Manuka Honig – Wirkung und Anwendungen

von Mag. Sandra M. Exl

Manuka Honig sollte fixer Bestandteil jeder Hausapotheke sein, denn das traditionelle Naturheilmittel aus Neuseeland lindert Erkältungssymptome und wirkt effektiv gegen Entzündungen jeder Art. Regelmäßig eingenommen stärkt der besondere Honig das Immunsystem und wirkt so krankheitsvorbeugend. 

Was ist Manuka Honig?

Manuka Honig wird von Honigbienen aus dem Blütennektar der Südseemyrte (lat.: Leptospermum scoparium) hergestellt, die ausschließlich in Neuseeland wächst. Die Ureinwohner Neuseelands, die Maori, verwenden traditionell den Manuka Honig äußerlich zur Desinfektion und Heilung von Wunden und Entzündungen sowie innerlich bei Infektionskrankheiten wie etwa Blasenentzündung und vielem mehr (siehe unten).

Wie wirkt Manuka Honig?

Manuka Honig hat viele positive Inhaltsstoffe wie bestimmte Säuren, Mineralstoffe, Spurenelemente, Antioxidantien und Leptosperin. Letzteres dient der Bestimmung von echtem Manuka Honig, da es ausschließlich im Nektar der Südseemyrte vorkommt. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist das antibakteriell wirksame MGO (Methylglyoxal), dazu mehr weiter unten, sowie das Enzym Glucose-Oxidase, welches geringe Mengen an Wasserstoffperoxid produziert. All diese Stoffe dürften unter anderem für die entzündungshemmende und heilsame Wirkung des Manuka Honigs verantwortlich sein.

Anwendungen von Manuka Honig

Manuka Honig ist bei verschiedensten Beschwerden zur innerlichen und äußerlichen Anwendung ideal. Man kann dabei fast nichts falsch machen. Es ist lediglich zu beachten, dass der Honig nicht über 40 °C erhitzt wird, denn dann verliert er teilweise seine Wirksamkeit. Also z.B. nicht in sehr heißen Tee einrühren, sondern warten, bis angenehm warm ist. Um ganz sicher zu gehen, kann man den Honig auch einfach pur einnehmen. Kleine Mengen des Honigs haben eine große Wirkung, daher hält sich ein Glas Manuka Honig auch lange. Für gewöhnlich wird dieser Honig nicht als Brotaufstrich, sondern ausschließlich als Heilmittel genutzt. Einige der wichtigsten Anwendungsgebiete inklusive Dosierungsanleitungen findest du hier:

Magen-Darm-Beschwerden

Durch die entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung zeigt der Honig bei allen Erkrankungen des Verdauungstraktes eine sehr positive Wirkung. Somit wird er gerade bei entzündlichen Magen- und Darmerkrankungen wie auch Magenschleimhautentzündungen angewendet. Dabei nimmt man 3-4 Mal täglich einen Teeläffel am besten auf nüchternen Magen ein. Wichtig ist dabei, dass etwa 30 Minuten nach der Einnahme nicht gegessen oder getrunken wird.

In wissenschaftlichen Studien konnte gezeigt werden, dass die Inhaltsstoffe des Honigs, allen voran Methylglyoxal (MGO), zahlreiche Erreger wirkungsvoll bekämpfen können. Selbst gegen den antibiotikaresistenten Krankenhauskeim MRSA soll der Honig erfolgreich zum Einsatz kommen. Dies wurde in einer Untersuchung der TU Dresden bekannt. Die Forscher stellten fest, dass Manuka wie ein Antibiotikum wirkt und sogar antibiotikaresistente Keime bekämpfen kann.

Die probiotische Wirkung von Manuka kann außerdem die Darmflora stärken und wieder ins Gleichgewicht bringen. Vorteil dabei ist, dass die guten Keime unterstützt werden und die krankmachenden Keime beseitigt werden.

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Immunstärkend und gegen Erkältungen

Bei Erkältungen jeglicher Art ist Manuka Honig ein wichtiger Helfer für die ganze Familie. Er soll zum einen vorbeugend wirken und zum anderen die Erkältungssymptome lindern. Gleichzeitig wird die Genesung beschleunigt. Bei einer bestehenden Erkältung sollte man 2 Mal täglich einen Teelöffel zu sich nehmen, entweder im nicht mehr heißen Tee oder pur. Zur Vorbeugung reicht ein Teelöffel am Tag, allerdings muss er wirklich täglich eingenommen werden.

Manuka Honig stärkt das Immunsystem und trägt dazu bei, dass sich der Körper selbst besser helfen kann. Es werden die Begleitsymptome einer Erkältung gelindert und die Krankheitserreger bekämpft. Wer also an einer Erkältung mit Husten, Schnupfen, Halsentzündungen oder auch Nasennebenhöhlen- und Stirnhöhlenentzündungen leidet, wird mit Manuka einen wichtigen Helfer gefunden haben, um schnell wieder gesund zu werden.

Husten und Bronchitis

Speziell bei Erkältungen mit Husten kann der wertvolle Honig sehr gut wirken. Bereits Kinder ab dem Kindergartenalter können Manuka verzehren. Dabei wirkt der Honig antiseptisch und kann den Hustenreiz lindern. Der Honig kann entweder in warmen, nicht mehr heißen Tee eingerührt oder pur verabreicht werden. 2 Mal täglich ein Teelöffel sollte es idealerweise sein. Dabei lässt man den Honig im Mund zergehen und schluckt ihn nur langsam. Es gibt auch einen speziellen Manuka-Hustensirup für Kinder, der noch weitere wirksame Inhaltsstoffe, wie Thymianöl, Anisöl, Süßholzwurzel usw. enthält.

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Manuka Honig bei Blasenentzündung

Manuka Honig eignet sich sehr gut für die Behandlung einer Blasenentzündung. Klinische Studien zeigen, dass seine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung dabei ausschlaggebend ist. Sogar antibiotikaresistente Bakterien können durch Manuka vernichten werden. Bei einer Blasenentzündung sollten über den Tag verteilt 4-5 Teelöffel Manuka eingenommen werden.

Herpes mit Manuka Honig behandeln

Bei einer Erkältung ist es nicht selten der Fall, dass auch die Haut unter dem geschwächten Immunsystem leidet und sich zudem Herpesbläschen bilden. Die antivirale Wirkung von Manuka bekämpft einerseits den Herpes Virus und gleichzeitig kann seine wundheilende Wirkung das Hautbild rasch verbessern. Am besten trägt man schon beim ersten Kribbeln den Manuka Honig dünn auf die betroffene Stelle auf. Man wiederholt dies, bis die Beschwerden vorbei sind. Die Haut wird dadurch desinfiziert und es werden Infektionen verhindert.

Manuka Honig gegen Akne

Auch bei Akne hat sich die antiseptische Wirkung des Manuka Honigs bewährt: Wie eine Salbe streicht man den Honig dünn auf die betroffene Stelle. Mindestens 20 Minuten lang einziehen lassen. Danach wird die Haut gründlich gewaschen. Diese Behandlung sollte am besten 3-mal die Woche durchgeführt werden.

Wund- und Brandwundbehandlung

Nutzt man den Manuka Honig bei Wunden, verhindert man Infektionen und Entzündungen und beschleunigt die Wundheilung. Vor allem bei Brandwunden ist er sehr effektiv und wird daher auch in Spitälern zur Brandwundversorgung eingesetzt. Auch die Narbenbildung wird durch den Manuka Honig verringert.

Der Honig wird einfach auf die Wunde bzw. auf den Verband aufgestrichen und dann verbunden. Wässernde Wunden sollten jeden Tag neu verbunden werden. Hat sich schon eine Kruste gebildet, reicht es in der Regel, den Verband nur alle drei Tage zu wechseln.

Hier findest du eine sehr gute Seite mit weiterführenden Informationen, die auch die Wirkstoffe von Manuka Honig beschreibt.

Qualitätsmerkmale von Manuka Honig

MGO-Wert

Der MGO-Wert ist das am häufigsten angegebene Qualitätsmerkmal bei Manuka Honig. Dieser Wert sagt aus, wie viel des antibakteriell wirksamen MGO (Methylglyoxal) im Honig enthalten ist. Dabei gilt, je höher der Wert, desto höher die Wirkung. Zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten ist es ausreichend, einen Honig mit MGO 250+ einzunehmen. Bei bestehenden Erkältungen ist ein MGO-Wert von 400+ wünschenswert.

Bei Verdauungsbeschwerden sollte der MGO-Wert ebenfalls bei 400+ liegen, damit er wirkungsvoll gegen Entzündungen vorgehen kann und die Darmflora wieder ins Gleichgewicht bringt. Dabei sollte der Manuka Honig pur eingenommen werden. Wie bei Erkältungen auch sollte der Honig solange wie möglich im Mundraum behalten werden, bevor er langsam hinuntergeschluckt wird. So können auch krankmachende Keime im Mundbereich eliminiert werden.

Auch bei Hautbeschwerden wie beispielsweise Herpes wirkt ein Manuka Honig MGO 400+ effektiver. Beim Auftragen auf die Haut kann der Honig leicht brennen. Dies ist nicht weiter schlimm und lässt nach wenigen Sekunden nach.

TA-Faktor

Der TA-Faktor (Total Acticity) berücksichtigt neben dem MGO-Gehalt auch alle anderen Wirkstoffe des Manuka Honigs. Manche Anbieter wie z.B. das Bio-Unternehmen Sonnentor sehen den TA-Faktor als ganzheitlicheren Qualitätsnachweis, da er die Gesamtaktivität des Honigs angibt. Dabei wird der Manuka Honig neben dem MGO-Gehalt auch auf Wasserstoffperoxid, Leptosperin, Antioxidantien und Säuren analysiert.

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  • Schon die Maori, die ureinwohner Neuseelands, Wussten um die außergewöhnlichen Eigenschaften dieses Honigs.
  • Dem aus dieser Pflanze gewonnenen Honig sagten Sie ganz besondere, desinfizierende heilkräfte nach. Kräftig-würzig ist der Manuka-Honig im Geschmack.
  • Leicht minzig im Abgang verzaubert er alle Sinne und verspricht in Tee, auf Brot und pur leidenschaftlichen Genuss.
  • Manuka-honig entsteht aus dem Blütennektar der südseemyrte – von den Maori auch Manuka genannt - die sich in den bergigen Regionen Neuseelands heimisch fühlt.

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Vorsicht vor Fälschungen

Manuka Honig ist im Reformhaus und in der Apotheke erhältlich, aber natürlich auch online. Wenn man online kauft, sollte man sich über den Hersteller informieren. Es gibt nämlich einige Anbieter, die „gestreckte“ bzw. gefälschte Produkte anbieten. Da Manuka Honig ausschließlich aus Neuseeland kommt, ist er sehr limitiert. Nur 2 000 Tonnen werden pro Jahr erzeugt, allerdings werden jährlich mehr als 10 000 Tonnen verkauft. Das bedeutet, dass ein Großteil der verkauften Honigsorten gefälscht ist. Es ist also sehr wichtig, einen vertrauenswürdigen Anbieter zu finden. Wir persönlich bevorzugen die beiden Anbieter, deren Produkte wir im Artikel auch eingebunden haben.

Gibt es Nebenwirkungen von Manuka Honig?

Bei einem naturreinen und hochwertigen Produkt ist es sehr selten, dass Nebenwirkungen auftreten. Allerdings  sollten Personen, die allergisch auf Bienen und Bienenprodukte reagieren, selbstverständlich keinen Manuka Honig nutzen. Dies könnte lebensgefährlich werden.

Auch Personen, die an Diabetes leiden, sollte die Einnahme von Manuka Honig mit ihrem behandelnden Arzt abklären.

Literaturempfehlung zu Manuka Honig

Die folgenden Bücher geben sehr gute Anleitungen zur Anwendung von Manuka Honig als Heilmittel:

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Auf unserer Seite schreiben ExpertInnen aus medizinischen und wissenschaftlichen Fachgebieten. Wir achten auf renommierte Quellen und publizieren Inhalte, die auf dem neuesten Stand der Wissenschaft sind.

Quellenangaben

  • Methylglyoxal May Affect Hydrogen Peroxide Accumulation in Manuka Honey Through the Inhibition of Glucose Oxidase, Journal of Medicinal Food, 2014 Feb 1; 17(2): 290–293.
  • Wang, H. (2011). The Study of the Antioxidant Activity of Phenolic Components of Manuka Honey (Thesis, Master of Science (MSc)). University of Waikato, Hamilton, New Zealand.
  • Lin, S.M., Molan, P.C. & Cursons, R.T. (2011). The controlled in vitro susceptibility of gastrointestinal pathogens to the antibacterial effect of manuka honey. European Journal of Clinical Microbiology & Infectious Diseases, 30(4), 569-574.
  • Molan, P. (2001). Why honey is effective as a medicine. 2. The scientific explanation of its effects. Bee World, 82(1), 22-40.
  • M. Doerler, S. Reich-Schupke, P. Altmeyer, M. Stücker: Impact on wound healing and efficacy of various leg ulcer debridement techniques. In: Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft. Band 10, Nummer 9, 2012, S. 624–632.
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Bildquellen

  • Mankua Honig im Glas: showcake | Shutterstock.com
Mag. Sandra M. Exl

Mag. Sandra Exl hat ein abgeschlossenes Studium der Biologie und ist zertifizierte Fastenbegleiterin. Sie arbeitet als Redakteurin im Team von Lanaprinzip Publishing LLC und schreibt über die Themen Heilfasten, Ernährung und gesunde Rezepte. Mit über 20 Jahren Fastenerfahrung und vielen beliebten YouTube-Videos über das Heilfasten ist sie im deutschsprachigen Raum eine der bekanntesten Fastenexpertinnen.