkeiten sprechen, denn die Darmflora hat enormen Einfluss auf das Immunsystem. Ich selbst nehme von Zeit zu Zeit ebenfalls Probiotika-Präparate ein, weil es meinem empfindlichen Darm sehr gut tut. nach dem Fasten ist ein guter Zeitpunkt für eine solche Kur.

Nun, ich hoffe, ich konnte deine Fragen zufriedenstellend beantworten und wünsche dir alles Gute für dein Fasten-Vorhaben.

Liebe Grüße,

Sandra

Liebe Sandra,

leider habe ich gestern notgedrungen beschlossen, mein Fasten schon nach drei Tagen zu beenden. Der Grund ist,  dass ich Halsschmerzen bekommen habe und mich irgendwie erkältet fühle. Die letzten Tage habe ich auch stark gefroren und hatten fast gar keinen Antrieb. Es war z.T. wirklich schwer aufzustehen geschweige denn in die Natur zu gehen. Könnte es sein, dass die Halsentzündung durch das Fasten ausgelöst wurde?

Ich muss auch dazu sagen, dass ich mit 1,84m nur ca. 65kg wiege trotz vollwertiger und reichlicher Ernährung. Sollte ich unter diesen Bedingungen generell eher kürzer fasten?

Ich bin ein bisschen enttäuscht, weil ich mir 7 Fastentage vorgenommen habe. Ab dieser Zeit sollen ja die besten Ergebnisse eintreten, habe ich gehört...

Liebe Grüße

Tanja

Liebe Tanja,

entschuldige erneut meine späte Antwort. Ich war in den letzten Tagen kaum zu Hause und komme erst jetzt dazu, dir zu antworten. Für gewöhnlich bin ich schneller, aber bei dir hat es jetzt schon zum zweiten Mal länger gedauert, sorry.

Zu deiner Frage: Ich selbst habe auch schon mal Fastenkuren abgebrochen, weil es einfach nicht so richtig hinhauen wollte. Das kommt vor und ist nicht unbedingt ein Hinweis, dass das Fasten prinzipiell nix für einen ist. Es kann tatsächlich Zufall gewesen sein und kann das nächste Mal ganz anders verlaufen. Bei sehr dünnen Menschen kann es aber tatsächlich auch sein, dass das Immunsystem etwas schwächelt beim Fasten. Ich selbst bin zwar auch recht dünn (62 kg bei 1.82) aber meine Abwehrkräfte kriegen eher einen Boost durch das Fasten. Es ist also sehr individuell. Wenn du prinzipiell gesund bist, kannst du es durchaus nochmal probieren, bevor du das Thema Fasten für dich abschreibst. Der Nahrungsentzug wirkt übrigens auch schon für kurze Zeit äußerst positiv. Es gibt gute Forschungsergebnisse rund um das Intervallfasten, bei dem man tatsächlich nur 14 Stunden bis 2 Tage am Stück fastet, dafür in kürzeren Abständen. Es gibt auch Entschlackungskuren, bei denen gegessen werden darf, z.B. das Basenfasten oder die F.-X.-Mayr-Kur. Sieh dir doch mal die unterschiedlichen Methoden des Fastens an. Vielleicht liegt dir eine sanftere Alternative zum Buchinger-Fasten mehr.

Liebe Grüße und alles Gute dir,

Sandra

PS. Bin jetzt wieder regelmäßig am Computer ?

Liebe Sandra,

wie schön von dir zu lesen. Ich freue mich sehr über deine Antwort!

Körperlich gesund bin ich schon, habe allerdings seit über einem Jahr eine Halsentzündung, die ich bisher nicht wegbekommen habe und es wurden auch schon seit einiger Zeit rote Blutkörperchen im Urin nachgewiesen. Bisher konnte aber nichts festgestellt werden und die Ärzte meinten bisher immer, dass es "stressbedingt" sei.

Ein Bekannter hat mir geraten Intervallfasten zu praktizieren, also das Frühstück wegzulassen und bis 20 Uhr abends zu essen. Das wäre für Menschen mit Untergewicht ideal. Kannst du als Expertin dies bestätigen? Ich möchte wirklich nur ungerne mehr abnehmen, da ich mich seit den Fastentagen schwächer als sonst fühle. Gestern hatte ich einen Smoothie-Tag (ich versuche dies 1x die Woche) und heute habe ich Intervall- Fasten angefangen, also habe um 12 Uhr "gefrühstückt" sozusagen. Und wie lange könnte ich das machen? Oder ist das nur für einen kurzen Zeitraum geeignet?

Ganz lieben Dank schon mal und viele Grüße,
Tanja

Liebe Tanja,

ich kann nicht sagen, dass irgendeine bestimmte Fasten-Methode für eine bestimmte Gruppe von Menschen ideal ist. Es ist tatsächlich sehr individuell und sofern man das ärztliche OK hat, muss man einfach selbst ausprobieren, was einem am besten liegt. Ich persönlich glaube aber auch, dass es nicht immer und zu jeder Zeit von Vorteil ist, zu fasten. Wenn du dich seit den Fastentagen geschwächt fühlst, würde ich momentan mal regelmäßig essen und vielleicht noch eine weitere ärztliche Meinung zu deinen Symptomen einholen. Ich würde mich ehrlichgesagt mit einem "stressbedingt" bei solchen Beschwerden nicht zufriedengeben. Es gibt gute Ganzheitsmediziner aber auch Heilpraktiker, die dir hier sehr wahrscheinlich weiterhelfen können.

Lieben Gruß,

Sandra

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  • Hauptbild Gesundheit für Körper und Seele: Chamille White | Shutterstock.com

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