Pflanzen, Medizin und Tabletten auf einem Schöpfer als Symbol für Vitalstoffe

Die wichtigsten Vitalstoffe zur Unterstützung des Immunsystems

in Ernährung von Team GKS

Artikel aktualisiert am 13.04.2019

Mit der richtigen Ernährung und entsprechenden Vitalstoffen können wir unser Immunsystem proaktiv unterstützen. Eine zentrale Rolle für die körpereigenen Abwehrkräfte spielt unsere Darmflora, deren Zustand wir mit unserer Nahrung maßgeblich beeinflussen können.

Gastbeitrag von Dr. Edmund Schmidt

Zahlreiche Vitalstoffe (Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente) sorgen für die Funktion der Immunzellen und für die Neutralisierung angreifender Fremdstoffe. Nur wenn die Darmflora intakt ist, können die Vitalstoffe ausreichend vom Organismus aufgenommen werden. Daher ist es wichtig, die Zusammenhänge zu verstehen, um die eigene Gesundheit zu fördern. Ein gutes Immunsystem ist die Voraussetzung für unsere Gesundheit und eine gute Leistungsfähigkeit.

Die wichtigsten Funktionen unseres Immunsystems

Unser ganzes Leben lang bewegen wir uns in einer Umwelt, die vielfältige Aggressoren für unsere Gesundheit bereithält. Bakterien, Pilze und Viren kommen überall vor und nutzen unseren Körper, um sich zu vermehren und zu gedeihen. Der menschliche Organismus wird von fremden Krankheitserregern angegriffen, kann Schaden nehmen und im Extremfall auch zu Grunde gehen. Davor schützt uns das körpereigene Immunsystem, welches auf unterschiedlichen Wegen funktioniert:

Unspezifische Immunreaktionen

Auf der einen Seite gibt es Abwehrzellen, die direkt die Eindringlinge attackieren und zerstören. Diese Art der Immunreaktion ist sehr schnell, jedoch unspezifisch und daher nicht ausreichend gegen hochspezialisierte Erreger.

Spezifische Immunreaktionen

Auf der anderen Seite gibt es ein hochspezifisches, allerdings langsameres Abwehrsystem, welches jeden Erreger eliminieren kann. Bei diesem Weg der Immunabwehr nehmen bestimmte Zellen des Immunsystems Kontakt mit dem Erreger auf und geben die Information über ihn an die nahe gelegenen Lymphknoten weiter. Dort werden dann ganz spezielle Antikörper gegen den Eindringling gebildet und zudem entstehen Gedächtniszellen. Durch diese ist der Organismus in der Lage, den Erreger bei einem neuerlichen Kontakt schnell mit hochspezialisierten Antikörpern zu bekämpfen. Diese Immunfunktion erklärt auch die Wirkung einer Impfung, bei der im Wesentlichen Gedächtniszellen ausgebildet werden, ohne dass zuvor der Körper mit einem Erreger infiziert wurde.

Abwehr freier Radikale

Die Abwehr freier Radikale ist ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil des Immunsystems. Freie Radikale sind chemische Strukturen, denen ein Elektron verloren gegangen ist, daher wurden sie zum sogenannten Radikal. Durch das fehlende Elektron ist in der Struktur die Harmonie verloren gegangen. Im Bestreben diese wiederherzustellen, holen sich freie Radikale Elektronen aus den Körperzellwandbestandteilen oder gar aus Strukturen unserer Erbmasse (DNA). Durch diesen Elektronenraub werden unsere Körperzellen geschädigt, zerstört oder unsere Erbsubstanz verändert, was wiederum zu Mutationen und Krebs führen kann. Um den Körper gesund zu halten, muss ein intaktes Immunsystem die überschüssigen freien Radikale (Oxidantien) abfangen und eliminieren. Oxidantien sind jedoch auch wichtig zur Abwehr von Krankheitserregern, denn sie greifen auch Bakterien, Viren und Pilze an und unterstützen daher indirekt das Immunsystem.

Jeden Tag finden im menschlichen Organismus etwa 1017 Radikalenangriffe statt, so dass dies eine große Herausforderung für unseren Körper darstellt. Um diese Aufgabe bewältigen zu können, benötigt unser Körper ein Gleichgewicht zwischen Oxidantien und Antioxidantien. Freie Radikale können schnell und direkt durch wasserlösliche und fettlösliche Vitalstoffe attackiert werden. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von enzymatischen Antioxidans-Systemen, die nicht nur freie Radikale eliminieren, sondern auch die eben erwähnten antioxidativen Vitalstoffe regenerieren können.

Veränderungen der Nahrungsqualität

Viele Krankheiten basieren auf einem unzureichend funktionierenden Immunsystem. Folgerichtig ist es ein zentrales Anliegen einer modernen Medizin, die Funktion des Immunsystems zu optimieren. Unser Immunsystem ist jedoch nur in der Lage optimal zu funktionieren, wenn die Ernährung entsprechend gesund ist. Sämtliche Zellfunktionen des Immunsystems sind abhängig von Vitalstoffen, die unser Körper nur in sehr geringem Maß oder gar nicht selber bilden kann. Auch die Bildung oder Bereitstellung von Antioxidantien ist abhängig von der Vitalstoffzufuhr.

Der ideale Weg, um sein Immunsystem zu unterstützen, ist also, die Ernährung den Erfordernissen anzupassen und wenn nötig qualitativ hochwertige Nahrungsergänzungsmittel zu substituieren, da eine moderne Ernährung leider geprägt ist von erheblichen Vitalstoffmängeln.

Vergleicht man unsere heutige Ernährung mit der unserer Urahnen so zeigt sich Folgendes:

Nahrung früher

  • Sie war sehr vielseitig, mit vielen Früchten, Nüssen, Wurzeln und Samen.
  • Es gab kaum Getreideprodukte, viel weniger Fleisch und keine Milch.
  • Der Anteil an Proteinen, Stärke, Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen war hoch, der Fettgehalt war gering.
  • Es gab kein Salz.
  • Zucker fand sich nur in natürlicher Form.
  • Die Gesamtkalorienmenge war viel geringer.

Fleischqualität früher:

  • Fleisch enthielt früher viel Protein und wenig Fett (4%), da früher hauptsächlich Wildfleisch verzehrt wurde.
  • Es enthielt die 5-fache Menge an wertvollen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wie zum Beispiel die Omega-3-Fettsäuren.
  • Die Fett- und Proteinverteilung war ideal für den menschlichen Organismus.

Nahrung heute

  • Diese ist in der Regel einseitig und besteht oft aus industriell behandelten Nahrungsmitteln und Getreideprodukten.
  • Daraus resultiert ein niedriger Anteil an Vitalstoffen, viel Zucker, viel Fett, kaum Ballaststoffe, hohe Kaloriendichte, viel Natrium und wenig Kalzium.
  • Die Verarbeitung unserer modernen Nahrung führt zu erheblichen Verlusten an überlebenswichtigen Vitalstoffen für das Immunsystem.

Fleischqualität heute:

  • Es enthält viel Fett (> 30 %), da hauptsächlich domestizierte Tiere verzehrt werden.
  • Dieses Fett besteht im Wesentlichen aus den gesundheitsschädlichen Transfettsäuren, die das Immunsystem wegen ihrer entzündungsfördernden Wirkung stark belasten.
  • Die Fett- und Proteinverteilung ist ungünstig, daraus resultiert ein hohes potentielles Risiko für eine Blutgefäßverkalkung.

Die industrielle Verarbeitung moderner Nahrungsmittel sieht wie folgt aus:

  • Pasteurisierung
  • Sterilisierung
  • Wiederholtes Waschen
  • Schälen
  • Kochen
  • Bestrahlung
  • Raffination
  • Gentechnische Veränderung
  • Ausmahlen

Abgesehen von der industriellen Verarbeitung der Lebensmittel, sind auch die modernen landwirtschaftlichen Methoden der Lebensmittelproduktion mitverantwortlich für den Rückgang der Vitalstoffdichte unserer Nahrung. Der großflächige Einsatz von Chemikalien in der Landwirtschaft hat schwerwiegende Folgen für die Böden und wirkt sich so natürlich auf die Inhaltsstoffe unserer Lebensmittel aus.

Dies bedeutet für die Vitalstoffe folgende Verluste in der Aufnahme[1]:

Obst/GemüseNährstoff Gehalt in mg/100 g198519962002Verlust 1985 - 1996Verlust 1985 - 2002
BrokkoliKalzium

Folsäure

Magnesium

103

47

24

33

23

18

28

18

11

Minus 68%

Minus 52%

Minus 25%

Minus 73%

Minus 63%

Minus 55%

BohnenKalzium

Folsäure

Magnesium

Vitamin B6

56

39

26

140

34

34

22

55

22

30

18

32

Minus 38%

Minus 12%

Minus 15%

Minus 61%

Minus 60%

Minus 25%

Minus 31%

Minus 77%

KartoffelnKalzium

Magnesium

Vitamin C

14

27

20

4

18

25

3

14

kein Wert

Minus 70%

Minus 33%

Plus 25%

Minus 79%

Minus 49%

kein Wert

MöhrenKalzium

Magnesium

37

21

31

9

28

6

Minus 17%

Minus 57%

Minus 26%

Minus 71%

SpinatMagnesium

Vitamin B6

Vitamin C

62

200

51

19

82

21

15

18

kein Wert

Minus 68%

Minus 59%

Minus 58%

Minus 75%

Minus 91%

kein Wert

ApfelVitamin C512Minus 80%Minus 60%
BananeKalzium

Folsäure

Magnesium

Vitamin B6

Kalium

8

23

31

330

420

7

3

27

22

327

7

5

24

18

kein Wert

 

Minus 12%

Minus 84%

Minus 13%

Minus 92%

Minus 24%

 

Minus 12%

Minus 78%

Minus 23%

Minus 95%

kein Wert

ErdbeereKalzium

Magnesium

Vitamin C

21

12

60

18

13

13

12

8

kein Wert

Minus 9%

Plus 8%

kein Wert

Minus 43%

kein Wert

kein Wert

Alle oben erwähnten Maßnahmen dienen dem Zweck, die Haltbarkeit der Nahrungsmittel zu erhöhen bzw. durch den Einsatz von Chemikalien in der Landwirtschaft den Ertrag zu steigern. Die Vitalstoffverluste werden dabei billigend in Kauf genommen. Derartig vitalstoffarme Nahrungsmittel unterstützen unser Immunsystem nicht, sondern belasten es zusätzlich. Denn sowohl die industriellen Veränderungen als auch die Rückstände von Landwirtschaftsgiften fördern Fehlfunktionen des Immunsystems. Mit gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln muss sich das Immunsystem besonders auseinander setzen.

Vitalstoffe sind die Basis für unsere antioxidativen Systeme, die hochgradig empfindlich sind. Jeden Tag gehen durch Lagerung zwischen 20 und 40 % der enthaltenden Vitalstoffe verloren, da sie als Antioxidans für das jeweilige Lebensmittel verbraucht werden. Man kann sich leicht ausrechnen wie wenig Vitalstoffe z.B. in einem Apfel noch vorhanden sind, der 14 Tage oder länger gelagert wurde, ganz zu schweigen von Waren aus der Vorsaison.

Obwohl bekannt ist, dass unser Immunsystem auf frische Nahrung mit ausreichend Vitalstoffen angewiesen ist, enthält die moderne Ernährung zumeist zu wenig Vitalstoffe und belastet oft das Immunsystem. Auf der Grundlage eines schlecht funktionierenden Immunsystems kann eine Vielzahl von Krankheiten entstehen, deren Behandlung oft langwierig und sehr aufwendig ist. Statt hier immense Summen für symptomlindernde Medikamente auszugeben, sollten zunächst die Ernährungsfehler korrigiert und die Vitalstoffzufuhr optimiert werden. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) würde eine Optimierung der Vitalstoffzufuhr die Medikamentenkosten halbieren. Das wäre für Deutschland ein Einsparpotential von gut 40 Milliarden Euro jährlich.

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Immunfördernde Ernährung mit Vitalstoffen

Als Facharzt für Ernährungsmedizin ist es mir daher ein besonderes Anliegen in meiner Praxis immer auch begleitend eine Vitalstoffberatung durchzuführen.

Die Vitalstoffberatung beruht auf den Erkenntnissen der orthomolekularen Medizin. Vitalstoffe wie Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, Amino- und Fettsäuren und pflanzliche Begleit- bzw. Ballaststoffe, sind die Zündstoffe, die dafür sorgen, dass tausende Stoffwechselvorgänge, die sekündlich in jeder menschlichen Zelle passieren, einwandfrei ablaufen können. Vitalstoffe dienen der Vorbeugung von Krankheiten, können Dysbalancen im Körper heilen, fördern das Wohlbefinden und tragen zur Steigerung der allgemeinen Leistungsfähigkeit bei. Kurz gesagt, Vitalstoffe sind essentielle Lebensstoffe, die man gezielt einsetzen kann, um seine Gesundheit zu erhalten, bzw. wiederzuerlangen. In unserer Vitalstoffberatung gehen wir auf die unterschiedlichen Wirkungsweisen von Vitalstoffen ein und klären auf, in welchen Lebensmitteln sie vorkommen und in welchen Fällen man sie in welcher Form ergänzen sollte.

Energiesubstrate (Nährstoffe) und Wirksubstrate (Vitalstoffe)

Der menschliche Organismus gewinnt die für die Körperfunktionen notwendige Energie durch die Oxidation verschiedener sogenannter Energiesubstrate, die mit der Nahrung zugeführt werden müssen. Hierzu zählen Kohlenhydrate, Proteine und Fette. Dabei sollten die Proteine ca. 20 % unserer täglichen Kalorienzufuhr betragen, die Kohlenhydrate ca. 50 % und die Fette ca. 30 %. Die Masse der zugeführten Fette sollte dabei aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren sein. Jeder höhere Fettanteil, als die 30 % in der Nahrung, aber auch ein hoher Zuckeranteil kann den oxidativen Stress erhöhen und so das Immunsystem zusätzlich belasten.

Zu den Wirksubstraten (Vitalstoffe) zählen alle Substanzen, die der Körper als Katalysator oder Hilfselement bei den verschiedensten Stoffwechselprozessen benötigt. Im Wesentlichen sind dies 13 Vitamine, 6 Mengenelemente und mindestens 11 Spurenelemente. Nur bei ganz frischer Nahrung entstehen im Bereich der Wirksubstrate keine Lagerungsverluste, daher ist es wichtig, bereits beim Einkauf darauf zu achten und möglichst regionale und saisonale Nahrungsmittel ohne Zwischenhändler zu beziehen. Auch bei der Zubereitung muss beachtet werden, dass Vitalstoffe sehr hitzelabil sind und in der Regel ab 60 Grad Celsius zerstört werden, wasserlösliche Vitalstoffe können zusätzlich durch Wässern verloren gehen.

Für viele Menschen – speziell in den Großstädten – ist eine gesunde, vitale Ernährung nur sehr schwer umsetzbar, so dass sich der Einsatz von qualitativ hochwertigen und bioverfügbaren Nahrungsergänzungsmittel empfiehlt. Idealerweise kann hier ein Multivitamin-Präparat (z.B. Multivitamin von Pharma Nord) als Basisversorgung empfohlen werden. Dieses Produkt enthält alle wichtigen Basisvitalstoffe aber auch Chrom zur Stabilisierung des Zuckerstoffwechsels und Selen, dem wichtigsten enzymatischen Antioxidans, welches in Deutschland hochgradig im Mangel ist. Die wichtigsten Vitalstoffe, die unser Immunsystem unterstützen, möchte ich im Folgenden noch einmal genauer erläutern.

Vitalstoffe gezielt einsetzen- Heilen mit Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren, Fettsäuren, Spurenelementen und Pflanzenbegleitstoffen
  • Edmund Schmidt, Nathalie Schmidt
  • Herausgeber: Schirner Verlag
  • Auflage Nr. 2 (06.11.2015)
  • Taschenbuch: 232 Seiten

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Die wichtigsten Vitalstoffe zur Unterstützung des Immunsystems

Vitamin C
Vitamin C ist lebensnotwendig und einer der bedeutendsten Vitalstoffe. Es besitzt eine stimulierende Wirkung auf die Abwehrfunktion des Körpers. Da viele pflanzliche und tierische Organismen zum biochemischen Aufbau von Vitamin C fähig sind, ist es weit verbreitet. Ein besonders hohes Vorkommen findet sich in frisch gepflücktem Obst und Gemüse wie z. B. in Acerolakirschen, Hagebutten, Sanddorn, schwarzen Johannisbeeren, Paprika, Petersilie, Grünkohl, Brokkoli, Kiwis, Blumenkohl, Kohlrabi, Zitronen, Spinat oder Orangen. Durch Verarbeitung und anschließendes Kochen kann es jedoch zu Vitamin-C-Verlusten von bis zu 100 % kommen. Bei keinem anderen Vitalstoff sind die Meinungen über den täglichen Bedarf so unterschiedlich. Laut der DGE (1991) sollte ein gesunder Erwachsener täglich 75 mg zuführen. Diese Empfehlung dient aber nur der Vermeidung eines Mangels. Mittlerweile hat sie die DGE von 75 mg auf 100 mg pro Tag erhöht. Tipp: Vitamin-C-Präparate sollten Sie möglichst während einer Mahlzeit einnehmen.

Zink
Zink ist notwendig für die humorale und die zellvermittelte Immunreaktion. So sind Lymphozyten zinkabhängig wie z. B. die NK-Zellen,[2] die Bakterien und Viren sofort angreifen können. Ein Mangel führt zur Unterdrückung der weißen Blutkörperchen. Die Zinkaufnahme unterliegt einem Regelkreis: Ist die Versorgungssituation im Körper gut, so ist die Aufnahmemenge aus der Nahrung niedrig; ist die Versorgungssituation im Körper schlecht, so ist die Aufnahmemenge aus der Nahrung hoch. Die Bedarfswerte sind jedoch altersabhängig. Nennenswerte Zinkmengen sind enthalten in weißen Bohnen, Erbsen, Linsen, Nüssen, Samen, Haferflocken, Eigelb, Käse, Leber und Fleisch.

Selen
Selen ist ein sehr wichtiges Spurenelement, das in Deutschland mit der Nahrung zu wenig zugeführt wird. Es ist für die meisten Enzymsysteme, die in der Radikalenabwehr nötig sind, eine wichtige Grundsubstanz.  In selenarmen Regionen wie Deutschland spielen heimische pflanzliche Nahrungsmittel außer Linsen und Spargel, die reichlich Selen enthalten, bei der Selenaufnahme kaum eine Rolle. Die importierte Paranuss ist außerdem eine sehr gute pflanzliche Selenquelle. Die wichtigsten Selenquellen sind in Nordeuropa Fleisch, Fisch, Hefe und Eier. In Ländern mit selenreichen Böden wie z. B Nordamerika, Kanada und Teilen Asiens tragen Brot und Getreide zur Selenversorgung bei.  Durch die selenarmen Böden und die mangelhafte Aufnahme kommt es bei nahezu jedem Deutschen zu einem Selenmangel. Diesen Vitalstoff sollten Sie daher in einer Dosierung von 100 –200 µg am Tag ergänzen.

Koenzym Q10(Ubichinon)

Koenzym Q10 ist als universeller Energielieferant in allen Körperzellen unverzichtbar. Die über 30.000 Enzyme im menschlichen Körper müssen auch immer für ein gut funktionierendes Abwehrsystem zur Verfügung stehen, denn Enzyme katalysieren die meisten Funktionen des Immunsystems.  Größere Mengen von Ubichinon finden sich in Fleisch, vor allem in Leber, Fisch wie z. B. Sardinen und Makrelen, Brokkoli, grünen Bohnen, Kohl, Spinat, Knoblauch, Ölen wie z. B. Weizenkeim-, Soja-, Mais- und Olivenöl und Vollkornprodukten. Bei jungen Menschen ist die Ubichinonversorgung ausreichend, da dieses Vitaminoid auch vom Körper selbst hergestellt werden kann. Mit zunehmendem Lebensalter nimmt die Q10-Konzentration beständig ab, da die Fähigkeit zur Eigenproduktion verloren geht.  Spätestens ab dem 40. Lebensjahr sollten daher 10 – 30 mg täglich ergänzt werden.

Vitamin D

Vor allem Vitamin D hat einen sehr positiven  Einfluss auf unser Immunsystem. Dieses Hormon wird in erster Linie vom Körper selbst gebildet, wenn wir unsere Haut der Sonne aussetzen. In den Wintermonaten ist dies in unseren Breiten ein Problem. Laut mehreren Veröffentlichungen haben etwa 85 % der Deutschen einen Vitamin-D-Mangel, so dass viele Menschen durch eine Nahrungsergänzung mit Vitamin D3 ihr Immunsystem positiv unterstützen könnten. Am besten bewährt hat sich die tägliche Einnahme von ca. 3000 IE Vitamin D3 (z.B. Vitamin D3 Pharma Nord D-Pearls 1520 IE).

Beta-Karotin

Karotinoide sind in Pflanzen vorkommende fettlösliche Farbpigmente. Sie kommen in Tomaten, Karotten, Grünkohl, Aprikosen, Kürbis, Spinat, Kopfsalat, roten Grapefruits, Mango und Brokkoli vor. Gelbes, rotes und orangefarbenes Gemüse enthält viel Beta-Karotin, Tomaten sind besonders lykopinreich, und grünes Gemüse enthält viele sauerstoffhaltige Karotinoide. Der genaue Bedarf an Karotinoiden ist nicht geklärt. Die DGE empfiehlt für Männer 6 mg und für Frauen 5 mg Beta-Karotin pro Tag.

Fazit

Jeder Mensch kann sein Immunsystem verbessern, indem er auf eine gesunde Ernährung achtet und seinem Organismus alle notwendigen Vitalstoffe zuführt. Wichtig ist es in beiden Bereichen auf eine gute Qualität zu achten, denn nach deutschem Recht müssen Nahrungsmittelergänzungen nur lebensmitteltechnisch unbedenklich sein und keine Wirkung nachweisen.

Die tägliche Einnahme von hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln ist sinnvoll, sollte jedoch immer mit frischer Nahrung und vitalem Wasser kombiniert werden. Denn Professor Hoffmann in Deutschland und Dr. Medinger aus Österreich konnten nachweisen, dass frische Nahrung und frisches vitales Quellwasser in der Lage sind, freie Elektronen zum Abfangen bereit zu stellen, was unser Immunsystem und die antioxidativen Systeme massiv entlastet.

Vita der Autoren

Dr. med. Edmund Schmidt arbeitet als Allgemeinarzt und Spezialist für Vitalstofftherapie seit 1996 zusammen mit seiner Frau Nathalie Schmidt in eigener Praxis in Ottobrunn. Dr. Schmidt hat gemeinsam mit seiner Frau bereits mehrere Bücher zum Thema Vitalstoffe veröffentlicht. Herr Dr. Schmidt und Nathalie Schmidt sind zertifiziert, Ärzte und Therapeuten zum Vitalstoffberater auszubilden und bieten hierzu regelmäßig Tagesseminare und Abendveranstaltungen an. Weitere Infos dazu gibt es hier: https://www.ensign-ohg.de/

Portrait von Dr. Edmund Schmidt

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Quellenangaben

  1. Obst und Gemüse 1985-2002
    Pharmakonzern Geigy 1985, Lebensmittellabor Sanatorium Oberthal Karlsruhe 1996/2002
  2. Immunzellen, auch »natürliche Killerzellen« genannt.
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Bildquellen

  • Dr. Edmund Schmidt: Ensign OHG
  • Mit Vitalstoffen das Immunsystem stärken: Simone Voigt | Shutterstock.com