Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto – Ursache und Behandlung

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Bei einer Hashimoto-Thyreoiditis oder einer anderen Form der Schilddrüsenunterfunktion können ärztliche Behandlung und unterstützende Maßnahmen die Symptome beseitigen und den Stoffwechsel normalisieren.

Was ist eine Schilddrüsenunterfunktion?

Von einer Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) sprechen Mediziner immer dann, wenn zu wenig Schilddrüsenhormone gebildet werden. Die Hormone der Schilddrüse haben Einfluss auf den gesamten Stoffwechsel und zeigen Wechselwirkungen mit zahlreichen anderen Botenstoffen und Hormonen. Deshalb beeinflusst eine Schilddrüsenunterfunktion den gesamten Körper.

Im vorliegenden Artikel erfährst du, welche Ursachen eine Schilddrüsenunterfunktion haben kann und wie man sie behandelt. Dabei kommen neben der klassischen Behandlung mit dem Schilddrüsenhormon L-Thyroxin auch unterstützende alternative Maßnahmen in Frage. Zudem kannst du auch selbst viel für die Funktion deiner Schilddrüse tun, zum Beispiel durch eine angepasste Ernährung.

Wie erkenne ich eine Schilddrüsenunterfunktion?

In einem weiteren Artikel erfährst du, wie du Schilddrüsenprobleme rechtzeitig erkennst. Der Selbsttest zu Hause kann Hinweise liefern, ersetzt aber nicht den Arztbesuch: Günter Keul GmbH Keul-o-test TSH/Schilddrüsenunterfunktion / 1x Schnelltest*

Ursachen einer Schilddrüsenunterfunktion

Es gibt verschiedene Ursachen, die zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen können:

Hashimoto-Thyreoiditis

Die häufigste Ursache für eine Schilddrüsenfunktion ist die Hashimoto-Thyreoiditis. Es handelt ich dabei um eine Autoimmunerkrankung. Der Körper bildet Antikörper, die das eigene Schilddrüsengewebe angreifen und schädigen. Die Erkrankung kann in seltenere Fällen einen schweren Verlauf nehmen, doch meist lässt sie sich durch eine geeignete Behandlung gut kontrollieren, sodass du keine Verminderung deiner Lebensqualität in Kauf nehmen musst.

Angeborene Schilddrüsenunterfunktion

Manche Kinder werden mit einer fehlerhafte entwickelten Schilddrüse geboren. Unter Umständen kann die Schilddrüse sogar ganz fehlen. Diese angeborenen Defekte sind zum Glück selten. Ein weiterer Grund für eine angeborene Schilddrüsenunterfunktion: Erhält die Mutter in der Schwangerschaft zu hoch dosierte Medikamente gegen eine Schilddrüsenüberfunktion, kann sich daraus beim Kind bereits im Mutterleib eine Schilddrüsenunterfunktion entwickeln.

Jodmangel

Um die Schilddrüsenhormone zu bilden, benötigt der Körper Jod. Dauerhafter starker Jodmangel kann dazu führen, dass sich daraus eine Unterfunktion der Schilddrüse entwickelt. Infos zur Jod-Versorgung findest du weiter unten bei den Tipps zur Ernährung.

Krankheiten und ärztliche Behandlungen als Ursache

In manchen Fällen kommt es auch vor, dass die Therapie einer Schilddrüsenüberfunktion zu stark anschlägt. Bestrahlungen oder Medikamente, die eine zu hohe Produktion von Schilddrüsenhormonen eindämmen sollen, können bei zu starker Wirkung über das Ziel hinausschießen. Dann entsteht aus der Überfunktion eine Unterfunktion. Auch wenn die Schilddrüse, zum Beispiel wegen eines Kropfes, teilweise entfernt werden muss, kann eine Unterfunktion die Folge sein.

Sekundäre und tertiäre Schilddrüsenunterfunktion

Auch wenn die Schilddrüse völlig normal funktioniert, kann eine Unterfunktion entstehen. Das kann der Fall sein, wenn übergeordnete Regelkreise gestört sind. Die Produktion der Schilddrüsenhormone wird von bestimmten Gehirnregionen gesteuert. Der Hypothalamus setzt das Hormon TRH frei, das die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) wiederum zur Produktion eines weiteren Hormons (TSH) anregt. Dieses fördert die Bildung von Schilddrüsenhormonen.

Von einer sekundären Schilddrüsenunterfunktion spricht man, wenn die TSH-Bildung in der Hypophyse gestört ist. Gründe können Tumore in der Hypophyse, Verletzungen der Hypophyse (zum Beispiel durch ein schweres Schädel-Hirn-Trauma nach einem Unfall) oder auch Bestrahlungen sein.

Noch seltener ist die tertiäre Schilddrüsenunterfunktion. Hier liegt die Ursache für die Schilddrüsenunterfunktion darin, dass der Hypothalamus zu wenig TRH bildet.

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Weitere mögliche Ursachen einer Schilddrüsenunterfunktion

Es gibt weitere, mögliche Ursachen, bei denen der genaue Zusammenhang zum Teil noch nicht vollständig medizinisch geklärt oder nicht umfassend belegt ist. Sie könnten jedoch zu einer Schilddrüsenunterfunktion beitragen. Darum kann es sich für dich lohnen, die folgenden Punkte mit deinem Hausarzt oder deiner Frauenärztin zu besprechen, falls du einen Zusammenhang mit deiner Schilddrüsenunterfunktion vermutest. Welche Maßnahmen du selbst dagegen ergreifen kannst, kannst du unten bei den Behandlungsmöglichkeiten nachlesen.

  • Chronischer Stress: Dauerhafter Stress führt dazu, dass Stresshormone wie Cortisol nicht abgebaut werden können. Dadurch könnte eine Unterfunktion der Schilddrüse begünstigt werden. Belegt ist der Zusammenhang zum Beispiel für posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS). Menschen können nach stark belastenden Ereignissen unter PTBS leiden (z. B. als Folge von Missbrauch, Krieg, Terror, Folter oder schweren Unfällen). Frauen mit PTBS entwickeln deutlich häufiger eine Schilddrüsenunterfunktion. Das zeigt eine aktuelle Studie (1). Das Risiko für Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto oder rheumatoide Arthritis steigt bei Menschen mit PTBS nachweislich an (2). Dahinter scheint ein Zusammenhang zwischen Stresshormonen, Schilddrüse und Immunsystem zu stecken, den Forscher gerade genauer untersuchen.
  • Ungleichgewicht der weiblichen Geschlechtshormone: Die Schilddrüsenunterfunktion betrifft häufiger Frauen als Männer. Ausschlaggebend dafür scheinen die weiblichen Geschlechtshormone zu sein, die eng mit den Schilddrüsenhormonen zusammenhängen. Zum einen wirkt sich die Schilddrüsenfunktion auf den weiblichen Zyklus, die Fruchtbarkeit und Schwangerschaft aus. Zum anderen beeinflussen die Geschlechtshormone wiederum die Schilddrüse. Ein Beispiel ist ein Mangel an Progesteron (Gelbkörperhormon). Oft geht dieser mit einer sogenannten Östrogendominanz einher. Das bedeutet, dass das Östrogen-Progesteron-Verhältnis deutlich in Richtung des Östrogens verschoben ist. Dadurch kann eine Hashimoto-Thyreoiditis entstehen (3), die sich in manchen Fällen bereits durch Behandlung des Progesteronmangels bessert.
  • Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS): Das PCO-Syndrom ist eine Störung im weiblichen Hormonhaushalt, die mit der Bildung von Eierstockzysten und einer Überproduktion männlicher Hormone einhergeht. Frauen mit PCOS haben auch deutlich häufiger eine Hashimoto-Thyreoiditis (4). Wie genau beide Faktoren einander beeinflussen, ist noch nicht sicher geklärt.
  • Vitamin- und Mineralstoffmangel: Für die Bildung der Schilddrüsenhormone sind bestimmte Nährstoffe notwendig. Vor allem Vitamin D, Selen und Zink sollten in ausreichender Menge vorliegen. Ein Mangel kann eine Schilddrüsenunterfunktion begünstigen oder die Behandlung erschweren.

Therapie mit L-Thyroxin (Substitutionstherapie)

Die Therapie bei einer Schilddrüsenunterfunktion wird standardmäßig durchgeführt, indem man die zu wenig gebildeten Schilddrüsenhormone ersetzt (substituiert). Für diese Substitutionstherapie wird L-Thyroxin (T4) verwendet. Dieses wird im Körper in das eigentlich wirksame Triiodthyronin (T3) umgewandelt.

Der Therapiebeginn ist dabei immer eine kritische Phase, denn jeder Mensch reagiert anders auf das L-Thyroxin und kleine Änderungen können Auswirkungen auf die Symptome der Unterfunktion und das Allgemeinbefinden haben. Meist tastet man sich über einige Wochen oder Monate an die optimale Dosis heran. Wer andere Medikamente einnimmt oder Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck oder Epilepsie hat, sollte mit dem Arzt seines Vertrauens das genaue Vorgehen durchsprechen. Denn hier muss besonders sorgfältig dosiert und regelmäßig kontrolliert werden.

Da sich bei manchen Patienten selbst kleinste Änderungen bemerkbar machen können, raten Ärzte meist davon ab, zwischen verschiedenen Herstellern des L-Thyroxin-Präparats zu wechseln. Der Grund: Die sogenannten Generika (Nachahmerpräparate) enthalten alle den exakt gleichen Wirkstoff in der exakt gleichen Dosierung. Allerdings können andere Herstellungsverfahren, Binde- und Füllstoffe dafür sorgen, dass der Wirkstoff unterschiedlich freigesetzt wird und die sogenannte Bioverfügbarkeit leicht verändert ist. Bei Medikamenten wie Kopfschmerztabletten spielen solche kleinen Unterschiede keine Rolle. Bei L-Thyroxin aber möglicherweise schon.

Wann ist eine Therapie einer Schilddrüsenunterfunktion notwendig?

Ob L-Thyroxin eingesetzt wird, hängt davon ab, wie ausgeprägt die Unterfunktion ist. Sinken die Schilddrüsenhormone ab, bildet die Hypophyse mehr TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon oder Thyreotropin), um die Hormonbildung anzuregen. Ein erhöhter TSH deutet also auf eine beginnende Unterfunktion hin, auch wenn die Werte der Schilddrüsenhormone noch normal sind und keine Symptome auftreten. Man spricht dann von einer latenten oder subklinischen Schilddrüsenunterfunktion.

Eine manifeste Schilddrüsenunterfunktion hingegen macht sich durch Symptome und veränderte Werte der Schilddrüsenhormone (T3, T4) bemerkbar.

Die aktuellen ärztlichen Leitlinien, also die Empfehlungen der erfahrensten medizinischen Experten auf diesem Gebiet, geben an, dass bei einer manifesten Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) immer eine Gabe von L-Thyroxin erfolgen sollte (5). Eine latente Hypothyreose hingegen muss oft noch nicht behandelt, jedoch regelmäßig kontrolliert werden. Der Arzt wird hier jedoch individuell entscheiden.

Subklinische Schilddrüsenunterfunktion behandeln?

Bei sehr hohem TSH (mehr als 10 mU/L), bei Vorliegen eines Kropfes (Struma) oder anderen Besonderheiten kann die Behandlung einer subklinischen Schilddrüsenunterfunktion durchaus sinnvoll sein. Auch wenn bei bestehendem Kinderwunsch eine Schwangerschaft auf sich warten lässt, kann die Behandlung einer subklinischen Unterfunktion als Mittel zur Steigerung der Fruchtbarkeit ausprobiert werden.

In jedem Fall gilt: Der TSH sollte mindestens noch einmal mit etwas Abstand nachgemessen werden, bevor eine Therapie begonnen wird, denn der Wert schwankt stark. Denn Experten berichten, dass es immer wieder vorkommt, dass L-Thyroxin in Fällen eingesetzt wird, bei denen es gar nicht nötig war. Auf der anderen Seite ist eine Schilddrüsenunterfunktion mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden. Gerade bei jungen Menschen und einem TSH über 10 mU/L raten deshalb manche Ärzte generell zur Behandlung.

Kann oder sollte man zusätzlich zu T4 (L-Thyroxin) auch T3 substituieren?

Nicht bei jedem Patienten schlägt die Substitution mit L-Thyroxin (T4) so an, wie man sich das erhofft. Das ist schon lange bekannt und wird in Ärztekreisen seit einigen Jahren häufig diskutiert. Offensichtlich ist bei einigen Menschen eine zusätzliche Gabe von Trijodthyronin (T3) nötig, damit sie sich wohl fühlen und symptomfrei sind.

Der Körper kann zwar aus T4 selbst T3 bilden, das ist jedoch nicht bei allen Patienten gleichermaßen gut möglich. Darauf weist eine Studie von Berliner Forschern hin, die das Enzym Dejodinase Typ 1 untersuchten (6). Dieses Enzym beschleunigt die Umwandlung von T4 in T3. Bei etwa jedem sechsten untersuchten Patienten (16 Prozent der Studienteilnehmer) lag eine veränderte Variante der Dejodinase Typ 1 vor. Und genau diese Menschen fühlten sich deutlich besser, wenn sie statt T4 eine Kombination aus T4 und T3 bekamen. Von Experten wird eine solche Behandlung aber nur empfohlen, wenn bei ausschließlicher T4-Therapie die Lebensqualität weiterhin maßgeblich eingeschränkt ist.

Solltest du dich trotz Einnahme eines L-Thyroxin-Präparates und normalen Schilddrüsenwerten schlecht fühlen, unter zunehmendem Übergewicht oder Depressionen leiden, Haarausfall haben oder morgens kaum aus dem Bett kommen: Sprich deinen Arzt darauf an, ob bei dir diese Möglichkeit sinnvoll sein könnte. Eine andere mögliche Alternative ist die Einnahme von natürlichen Schilddrüsenextrakten.

Schilddrüsenextrakte zur Behandlung bei Hashimoto und Schilddrüsenunterfunktion

Von manchen Medizinern und Betroffenen wird empfohlen, einen getrockneten Schilddrüsenextrakt (meist vom Schwein) als Therapeutikum bei Schilddrüsenunterfunktion einzusetzen. Der Grund: Dieser Schilddrüsenextrakt enthält nicht nur T4, sondern eine Mischung aller natürlich vorkommenden Schilddrüsenhormone und Vorstufen.

In einer Studie (7) mit 70 Patienten wurde gezeigt, dass der Schilddrüsenextrakt gleich gut wirkte wie L-Thyroxin. Fast die Hälfte der Patienten fühlte sich jedoch mit dem Extrakt subjektiv besser. Nur 19 Prozent ging es mit L-Thyroxin besser. Der Rest (rund ein Drittel) bemerkte keinen Unterschied.

Allerdings sind die Extrakte weniger einfach dosierbar. Die Einstellung auf die korrekte Dosierung ist deshalb schwierig und sollte sehr engmaschig ärztlich kontrolliert werden. Die Präparate werden zudem von den Krankenkassen nur im Ausnahmefall bezahlt.

Für wen ist natürlicher Schilddrüsenextrakt eine Alternative?

Wer synthetisches L-Thyroxin nicht verträgt, für den ist der tierische Schilddrüsenextrakt eine gute Alternative. Auch wer, wie oben schon beschrieben, unter L-Thyroxin nicht symptomfrei ist, für den könnte diese Möglichkeit geeignet sein. Das gilt zum Beispiel für Menschen, die trotz gut eingestellter T4-Therapie weiterhin an Gewicht zunehmen oder Depressionen, Haarausfall oder eine niedrige Körpertemperatur haben. Wenn du daran Interesse hast, solltest du dich am besten nach einem Facharzt erkundigen, der Erfahrung mit dem Einsatz dieser Präparate hat. Gute Anlaufstellen für Informationen sind auch Foren, Facebook-Gruppen und Selbsthilfegruppen, wo Betroffene ihre Erfahrungen austauschen können.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten bei Hashimoto und Schilddrüsenunterfunktion

In seltenen Fällen reicht eine Substitution der Schilddrüsenhormone nicht aus. Das kann der Fall sein, wenn eine Hashimoto-Erkrankung mit einer Vergrößerung der Schilddrüse einhergeht. Dann kann bei manchen Patienten eine operative Entfernung der Schilddrüse notwendig werden. So lässt sich auch vermeiden, dass der Autoimmunprozess sich auf andere Organe ausweitet, was in Einzelfällen vorkommen kann. Auch bei vollständig fehlender Schilddrüse lassen sich die Hormone durch eine Substitutionstherapie ersetzen.

Je nach Verlauf der Schilddrüsenunterfunktion können während der Therapie auch andere Medikamente zum Einsatz kommen. Dazu gehört zum Beispiel hochdosiertes Kortison, das Ärzte zum Beispiel einsetzen, wenn bei Hashimoto das Gehirn mit betroffen ist (Hashimoto-Enzephalopathie).

Tipps: Das kannst du selbst bei Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto tun

Wenn bei dir Hashimoto oder eine andere Art der Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert wurde, solltest du zunächst die schulmedizinische Behandlung in Angriff nehmen. Sind die Dosierung des Medikaments und deine Schilddrüsenwerte gut eingestellt, verschwinden die Symptome meist vollständig und das Allgemeinbefinden steigt. Falls nicht, lies dir oben die Informationen zur Behandlung mit T3 oder Schilddrüsenextrakten durch.

Hast du damit die wichtige Basis der Behandlung geschaffen, kannst du begleitend noch einiges tun. So lässt sich die Therapie unterstützen, die Lebensqualität erhöhen und unter Umständen ein Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen.

Unterstützung durch richtige Ernährung

Es gibt unzählige Webseiten und Bücher über die Ernährung bei Hashimoto und Schilddrüsenunterfunktion. Einige der wichtigsten Punkte findest du hier aufgelistet. Wenn du denkst, dass sie auf dich zutreffen, dann solltest du dich zu diesem Punkt näher informieren, zum Beispiel in unseren Buchtipps (siehe unten).

  • Vorsicht bei Jod: Die Zufuhr von Jod sollte bei Hashimoto gemieden werden, kann bei anderen Formen der Unterfunktion jedoch wichtig sein. Sprich im Zweifelsfall deshalb mit deinem Arzt. Jodreiche Lebensmittel sind zum Beispiel Algen, Meeresfisch, Meeresfrüchte, jodiertes Speisesalz und unter Umständen auch Milch, Milchprodukte und Eier (wenn die Tiere jodreiches Futter erhalten haben). Da vor allem Meeresfisch und Meeresfrüchte eher bedenkliche Lebensmittel sind (Schadstoffbelastung und Überfischung der Meere) und auch konventionelle Milch und Eier zurückhaltend konsumiert werden sollten, kann eine Jod-Versorgung durchaus über Nahrungsergänzung erfolgen. Hier ein sehr gutes Naturprodukt: Bio Kelp Extrakt (Natürliches Jod) - 365 Tabletten mit je 150µg Jod aus Bio-Braunalgen - Ohne unerwünschte Zusätze - Hochdosiert, vegan und hergestellt in Deutschland*
  • Ausreichend Zufuhr von Selen und Zink: Selen und Zink sind notwendig, damit der Körper aus der Vorstufe T4 das wirksame Hormon T3 bilden kann. Es gibt dazu zwar noch keine offiziellen ärztlichen Empfehlungen, dennoch raten viele Experten vor allem bei Hashimoto zu einer zusätzlichen Versorgung mit Selen und Zink. Dies kann in Form von Nahrungsergänzungsmitteln erfolgen. Oder du wählst entsprechende Lebensmittel. Hoher Gehalt an Selen: Paranüsse, verschiedene Kohlsorten, Zwiebeln, Pilze, Hülsenfrüchte, Fleischprodukte und Eier. Allerdings sind die Böden in Europa relativ selenarm, so dass hier angebaute Pflanzen vergleichsweise wenig Selen enthalten. Reich an Zink sind: Hülsenfrüchte, Käse, Nüsse, Vollkorngetreide, Fleisch und Leber.
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  • Vitamin D: Menschen mit Hashimoto haben oft auch einen erniedrigten Vitamin-D-Spiegel. Forscher sind sich bisher nicht einig, welche Bedeutung das hat. Es gibt keine klaren medizinischen Hinweise darauf, dass der Vitamin-D-Mangel die Schilddrüsenunterfunktion auslöst. Er könnte auch eine Folge der Schilddrüsenerkrankung sein. Es ist jedoch empfehlenswert, den Spiegel an Vitamin D bestimmen zu lassen und einen Mangel bei Bedarf auszugleichen. Das gilt speziell in den Wintermonaten, wenn keine UV-induzierte Vitamin-D-Bildung in der Haut möglich ist.
  • Antioxidantien entgiften freie Radikale: Es gibt Hinweise, dass oxidativer Stress sich negativ auf die Schilddrüse auswirkt. Oxidativer Stress wird durch freie Radikale im menschlichen Körper ausgelöst. Diese entstehen unter anderem durch Stress, Gifte ( Rauchen, Alkohol, Umweltgifte), UV-Strahlung und ungesunde Ernährung. Antioxidantien fangen diese freien Radikale ab und entgiften sie. Zu den Antioxidantien gehören Vitamin C, Vitamin E, viele Pflanzenfarbstoffe sowie Selen und Zink. Besonders reich an Antioxidantien sind farbige Früchte und Gemüse, Beeren, Tomaten, Paprika, Spinat, Brokkoli, Knoblauch, Zitrusfrüchte, Kaffee und Öle (Weizenkeimöl, Leinöl).
  • Gluten: Eine Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) kann in manchen Fällen mit einer Schilddrüsenentzündung einhergehen. Hast du Hashimoto und zusätzlich Verdauungsprobleme, Blähungen, Durchfall oder ähnliche Beschwerden, dann kann ein Test auf eine Glutenunverträglichkeit sinnvoll sein. Manche Alternativmediziner empfehlen auch generell, bei einer Schilddrüsenunterfunktion auf Gluten zu verzichten. Das musst du für dich selbst entscheiden oder ausprobieren, ob es dir gut tut. In Studien konnte allerdings kein positiver Effekt eines Glutenverzichts nachgewiesen werden.
  • Einnahme von L-Tyrosin, weil es an der Bildung zahlreicher Hormone und Botenstoffe beteiligt ist. In der Schilddrüse wird L-Tyrosin in die Schilddrüsenhormone L-Thyroxin (T4) und L-Triiodthyronin (T3) umgewandelt.
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Mikronährstoffe für die Schilddrüse

Nicht nur Jod ist für eine normale Schilddrüsenfunktion von Bedeutung, sondern wie schon erwähnt zahlreiche andere Mikronährstoffe, wie beispielsweise Magnesium, Selen, Zink, Eisen, Folsäure, Vitamin B12 und Vitamin D. Leere Mikronährstoff-Speicher können die Schilddrüsenfunktion negativ beeinflussen. Daher ist anzuraten, einen Mikronährstoff-Status durchführen zu lassen und wenn Mängel nachgewiesen werden, diese mittels geeigneter Präparate gezielt aufzufüllen. Dazu ist es wichtig, einen Spezialisten aufzusuchen, der dich durch eine solche Therapie begleitet. Wenn du wissen möchtest, wie so etwas abläuft, kannst du dir das folgende Interview mit dem Orthomolekularmediziner Dr. Arno Sommeregger ansehen, bei dem wir selbst eine solche Mikronährstofftherapie gemacht haben (insgesamt 5 Teile):

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Interview mit Dr. Ruediger Dahlke

In diesem Interview-Ausschnitt spricht der naturheilkundlich arbeitende Arzt und Psychotherapeut Ruediger Dahlke über die Funktion der Schilddrüse und was man tun kann, um Schilddrüsenprobleme wie z. B. Hashimoto-Thyreoiditis in den Griff zu bekommen. Das geht einerseits auf der Ebene der Ernährung und andererseits über die seelische Ebene. Dahlke erklärt die Themen, die eine Schilddrüsenerkrankung mir zeigen möchte - im Sinne von Krankheit als Symbol.

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Abnehmen bei Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion ist der gesamte Stoffwechsel verlangsamt. Dadurch sinkt der Grundumsatz. Deshalb nehmen Menschen mit einer Unterfunktion der Schilddrüse oft zu, selbst wenn sie gleich viel oder sogar weniger essen als ein Mensch mit Normalgewicht. Zudem fühlt man sich bei einer Schilddrüsenunterfunktion oft müde und schlapp. Das kann dazu führen, dass der Appetit auf Süßes steigt, da Zucker kurzfristig für Energie sorgt. Allerdings führt zu viel Zucker nicht nur zu einer weiteren Gewichtszunahme, sondern wirkt sich längerfristig auch negativ auf die Schilddrüsenerkrankung aus.

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Das Gute: Ist deine Erkrankung mit einer Substitutionstherapie erst einmal optimal eingestellt, wird dir das Abnehmen automatisch leichter fallen. Wenn du zusätzlich auf viel Bewegung und eine ausgewogene, nicht zu kalorienreiche Ernährung achtest, sind Radikalkuren normalerweise nicht nötig.

Sport und Bewegung

Mit einer unbehandelten Schilddrüsenunterfunktion sinkt der Energielevel. Sport und Bewegung fallen oft schwer. Wird deine Erkrankung behandelt, sieht das wieder anders aus. Überfordern solltest du dich nicht, aber so bald wie möglich wieder mehr Bewegung und Sport in den Alltag integrieren. So regst du dein Immunsystem an. Zudem kann ausreichende Bewegung sogar entzündliche Prozesse im Körper hemmen.

Entspannung und Stressabbau

Wie bereits erwähnt kann chronischer Stress eine Schilddrüsenunterfunktion verschlimmern. Umgekehrt sind Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen aufgrund des Hormonungleichgewichts aber häufig auch besonders anfällig für Stress. Wichtig sind darum ausreichende Zeiten der Entspannung und ausreichender Schlaf. Zu den Themen Achtsamkeit, Gelassenheit und Entspannung geben wir dir viele Tipps in weiteren Artikeln hier in unserem Portal. Dort findest du sicher zahlreiche gute Ideen, wie du für mehr innere Ruhe und bewusste Auszeiten sorgen kannst.

Leidest du unter stressbedingten Erkrankungen, Depressionen, PTBS oder psychischen Erkrankungen, solltest du diese möglichst behandeln lassen. Denn solche Erkrankungen können zur Entstehung einer Schilddrüsenunterfunktion beitragen.

Frauen mit Kinderwunsch und die Schilddrüse

Frauen mit Kinderwunsch sollten beachten, dass eine optimale Schilddrüsenfunktion hier besonders wichtig ist. Versuchst du schon länger schwanger zu werden, dann wird dein Arzt dir vermutlich früher oder später vorschlagen, die Schilddrüsenwerte zu bestimmen. Oft wird dann auch bei einer subklinischen Unterfunktion schon behandelt.

Wenn du Fragen oder eigene Tipps zum Thema Hashimoto oder Hypothyreose hast, kannst du dich gerne in unserem Forum darüber austauschen.

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Quellenangaben

  1. Jung SJ et al. Posttraumatic stress disorder and incidence of thyroid dysfunction in women. Psychol Med. 2018 Nov 29:1-10. doi: 10.1017/S0033291718003495. [Epub ahead of print]
  2. O’Donovan A et al. Elevated risk for autoimmune disorders in iraq and afghanistan veterans with posttraumatic stress disorder. Biol Psychiatry. 2015 Feb 15;77(4):365-74.
  3. Schulte-Uebbing C. Hashimoto Thyreoiditis, Östrogen-Dominanz und Progesteron-Mangel. Zaenmagazin Ausgabe 06/2012.
  4. Gaberšček S et al. Mechanisms in endocrinology: thyroid and polycystic ovary syndrome. Eur J Endocrinol. 2015 Jan;172(1):R9-21.
  5. DEGAM-Leitlinie: Erhöhter TSH-Wert in der Hausarztpraxis. S2k-Leitlinie AWMF-Register-Nr. 053-046; Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e.V.
  6. Hypothyreose: Manche Patienten brauchen außer T4 auch T3. Ärzte Zeitung online, 09.08.2010.
  7. Hoang TD et al. Desiccated thyroid extract compared with levothyroxine in the treatment of hypothyroidism: a randomized, double-blind, crossover study. J Clin Endocrinol Metab. 2013 May;98(5):1982-90.
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  • Eine attraktive Frau hält ihre Hände am Hals: Syda Productions | Shutterstock.com

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