CBD – Kaufberatung – Was ist beim Kauf von CBD-Produkten zu beachten?

Der Wirkstoff CBD stammt zwar aus der Hanfpflanze, hat aber keinerlei berauschenden Effekt, sondern wird unter anderem gegen Schlafprobleme und Schmerzen eingesetztWährend CBD vor einigen Jahren noch weitgehend unbekannt war, kommt es heutzutage bei vielerlei Beschwerden von Mensch und Tier zum Einsatz. Hauptsächlich wird es in Form von CBD-Öl angewendet, es gibt jedoch auch verschiedene andere Produkte mit CBD. Wir haben Tipps für dich zusammengestellt, worauf du achten solltest, um ein qualitativ hochwertiges, sicheres und richtig dosiertes CBD-Produkt zu kaufen. 

Was ist CBD? 

CBD ist die Abkürzung für eine Stoffgruppe, die Cannabidiole. Sie sind in der Hanfpflanze enthalten, haben jedoch nichts mit der berauschenden Wirkung von Cannabis zu tun.(1) Die Rauschwirkung von Marihuana oder Haschisch hängt vor allem vom Gehalt an THC (Tetrahydrocannabinol) ab. Das hat Jahrzehnte lang dazu geführt, dass die Wirkung von CBD kaum erforscht wurde. Bereits 1940 konnte CBD zum ersten Mal aus Cannabis isoliert werden.(2) Seine chemische Struktur ist seit 1963 bekannt. Studien befassten sich zunächst aber nur mit THC, der vermeintlich “aktiven” Komponente, wobei man Aktivität mit Psychoaktivität gleichsetzte. Heute weiß man, dass CBD zahlreiche therapeutische Möglichkeiten bietet, die lange übersehen wurden. 

CBD-Extrakte werden aus speziellen Hanfsorten gewonnen, die einen sehr geringen THC-Gehalt haben. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Konzentration von maximal 0,2 Prozent THC in Nutz- oder Industriehanf. Es handelt sich bei CBD also nicht um ein Rauschmittel, sondern um eine legale und inzwischen vielfach in Studien untersuchte Substanz. 

Was ist das Endocannabinoid-System? 

Die Wirkung von CBD beruht unter anderem auf der Wechselwirkung mit dem körpereigenen Endocannabinoid-System, das ein Netzwerk aus verschiedenen Rezeptoren umfasst. Dieses System wird durch körpereigene Stoffe angeregt, die aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit Stoffen aus dem Hanf Endocannabinoide genannt werden. Dazu gehört beispielsweise der Botenstoff Anandamid, der schmerzlindernd wirkt und dessen Aktivität durch CBD erhöht wird.(3) Das Endocannabinoid-System erfüllt sowohl im zentralen Nervensystem als auch beim Zusammenspiel zwischen Nervensystem und Verdauungssystem eine wichtige Rolle. 

Hier findest du unseren umfangreichen Fachartikel zum Thema Wirkung und Inhaltsstoffe von CBD-Öl.

Wofür werden CBD-Öl und andere CBD-Produkte eingesetzt? 

Cannabidiole werden für verschiedene Indikationen eingesetzt. Einige davon sind bereits gut erforscht, andere werden gerade erst genauer untersucht. Hier findest du eine kurze Übersicht über einige mögliche Anwendungsbereiche, bei denen eine positive Wirkung nachgewiesen ist bzw. aktuell in Studien näher untersucht wird: 

  • Chronische Schmerzen (4) 
  • Unruhe, Nervosität und Stress 
  • Schlaflosigkeit und schlechtes Einschlafen (5) 
  • Burnout und Depression 
  • Ängste und Panikattacken 
  • Chronisch-entzündliche Erkrankungen und bestimmte Autoimmunerkrankungen 
  • Unterstützend während einer Krebstherapie 
  • Bestimme Epilepsie-Formen bei Kindern 

Nebenwirkungen von CBD 

CBD greift in das körpereigene Endocannabinoid-System ein. Das kann erwünschte Wirkungen haben, aber auch zu Nebenwirkungen führen. Die häufigste Nebenwirkung ist Mundtrockenheit, was vergleichsweise harmlos ist. Vorsichtig solltest du mit CBD jedoch sein, wenn du niedrigen Blutdruck oder ein Glaukom (grüner Star) hast. Auch wenn du andere Erkrankungen hast oder bereits Medikamente einnimmst, solltest du vorher mit deinem Arzt sprechen, denn CBD kann Wechselwirkungen mit zahlreichen Medikamenten verursachen und die Leber belasten. Beachtet man diese Vorsichtsmaßnahmen, wird CBD von Medizinern aber als sehr sicher und nebenwirkungsarm beurteilt.(6) 

Kaufberatung CBD-Produkte

Die Anzahl von CBD-Produkten im Handel steigt stetig. Um CBD ist in letzter Zeit ein regelrechter Hype entstanden. Dadurch wird es immer schwerer, den Überblick zu behalten. Wir haben hier für dich zusammengestellt, welche Darreichungsformen von CBD es gibt, und wie du ein sicheres, kontrolliertes und hochwertiges CBD-Öl erkennen kannst. 

Welche Darreichungsformen von CBD gibt es?

Zum Einnehmen

  • CBD-Öl mit 5, 10 oder 20% CBD (siehe unten). 
  • Liposomales CBD-Öl (enthält CBD in verkapselter Form) 
  • CBD-Kapseln 
  • Tee 
  • CBD-Kristalle (reines, kristallisiertes CBD) 

Über die Lunge

  • Liquids für Verdampfer 
  • CBD-Kristalle, die geraucht werden (Vaporisation) 
  • Blüten von CBD-reichen und THC-armem Hanf, die geraucht werden 

Zur äußerlichen Anwendung

  • Cremes und Kosmetik mit CBD (hier laufen aktuell noch Studien zur Wirksamkeit bei bestimmten Hauterkrankungen) 

Welche Art der Einnahme ist zu empfehlen?

  • Wer zum ersten Mal CBD ausprobieren möchte, der ist zunächst wohl am besten mit einem guten CBD-Öl beraten.
  • Kapseln lassen sich weniger fein dosieren, während du beim Öl tropfenweise mehr oder weniger einnehmen kannst.
  • Bei Tee ist die Dosierung schwer abzuschätzen, da auch die Zubereitung und die individuelle Schwankung in verschiedenen Einzelpflanzen eine Rolle spielt. 
  • Bei Produkten, die geraucht werden, solltest du wissen: Die Anwendung ist unter Umständen nur halb-legal (oder sogar ganz illegal), da Rauchwaren nicht als Nahrungsergänzungsmittel gelten und den Behörden die Ähnlichkeit der Anwendung zu Haschisch oder Marihuana oft ein Dorn im Auge ist. 

Ideal ist unserer Meinung nach ein Vollextrakt-Öl, das auch weitere Bestandteile der Hanfpflanze enthält. Es wird vermutet, dass verschiedene sekundäre Pflanzenwirkstoffe zur Gesamtwirkung beitragen. Man spricht dann auch von Vollspektrum-CBD, das die Heilwirkung der Hanfpflanze voll ausnützen soll. 

Eine Alternative zu normalem CBD-Öl ist liposomales Öl. Dieses enthält Liposomen. Das sind kleine Kügelchen, die den Inhalt mit einer Hülle aus Sojalecithin umgeben und als Transportmittel dienen. Das ähnelt den Transportprozessen, die auch natürlicherweise im Körper stattfinden. Von liposomalem Öl erhoffen sich die Hersteller eine effektivere und schnellere Aufnahme der Pflanzenwirkstoffe in die Körperzellen, also eine höhere Bioverfügbarkeit. Dieses liposomale Öl eignet sich auch, wenn du den Geschmack von herkömmlichem CBD-Öl sehr unangenehm findest. Aufgrund der Verkapselung schmeckt man hier deutlich weniger von dem typischen, herben Hanf-Geschmack. 

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Wie erkennt man hochwertiges CBD-Öl? 

Beim Kauf eines CBD-Öls solltest du auf einige Punkte unbedingt achten. Gerade weil um CBD ein echter Hype entstanden ist, findet man inzwischen auch Produkte auf dem Markt, bei denen man weder verlässliche Informationen über einen kontrollierten CBD-Gehalt noch über niedrige THC-Konzentrationen oder die Schadstofffreiheit findet. Große Tests und Analysen zeigten, dass einige Produkte viel weniger CBD oder viel mehr THC enthielten, als angegeben.(7) Einige waren auch mit bedenklichen Konzentrationen an Schwermetallen und Schadstoffen verunreinigt. 

Tipps zur Auswahl von sicherem und kontrolliertem CBD-Öl 

  • Der Anbieter sollte zertifiziert sein. 
  • Die Herkunft der verwendeten Hanfpflanzen sollte angegeben sein. 
  • Stammen die Pflanzen aus biologischem Anbau? 
  • Enthält das Produkt einen standardisierten Vollextrakt, handelt es sich also um sogenanntes Vollspektrum-CBD (was von Vorteil ist)? 
  • CBD-Gehalt, THC-Gehalt und Schadstofffreiheit sollten durch einsehbare Analysezertifikate für jede Charge belegt sein. 
  • Gibt es Kontaktmöglichkeiten für Rückfragen oder Reklamationen? 
  • Gibt der Hersteller Hinweise zur aktuellen Rechtslage (ist beispielsweise die Einstufung als Nahrungsergänzungsmittel angegeben)? 

Welches CBD-Öl: Sind 5%, 10% oder 20% ideal? 

Hast du dich für den Kauf eines CBD-Öls entschieden, steht eine weitere Entscheidung an. Denn es gibt verschieden konzentrierte Öle. Die Konzentration wird in der Regel auf den Gesamtgehalt an Cannabidiolen bezogen. Üblich sind Öle mit 5%, 10% oder 20% CBD. 

Hier gilt aber nicht, dass stärkere Beschwerden immer auch höhere Konzentrationen erfordern, oder dass mehr auch mehr hilft. Die Wirkung von CBD ist sehr individuell und bei jedem Menschen anders. Darum sollten Einsteiger zunächst am besten das geringer dosierte, fünfprozentige Öl wählen. Hier lässt sich die Dosierung nach und nach steigern (bitte beachte dabei unbedingt die Informationen des Herstellers), bis die Wirkung passt. Außerdem ist eine sehr feine Dosierung möglich. Benötigst du relativ viel Öl mit 5% CBD, kannst du beim nächsten Mal ein höher dosiertes Öl wählen. Manchmal reicht das fünfprozentige CBD-Öl aber auch dauerhaft aus. 

Sandra Exl mit einer Flasche CBD-Öl
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Kaufempfehlung der Redaktion

Unter den unterschiedlichen Anbietern haben wir uns die Marke Hempamed genauer angesehen. Neben der Qualität der verschiedenen Premium-Produkte erfüllt der Hersteller alle oben genannten Qualitätsmerkmale. Insbesondere sind folgende Punkte erwähnenswert:

  • Die Anbaugebiete befinden sich hauptsächlich im Allgäu in Deutschland, mit Ergänzungen aus Österreich und Holland.
  • Selbstverständlich wird der Hanf ohne belastende Pflanzenschutzmittel oder Pestizide angebaut.
  • Zur Aussaat werden qualitativ hochwertige Samen der Sorten Fedora und Futura eingesetzt.
  • Zum Einsatz kommen hochwertige Bio-Trägeröle aus dem Allgäu.
  • Der Hersteller produziert Vollspektrum-Öle.
  • Die Produkte werden laufend von Instituten auf Reinheit und Qualität unabhängig überprüft. Die Zertifikate sind einsehbar.
  • Das Angebot wird auf der Webseite klar ersichtlich mit einem (auch online verfügbaren) Kundendienst ergänzt.

Wir können daher allen, denen die angeführten Qualitätskriterien wichtig sind, die Produkte von Hempamed empfehlen.

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Weiterführende Informationen zu Hempamed findest du auf der Webseite des Herstellers (*).

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Auf unserer Seite schreiben ExpertInnen aus medizinischen und wissenschaftlichen Fachgebieten. Wir achten auf renommierte Quellen und publizieren Inhalte, die auf dem neuesten Stand der Wissenschaft sind.

Quellenangaben

  1. Burstein S. Cannabidiol (CBD) and its analogs: a review of their effects on inflammationBioorg Med Chem. 2015 Apr 1;23(7):1377-85. 
  2. Lafaye G, et alCannabis, cannabinoids, and healthDialogues Clin Neurosci. 2017 Sep;19(3):309-316. 
  3. Scherma M, et al. The endogenous cannabinoid anandamide has effects on motivation and anxiety that are revealed by fatty acid amide hydrolase (FAAH) inhibitionNeuropharmacology. 2008 Jan;54(1):129-40. doi: 10.1016/j.neuropharm.2007.08.011. 
  4. Vučković S, et al. Cannabinoids and Pain: New Insights From Old Molecules. Front Pharmacol. 2018 Nov 13;9:1259. 
  5. Shannon S, et al. Cannabidiol in Anxiety and Sleep: A Large Case Series. Perm J. 2019;23:18-041.  
  6. Bergamaschi MM, et al. Safety and side effects of cannabidiol, a Cannabis sativa constituentCurr Drug Saf. 2011 Sep 1;6(4):237-49. 
  7. Evans DG. Medical Fraud, MislabelingContamination: All Common in CBD Products. Mo Med. Sep-Oct 2020;117(5):394-399. 

Offenlegung und Hinweis auf Werbung

Für den Produkttest haben wir beim Hersteller von Hempamed CBD-Öl angefragt, die Ware kostenlos erhalten und objektiv berichtet. Der Beitrag wurde von der Solidmind Group GmbH unterstützt.

Bildquellen

  • 5%iges CBD-Öl: Jan | Solidmind GmbH

Dr. Silvia Nold ist promovierte Biologin und hat eine abgeschlossene Ausbildung als pharmazeutisch-technische Assistentin mit Schwerpunkt Ernährungslehre. Sie war mehrere Jahre in der medizinischen Diagnostik tätig. Dr. Nold schreibt für Lanaprinzip Publishing e.U. über Themen der Biologie, Medizin und Ernährung.

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