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Flohsamenschalen während der Fastenkur

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Liebe Sandra
Ich habe heute mit dem ersten Fastentag gestartet.
Meine Frage bezüglich den Flohsamenschalen ist, ob ich die nur am ersten Tag nehmen darf oder ob die an jedem Morgen genommen werden dürfen. 
Flohsamenschalen begleiten mich schon eine Weile, weil ich merke, dass sie mir einfach gut tun. Aber ich möchte da auf "nummer Sicher" gehen während dem Fasten.

Ganz liebe Grüsse
Kathrin

Liebe Kathrin,
Flohsamenschalen sind auch für meinen Darm eine Wohltat und ich nehme sie regelmäßig ein. Du kannst sie auch ohne Weiteres während des Fastens nehmen, mit viel Wasser natürlich - das ist ganz besonders wichtig, da Flohsamenschalen Wasser binden und wenn du da nicht genug trinkst, fehlt deinem Körper dieses gebundene Wasser. 
Es kann sogar sein, dass durch die Einnahme von Flohsamenschalen während des Fastens die Peristaltik des Darms angeregt wird und du täglichen Stuhlgang hast, so wäre es nicht mal notwendig, einen Einlauf zu machen. Wenn dein Darm allerdings nicht von alleine ausscheidet, ist ein Einlauf mindestens jeden 2. Tag notwendig.
Ich wünsche dir einen angenehmen Fastenstart und eine wunderbare und hoffentlich entspannte Woche ? 
Ganz liebe Grüße,
Sandra 

Liebe Sandra,

danke dir für die Möglichkeit, sich hier im Froum auszutauschen.

Ich (heil)faste seit 3 Tagen und fühle mich 1a!! Hab zunächst mit Glaubersalz abgeführt. Gestern Abend nochmal mit Sauerkrautsaft ein weiteres Mal. So wie ich es unter anderem im Netz gelesen und auch von Kollegen und Freunden bislang empfohlen bekommen habe, sollte man alle 2 Tage "abführen" damit auch wirklich alles rauskommt.

Ich versteh das nun so. Sollte man gar keine Ausscheidungen haben könnte man mit einem Einlauf ausspülen, oder halt mit Sauerkrautsaft die Darmbwegung anregen und somit ausspülen.

Wenn man denn nun mit Sauerkrautsaft jeden 2. Tag nachhilft, müsste dann der Einlauf wegfallen?

Und nun zu den Flohsamenschalen. Der eigentliche Grund weshalb ich in diesem Thread schreibe, denn man findet darüber nicht viel.

Ich selbst habe schon seit längerem Erfahrung damit und finde sie klasse.

Diese bestehen ja nahezu nur aus Ballaststoffen und ganz wenigen KH. Kann man diese einfach ersatzweise zum Sauerkrautsaft einnehmen? Und wenn ja, wieviel Gramm pro Tag bzw. wie oft am Tag? Jeden Tag oder nur jeden 2. Tag?

Kann man denn nicht alles irgendwie miteinander kombinieren?

Also erstmal anfangs glaubern, dann einmal mit Sauerkrautsaft nachspülen, dann mal den Einlauf und dann mal einen Tag Flohsamenschalen? Würdest du so ein Vorgehen empfehlen?

Oder stört das das Fasten?

Mich interessiert vor allem der "Bürsteneffekt" der Flohsamenschalen für den Darm.

Ich würde mich wirklich über deine Meinung sehr freuen.

Ganz liebe Grüße

Mika

Lieber Mika,

im Grunde ist es "Geschmacksache" bzw. ein Frage der individuellen Reaktion des Darms, also der Wirkung auf das jeweilige Mittel zur Darmentleerung. Du kannst Sauerkrautsaft trinken oder Flohsamenschalen einnehmen oder beides kombinieren. Wichtig ist, dass du ein gutes Gefühl im Bauch hast und es nicht krampft (das ist bei Sauerkrautsaft bei manchen Menschen der Fall). Wenn du mit diesen Mitteln eine regelmäßige Entleerung hast, ist der Einlauf nicht notwendig. Die Dosierung ist recht individuell. Du kannst ja mal 2 TL Flohsamenschalen mit 500 ml Wasser einnehmen und sehen, ob das bei dir eine Wirkung hat. Du kannst aber auch mehr davon nehmen, Flohsamenschalen sind unproblematisch. Aber wichtig ist, dass du immer sehr viel dazu und danach trinkst, denn ansonsten können sie auch genau das Gegenteil bewirken und stopfend sein. Auch die Häufigkeit der Einnahme kannst du je nach Bedarf selbst bestimmen. Wenn du dich wohl fühlst und ein gutes Gefühl im Bauch hast, reicht eine Entleerung jeden 2. Tag. Manchen Menschen reicht es auch am Beginn eine Darmentleerung durch das Glaubersalz zu machen und dann nur noch einmal in der Mitte der Fastenwoche z.B. durch einen Einlauf oder nochmal Glaubern zu entleeren. Ich persönlich mache beim Fasten in der Regel täglich einen Einlauf - das vermindert fastenbedingte Beschwerden. Wenn du also Kopfweh oder andere Symptome hast, ist ein Einlauf eine gute Idee.

Alles Gute weiterhin bei deiner Fastenkur und liebe Grüße,

Sandra

Liebe Sandra,

zunächst erstmal vielen lieben Dank für deine Antwort. Mir ist es absolut klar, dass jeder Körper verschieden ist und auf diverse Einflüsse komplett anders reagiert. Dennoch macht man sich natürlich Gedanken, ob das eine oder das andere sinnvoll für einen selbst ist oder nicht. Man möchte ja auch nicht einfach an sich rumexperementieren insbesondere wenn man "Neuland" betritt.

Im Prinzip habe ich mir das schon so gedacht, wie du es beschreibst, dennoch tut es gut seine eigenen Gedanken (vor allem als Newbie) von jemandem der viel mehr Erfahrung hat bestätigt zu bekommen.

Witzigerweise habe ich tatsächlich heute leichten Kopfschmerz den ich die letzten Tage nicht hatte und es war eh für heute Abend (da meine Freundin außer Haus ist und ich somit das Bad gut blockieren kann) ein Einlauf geplant, da ich gestern keinen Sauerkrautsaft , jedoch viel Wasser, Tee und ein bisschen Gemüsebrühe getrunken hab. Wie unglaublich lecker so eine simple Gemüsebrühe doch sein kann. 😉

Ich denke, dass ich es die nächsten Tage dann auch mal mit den Flohsamenschalen probieren werde. Allein schon aus dem Grund, dass diese ja den gesamten Magen-Darm-Trakt passieren und somit auch obere Teile des Darms "freibürsten" und ein Einlauf für mein Verständnis ja eher den Dickdarm "reinigt" und nicht wirklich weiter vordringt, oder kommt das evtl. auf die Menge an Wasser an?

Ach ja, trinken tu ich sowieso immens viel, keine Sorge. 🙂

Trotz heutigem Kopfschmerz bin ich dennoch absolut begeistert von meinen ersten Fastentagen. Es ist eine echt tolle Erfahrung. Hab zwar schon mehrjährige Erfahrung mit intermittierendem Fasten (min 14/10 bis max 20/4) aber mal mehrere Tage komplett ohne Nahrung ist dann schon nochmal was anderes.

Noch einen schönen Tag und ich berichte definitiv wie es mir dabei bzw. danach ergangen ist, die verschiedenen Möglichkeiten zu nutzen bzw. zu kombinieren, damit das auch für die nachwelt erhalten bleibt.

Liebe Grüße

Mika

Lieber Mika,

schön, dass du deine Fastenkur als bereichernd erfährst. Für Matthias und mich ist das Heilfasten von Zeit zu Zeit gar nicht mehr weg zu denken. Wir nutzen es auch wirklich als Zeit der Reflexion... Seelenhygiene, wie man so schön sagt ? Der Körper nutzt gleichzeitig die Zeit, um seine Zellen aufzuräumen (siehe Autophagie), somit ist das Fasten ein wahrlich ganzheitlicher Prozess.

Was den Einlauf angeht, hast du völlig recht: er spült nur den Dickdarm. Wenn der Darm leer ist, kann es durchaus vorkommen, dass beim Einlauf 2 Liter hineingehen, aber auch dann kann das Wasser nicht in den Dünndarm einlaufen, da mit einer Klappe (Ileozökalklappe) verhindert wird, dass der Inhalt aus dem Dickdarm zurück in den Dünndarm läuft. Das wäre nämlich problematisch, da die Bakterien aus dem Dickdarm im Dünndarm Probleme verursachen würden.

Die Darmentleerung beim Fasten ist aber ohnehin nur im Dickdarmbereich relevant, denn dort finden Ansammlungen, Ablagerungen und Verstopfung statt, nicht im Dünndarm... Der ist beim Fasten ohnehin leer.

Ich hoffe, deine Fastenkur ist noch gut weitergegangen und ich wünsche dir gute Aufbautage. Freu mich, wenn du berichtest... ich mag den Gedanken des Teilens von Erfahrung auch sehr. Danke dir!

Lieben Gruß,

Sandra

Liebe Sandra,

ich bin allein schon aus dem Grund total überwältigt, zu was der Körper im Stande ist. Klar weiß man, dass der Körper eine gewisse Zeit ohne Essen überleben kann. Jedoch das mal am eigenen Leib zu erfahren ist schon etwas anderes.

Ich hab mich jetzt noch nicht an die Fohsamenschalen rangetraut, da ich mit dem Einlauf und Sauerkrautsaft bislang echt gut zurecht komme. Deine letzte Antwort war dazu dann auch noch auschlaggebend... also da laut deiner Aussage eh nur der Dickdarmbereich relevant ist.

Werde wohl am Mittwochmittag (oder Donnerstagmittag) mein Fasten klassisch mit einem Apfel brechen und abend gibt es dann eine leckere Gemüsesuppe, nur dieses mal mit Inhalt :-).

Freue mich insbesondere auf die Zeit danach. Hab so viele tolle (gesunde) Sachen im Kopf die ich mir/uns zubereiten werde.

Ich kann jetzt schon behaupten, dass ich das regelmäßige Fasten in mein zukünftiges Leben integrieren werde.Ich habe die letzten 9 Monate einige starke muskuläre Verspannungen mit mir mitgetragen.  War bei Orthopäden, bin bei der Physio, bewege mich, dehne mich, massiere mich jedoch war es nie ganz weg. Kurz vor meiner Fastenkur hatte ich sogar richtige Schmerzen.  Das war jedoch überhaupt nicht der Grund für mein Fastenvorhaben. Nun bin ich am 8. Fastentag und wirklich alle meine Wehwehchen sind weg. Es ist einfach unglaublich. Hätte das niemals für möglich gehalten und die meisten anderen Leute würden mich wohl für verrückt erklären aber es ist tatsächlich der Fall.

Bin jedenfalls mega happy.

Danke dir auch für deine Antworten.

Ich melde mich nach meinen Aufbautagen nocheinmal.

Beste Grüße

Mika

Lieber Mika,

ich freue mich sehr, dass dir das Fasten so gut tut. Ich kann deine Erfahrungen bezüglich Muskelentspannung durch das Fasten absolut teilen. Meine Muskulatur wird auch immer total geschmeidig und viele andere Wehwehchen verschwinden auch blitzartig. Ich hatte mal über Monate hinweg abends und in der Nacht immer das Problem, dass ich durch die Nase keine Luft bekam - brauchte immer einen Nasenspray. Nach einer Woche fasten war das Problem völlig verschwunden ? Und so entdeckte ich immer wieder neue "Kunststücke", die mein Körper beim Fasten drauf hat... Es ist einfach ein faszinierender Prozess.

Na dann wünsche ich dir genussvolle Aufbautage! Wichtig ist dabei vor allem, auf die Mengen zu achten... Vor lauter Freude am gesunden Essen, kann man da leicht zu viel erwischen. Passiert mir hin und wieder heute noch ?

Alles Gute dir,

Sandra

Liebe Sandra,

also ich habe vor ca. einer Stunde mit dem Fasten gebrochen.

Gestern ging es mir seltsamerweise nicht ganz so gut. Irgendwie war ich total flau im Magen und war erschöpft und leicht Kopfschmerzen. Dies war aber auch wirklich der einzige Tag an den es mir nicht gut ging. Sonst ging es mir an allen anderen Tagen absolut fabelhaft. Ich weiß nicht genau woran das gelegen hat, habe jedoch eine Vermutung. Am Vorabend habe ich noch mal einen Einlauf gemacht. Bereits nach dem Einlauf ging es mir nicht wie nach dem ersten Einlauf den ich gemacht habe. Irgendwie habe ich mich auch danach noch "voll mit Wasser" gefühlt und nicht so leicht und unbeschwert wie beim ersten mal. Hattest du schon mal eine ähnliche Erfahrung? Hab ich's evtl. übertrieben bzw. ist nciht alles rausgekommen?

Hab gestern abend (also am Folgetag) dann nochmal mit einem Glas Sauerkrautsaft gekontert und wirklich direkt danach ging es mir deutlich besser.

Nachdem ich aber die letzten Abende vorm Zubettgehen immer vorgestellt hab was ich alles in den kommenden Tagen und Wochen an Rezepten ausprobiere, und mit der gestrigen Erfahrung des Unwohlseins sowie dem netten Obstmann der bei mir vor der Arbeit seinen Stand aufgebaut hat, dachte ich mir heute irgendwie, dass es nun gut ist. Hatte mir eigentlich felsenfest vorgenommen die 10 Tage komplett vollzumachen, so wurden es halt nur 9 Tage und 13 Stunden. Aber es sollte  ja kein Wettkampf oder ein Rekordversuch werden. Ich habe auf mich selbst gehört und mein Körper aht mir die richtige Entscheidung getroffen.

Das war jedenfalls der beste Apfel und die beste Aprikose die ich je gegessen habe ?

Heute Abend gibts ne leckere Gemüsesuppe aber diesmal mit Einlage.

Alles in allem eine tolle Erfahrung die ich von nun an immer in mein Leben einbauen werde. Insbesondere die Tatsache, dass meine Wehwehchen auf einmal weg sind, macht mich nahezu sprachlos.

An dieser Stelle an dich und jede(n) andere(n) Fastende(n) viel Erfolg und liebe Grüße

Mika

Lieber Mika,

ich mach das Fastenbrechen auch immer nach meinem inneren Gefühl. Manchmal nehme ich mir 10 Tage vor und es werden nur 8 und manchmal hänge ich noch ein oder zwei Tage dran, je nachdem wie ich das grad empfinde.

Dass das Einlaufwasser manchmal nicht zur Gänze wieder raus kommt, ist nichts Ungewöhnliches. Das passiert angeblich dann, wenn man an diesem Tag zu wenig getrunken hat. Dann behält sich der Körper das Wasser auf diese Weise. Gut anfühlen tut sich das nicht, keine Frage, aber am nächsten Tag klappt der Einlauf dann meist wieder  1 A.

Wie ist es dir denn mit der Aufbauzeit ergangen? Hast dich zurückhalten können? Wie gesagt, ist das für mich oft die größte Herausforderung beim Fasten - aber das ist auch jedesmal anders.

Ich freu mich auch schon wieder auf unser Herbstfasten, so wie es aussieht, starten wir in 3 Wochen damit ?

Viele liebe Grüße,

Sandra

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  • Hauptbild Gesundheit für Körper und Seele: Chamille White | Shutterstock.com