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Therapie-Ort Garten: Wie die Natur Körper und Seele heilt

von Team GKS

Mit einfachen Methoden wieder in seine Mitte finden – im Grün des Gartens gelingt es. In diesem Artikel erfährst du mehr über die heilsame Wirkung des eigenen Gartens und die verschiedenen Gartenformen, wie den Zen Garten, Bauerngarten oder dem Gärtnern auf dem Balkon.

Es muss kein riesiges Stück Land sein, auf dem man die Fähigkeiten seines grünen Daumens testet. Ein kleiner Vorgarten, ein Balkon, ja in der Großstadt sogar das bepflanzte Stückchen Erde um einen großen Baum sind ausreichend, um sich mit der Kraft der Natur verbinden zu können. Wichtig ist, dass man es bewusst tut. Denn Blumen und andere Pflanzen sind heilsam für Körper und Seele.

Warum tut der Garten so gut?

Der Mensch ist ein Teil der Natur, doch in seinem Alltag ist er völlig von ihr entfremdet. Das ist einer der Gründe für die steigende Zahl von Burn-Out-Erkrankungen. Anstatt in einem natürlichen Wechsel von Anstrengung und Entspannung zu leben, befinden wir uns durch unseren beruflichen Alltag in einem Zustand der Extreme. Wir überbelasten uns, haben aber keinen echten Ausgleich. Im Garten hingegen können wir säen und ernten, kommen zur Ruhe und können unser Umfeld bewusst gestalten und genießen. Das beginnt schon dort, wo wir auf dem Balkon unsere eigenen Tomaten ziehen oder auf der Fensterbank unsere Lieblingskräuter in schönen Töpfen kultivieren.

In der Natur Geduld lernen

Eine der vielen positiven Eigenschaften eines Gartens ist, dass man in ihm Geduld lernen kann. Denn das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht! Die Prozesse in der Natur bedürfen ihrer Zeit, wodurch wir lernen können, auch anderen Dingen ihre Zeit zu lassen. Das bringt gerade nervöse Menschen innerlich zur Ruhe.

Sich körperlich betätigen

In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist, das wusste schon der alte Dichter Juvenal. Und ein Garten erfordert in jedem Fall körperliche Betätigung, auch wenn es nur ein wenig ist. Das Umtopfen neu gekaufter Pflanzen in größere Töpfe, das Zerkrümeln der Erde, das Ausgeizen der Tomatentriebe, immer setzt man seinen Körper ein, wenn man den Garten gestaltet. Das kann sogar ziemlich herausfordernd sein, wenn man Unkraut jätet oder alte Blätter zusammen recht. Der Unterschied zum Besuch im Fitnessstudio: Es wird nicht nur der Körper trainiert, sondern die Tätigkeit hat einen Sinn. Man sieht danach direkt, dass man etwas getan hat.

Pflanzen brauchen uns

Auf der Arbeit erleben wir uns selbst als austauschbar. Unsere Pflanzen hingegen brauchen uns und unsere Hege und Pflege. Wenn wir sie richtig behandeln, danken sie es uns mit reicher Blüte und Ernte. Das ist mehr wert als ein schnödes Lob vom Vorgesetzten, das meist ohnehin viel zu selten ausgesprochen wird. Draußen sind wir nützlich und werden gebraucht.

Das Können steht im Vordergrund

Im Garten steht unser Können im Vordergrund, nicht das, was wir eventuell falsch machen. Hier arbeiten wir mit den Naturelementen Wasser und Erde, was uns mit unserer ursprünglichen Natur verbindet. Im Freien zu sein hellt die Stimmung auf, die Sonne regt die Bildung von Vitamin D an. Die frische Luft und die Wahrnehmung der Temperatur animieren unsere Sinne. Die körperliche Anstrengung regt den Kreislauf an und stärkt das Herz.

Wie legt man einen heilsamen Garten an?

Wer das Glück hat, ein Stück Garten sein eigen zu nennen, hat alle Möglichkeiten, ihn nach Wunsch zu gestalten. Es gibt jedoch auch die Chance, sich einem der städtischen Gemeinschaftsgärten anzuschließen, bei denen man auf einem Stück Beet sein eigenes Gemüse anbauen kann.

Bei der Planung eines Gartens sind viele Aspekte zu berücksichtigen. Wie ist der Garten ausgerichtet, was die Himmelsrichtungen betrifft? Liegt er beispielsweise an der Nordseite und wird vom Haus beschattet, wirst du mit sonnenhungrigen Pflanzen nur wenig Glück haben. Auch die Frage der Bewässerung muss geklärt werden, damit du nicht mit einer Gießkanne immer wieder zum anderen Ende des Gartens laufen musst. Naja, zum Glück gibt es ja auch Gartenschläuche.

Der neue große Gartenplaner: Planen, entwerfen, kalkulieren
  • 432 Seiten - 27.03.2015 (Veröffentlichungsdatum) - Verlag Eugen Ulmer (Herausgeber)

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So sieht ein beruhigender Garten aus: Der Zen Garten

Es gibt viele Gartenkonzepte, und vielleicht hast du dich mit dem Grün hinter deinem Haus bisher noch nicht intensiv beschäftigt. Um von den positiven Wirkungen der Natur profitieren zu können, solltest du dein Fleckchen Erde bewusst gestalten. Für einen beruhigenden Eindruck sind klare Gartenkonzepte am besten geeignet. Das ist zum Beispiel ein Zen-Garten. Dieser ist sehr minimalistisch und braucht nur wenig Pflege. Vorherrschend sind die Elemente Wasser und Stein. Wenn du einen Rasen hast, wird er akkurat getrimmt. Und auch sonst herrschen einheitliche, ruhige Flächen vor. In den buddhistischen Klöstern wird ein solcher Garten zur Meditation benutzt. Auch auf dich wird der Aufenthalt in ihm eine erstaunliche Wirkung haben.

Ein japanischer Zen Garten mit einem Stein, Sand oder Kies und angedeuteten Wellen

Der Ursprung der Zen Gärten

Zen Gärten kommen ursprünglich aus Japan. „Kare-san-sui“ bedeutet „trockene Landschaft“ und ist ein Steingarten oder Trockenlandschaft, die mit Sand, Kies, Steinen oder größeren Felsen gestaltet wird. Hier kommen keine Pflanzen zum Einsatz, lediglich Moos darf verwendet werden. Wasser wird symbolisch durch Wellenstrukturen in den Sandflächen angedeutet. Zen Gärten sind im Zen Buddhismus ein wirkungsvolles Mittel für Achtsamkeitsübungen und Meditation.

Zen-Gärten: Philosophie Inspiration Meditation
  • 144 Seiten - 08.06.2018 (Veröffentlichungsdatum) - BLV, ein Imprint von GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH (Herausgeber)

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Der Bauerngarten

Ein klassischer Bauerngarten beruht auf einer sinnvollen Aufteilung in Nutz- und Zierflächen. Die Anlage lohnt sich, wenn dein Grundstück etwas größer ist. Lege dann gerade Wege an, denen der Blick ruhig folgen kann. Ziehe akkurate Beete, pflanze passende Gewächse in Gruppen und bevorzuge bei der Pflanzung die beruhigenden Farben Blau und Gelb. Achte jedoch darauf, dich mit deinem Vorhaben nicht zu überfordern. Für den Anfang genügt ein Gemüsebeet. Gib Kies auf deine Wege und spare dir so einiges an Pflege. Das Harken der Wege wird eine willkommene Entspannung sein.

Mein Bauerngarten: Geschichte | Brauchtum | Praxis
  • 160 Seiten - 01.07.2012 (Veröffentlichungsdatum) - BLV, ein Imprint von GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH (Herausgeber)

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Gärtnern auf dem Balkon

Auch auf dem kleinsten Balkon lässt sich großes Gärtnerglück erfahren. Wenn der Boden nicht genügend Fläche aufweist, dann bring einfach Halterungen für Töpfe an den Wänden an oder lasse Ampeln von der Decke hängen. Hier kannst du Tomaten, Chili und Gurken ziehen und leckere Kräuter für deine Küche züchten. Achte darauf, in welche Himmelsrichtung dein Balkon gelegen ist und pflanze die passenden Gewächse. Sogar einen Miniteich in einem Fass kannst du dir hier anlegen und eine hübsche Seerose wachsen lassen.

Du siehst, es ist ganz einfach, die Kraft der Natur in dein Leben zu bringen und ihre heilsame Wirkung genießen zu können. Und selbst wenn du mit ein paar Töpfen auf der Fensterbank beginnst, wirst du eine überraschende Veränderung erfahren. Probier es einfach einmal aus!

Selbstversorger-Balkon: Das Monat-für-Monat-Konzept
  • 144 Seiten - 10.02.2017 (Veröffentlichungsdatum) - BLV, ein Imprint von GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH (Herausgeber)

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Bildquellen

  • Ein japanischer Zengarten: Dirk Ercken | Shutterstock.com
  • Gesundheit im eigenen Garten: Romolo Tavani | Shutterstock.com