Wie der Tod unser Leben beeinflusst

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Viele Menschen versuchen den Tod aus ihrem Leben auszuklammern, da er für Verlust, Trauer und seelischen Schmerz sorgt. In unserer Kultur ist der Tod in der Regel negativ besetzt und die meisten Menschen befassen sich nur mit dem Thema, wenn das Leben sie dazu zwingt. Dabei ist der Tod immer Teil unseres Lebens und jeder Mensch sollte sich dieser Tatsache bewusst sein.

Gastbeitrag von Nathalie Schmidt und Dr. Edmund Schmidt

Wieso das Hier und Jetzt wichtig ist

Jeder Mensch wird geboren und stirbt am Ende seines Lebens. Natürlich wünscht sich jeder ein langes, glückliches Leben und dass die Menschen, die ihm wichtig sind ebenfalls lange leben. Doch wir müssen uns alle mit der Tatsache abfinden, dass wir alleine auf diese Welt kommen und auch alleine wieder von dieser Welt gehen. Die Menschen, die uns im Leben begleiten – unsere Familie, Freunde, der Partner/in – können uns immer nur eine gewisse Zeit begleiten, dann müssen wir sie wieder gehen lassen. Daher ist es wichtig, möglichst immer im Hier und Jetzt zu leben, denn wir wissen niemals, wann ein Leben zu Ende geht. Wird jemand schwer krank, dann haben wir die Möglichkeit uns zu verabschieden, aber manchmal geht auch ein geliebter Mensch plötzlich aus dem Leben, so dass man von heute auf morgen mit einer neuen Lebenssituation umgehen muss.

Leben und Sterben - Ein natürlicher Zyklus

Der Tod begleitet uns permanent im Leben, denn jeder Tag wird morgens geboren und stirbt am Ende wieder. Jedes Jahr im Frühling sprießen die Blumen aus der Erde, die Blätter aus den Ästen und werden damit geboren. Im Herbst beginnt der Sterbeprozess. Jeden Tag werden Menschen ins Leben geboren und jeden Tag sterben Menschen um uns herum. Das ist der normale Kreislauf des Lebens – der Prozess der Erneuerung von allem, was existiert.

Der Tod kann uns nichts wegnehmen, denn wir besitzen nichts und schon gar nicht andere Menschen. Jeder Tag, den wir bewusst leben, ist ein Geschenk für uns. Menschen, die sich mit ihrer eigenen Sterblichkeit nicht auseinandersetzen, entziehen sich selbst einen wichtigen Teil des Lebens. Denn nur, wenn ich mich mit dem Tod auseinandersetze, lebe ich wahrhaftig und tiefgreifend. Dann geraten viele Nichtigkeiten, mit denen man sich im Alltag sinnloserweise beschäftigt, in den Hintergrund. Denn wie wichtig ist der verlorene Hausschlüssel, der Streit mit dem Nachbarn wegen der überstehenden Hecke, die Diskussion mit dem Arbeitskollegen über die nicht weggeräumte Kaffeetasse? Durch die Auseinandersetzung mit dem Thema der Endlichkeit des Lebens, hat man die Chance, die Kostbarkeit der eigenen Lebenszeit zu begreifen. Wann immer man die Möglichkeit hat, mit sehr alten Menschen zu sprechen (z.B. in der Altenpflege), könnte man sie fragen, was sie denn in ihrem Leben rückblickend als sehr kostbar empfunden haben bzw. nun am meisten bedauern. Dazu gibt es auch sehr aufschlussreiche Literatur:

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leben: Von Sterbenden lernen, was zählt
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Der Tod befreit von Pseudoproblemen

Der Tod eines Menschen bringt uns immer zurück zu uns selbst. Er befreit uns von vielen Pseudoproblemen und bringt uns zum Wesentlichen im Leben. Der Tod nimmt uns im ersten Moment die Sicherheit und er wirft uns – je näher der Verstorbene uns stand – aus der eingeschlagenen Lebensbahn. Wir müssen uns dann völlig neu orientieren, denn ein Teil unseres Lebens ist mit einem solchen Todesfall für immer vorbei. Wir können jedoch lernen, nicht den Verlust in den Vordergrund zu stellen, sondern das Geschenk der gemeinsamen Zeit zu sehen, die vielen Augenblicke mit dem geliebten Menschen, die uns niemand nehmen kann. Auch kann der Verlust eines geliebten Menschen ein Impuls zur Weiterentwicklung bedeuten, weil wir auf diese Weise zur Selbstständigkeit geführt werden.

Niemand kennt den Tod, es weiß auch keiner, ob er nicht das größte Geschenk für den Menschen ist. Dennoch wird er gefürchtet, als wäre es gewiss, dass er das schlimmste aller Übel sei. Sokrates

Warum?: Der Tod als Entwicklungsweg
  • Nathalie Schmidt
  • Herausgeber: Schirner Verlag
  • Auflage Nr. 1 (06.08.2013)
  • Taschenbuch: 256 Seiten

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Der Tod als Entwicklungschance

Ein Todesfall, der uns berührt, nimmt uns die Oberflächlichkeit und sorgt dafür, dass wir uns mit unserer eigenen Sterblichkeit beschäftigen. Wir fangen an, uns mit dem eigenen Leben, mit der Vergangenheit auseinander zu setzen. Außerdem denkt man viel über die Zukunft nach – eine Zukunft die plötzlich ganz anders ist. Der Tod dient daher immer dem eigenen Leben, wenn er uns berührt, wenn er in unmittelbarer Nähe passiert.

Über den Tod und das Leben danach
  • Elisabeth Kübler-Ross
  • Herausgeber: Silberschnur
  • Auflage Nr. 1 (14.02.2012)
  • Gebundene Ausgabe: 128 Seiten

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Es ist auf alle Fälle sinnvoll, jeden Tag, den wir auf Erden verbringen, bewusst zu leben, voll und ganz wir selbst zu sein. Je besser es uns gelingt, jeden Tag bewusst zu leben, ohne vom Leben dazu gezwungen zu werden, weil ein Mensch gegangen ist, umso intensiver und glücklicher wird unser Leben sein. Der Tod ist immer Teil des Lebens, er ist ein ganz natürlicher Prozess und nichts vor dem man davonlaufen kann. Wenn wir lernen, den Tod als Teil unseres Lebens zu akzeptieren, dann verliert er seinen Schrecken und wir können freier den eigenen Lebensweg beschreiten.

Lebe so, als müsstest du sofort Abschied vom Leben nehmen, als sei die Zeit, die dir geblieben ist, ein unerwartetes Geschenk. Mark Aurel

Weitere Literaturempfehlungen zum Thema Sterben

Vita der Autoren

Portrait von Nathalie Schmidt

Nathalie Schmidt arbeitet im Bereich Lebensberatung und Coaching. Dazu passend ist sie Therapeutin nach dem japanischen System der natürlichen Heilung Reiki. Zusammen mit ihrem Mann Edmund Schmidt beschäftigt sie sich seit 1998 intensiv mit Vitalstoffen. Neben den gemeinsamen Büchern über Vitalstoffe und Wasser hat sie mehrere Bücher zum Thema Lebenshilfe veröffentlicht.

Portrait von Dr. Edmund Schmidt

Dr. med. Edmund Schmidt arbeitet als Allgemeinarzt und Spezialist für Vitalstofftherapie seit 1996 zusammen mit seiner Frau Nathalie Schmidt in eigener Praxis in Ottobrunn. Dr. Schmidt hat gemeinsam mit seiner Frau bereits mehrere Bücher zum Thema Vitalstoffe veröffentlicht, z.B. Vitalstoffe gezielt einsetzen- Heilen mit Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren, Fettsäuren, Spurenelementen und Pflanzenbegleitstoffen*. Herr Dr. Schmidt und Nathalie Schmidt sind zertifiziert, Ärzte und Therapeuten zum Vitalstoffberater auszubilden und bieten hierzu regelmäßig Tagesseminare und Abendveranstaltungen an. Weitere Infos dazu gibt es hier: https://www.ensign-ohg.de/

Kostenloser Download: Leitfaden zur Detoxkur

Für jene Menschen, die selbständig eine Detoxkur durchführen wollen, haben wir einen exzellenten kostenlosen Leitfaden mit 23 Seiten zusammengestellt. Es hat sich für viele Menschen als vorteilhaft herausgestellt, den Körper und auch die Seele von Zeit zu Zeit etwas zu entlasten. Dafür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, welche wir dir hier zeigen!

Du kannst uns auch auf folgenden sozialen Kanälen folgen:  InstagramPinterestFacebookYouTubeTwitter. Als Gesundheitsblogger sind unsere unsere Leidenschaft klassische und alternative Gesundheitsthemen, welche wir in Videos und Fachbeiträgen präsentieren. Du findest uns auch unter #diegesundheitsblogger #lanaprinzip #dasguteleben.

 

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Bildquellen

  • Portrait von Nathalie Schmidt: Ensign OHG
  • Portrait von Dr. Edmund Schmidt: Ensign OHG
  • Über Trauer, Tod, das Leben und Sterben: Dark Moon Pictures | Shutterstock.com