Würmer im Darm – Wie erkenne ich Würmer und was ist zu tun?

Es ist eine äußerst unangenehme Vorstellung, Kleinstlebewesen wie Würmer im eigenen Körper zu haben. Dabei ist ein Wurmbefall gar nicht so selten: Rund zwei Milliarden Menschen sollen weltweit infiziert sein. Hier erfährst du, was du bei Würmern im Darm tun kannst.

Welche Wurmarten gibt es?

Jedes Jahr sterben – laut Schätzungen der WHO – etwa 200.000 Betroffene an Parasiten. Zu den häufigsten Wurmarten, die sich im menschlichen Darm einnisten, zählen der

  • Band-,
  • Spul- und
  • Madenwurm

Finden sich Würmer im Stuhl, handelt es sich häufig um den Madenwurm. Ein Parasitenbefall bleibt in vielen Fällen unbemerkt, denn nicht immer finden sich Anzeichen dafür.

Welche Symptome hat man bei Wurmbefall?

Ein starkes Jucken am Po, das oftmals insbesondere nachts oder am Abend auftaucht, kann ein Zeichen für Wurmbefall sein. Im schlimmsten Fall kommt es durch eventuelles Kratzen zu Entzündungen in der Afterregion. Klarheit über einen Befall besteht, wenn Würmer oder deren Eier im Kot entdeckt werden. Einige Menschen berichten außerdem über Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust.

Weitere Symptome für Würmer im Darm können sein:

Woher bekommt man Würmer?

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten einer Infektion. Sie erfolgt unter anderem über die Luft, Tiere, Türklinken, Spielzeug und verunreinigte Speisen und Lebensmittel. Wenn Wurmeier in den Körper gelangen, setzen sie sich im Darm fest. Ihre Ernährung erfolgt über den Nahrungsbrei. In einem Zeitraum von ca. sechs bis acht Wochen entwickeln sich geschlechtsreife Würmer.

Die weiblichen Parasiten können bis zu 10.000 Eier ablegen. Dies geschieht vor allem in den Anusfalten. Durch Kratzen mit den Händen besteht die Möglichkeit, dass die Wurmeier wiederum in den Mund gelangen. Dadurch wird eine erneute Infektion ausgelöst. Kinder infizieren sich in der Regel leichter als Erwachsene.

Was kann man gegen Würmer tun?

Bei der Feststellung eines Madenwurmbefalls sollte aufgrund der relativ leichten Übertragung (Ansteckungsgefahr für andere) der Betroffene möglichst rasch behandelt werden. Es gibt verschiedene parasitentötende Medikamente, die nicht rezept- sondern nur apothekenpflichtig sind. Sie stehen in Form von Suspensionen und Tabletten sowohl zum Kauen als auch Schlucken zur Verfügung.

Wichtig ist, dass Familienmitglieder gleichfalls darauf achten, ob bei ihnen ähnliche Symptome auftreten. Empfohlen wird, dass sie sich vom Arzt mituntersuchen lassen und /oder prophylaktisch mitbehandelt werden.

Verschiedene Maßnahmen sind außerdem erforderlich, um eine erneute Ansteckung zu verhindern. Dazu zählen das Kurzhalten der Fingernägel, einmal am Tag zu duschen und mehrmals täglich die Hände zu waschen. Im Durchschnitt dauert die Behandlung wenige Tage bis zu einer Woche. Nach Beendigung sollten Schlafanzüge und Bettwäsche ausgekocht werden.

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Welche Hausmittel unterstützen die medizinische Wurmkur?

Hausmittel können Medikamenten unterstützend zur Seite stehen. Es ist auch möglich, zunächst mit diesen zu versuchen, den Wurmbefall in den Griff zu bekommen, bevor zu Chemie gegriffen wird.

  1. Gegen den Juckreiz helfen Kokosöl, mit dem der sanft After eingerieben wird, und Sitzbäder in Salzwasser.
  2. Eine Stärkung des Immunsystems wird durch Schwarzkümmelöl erreicht. Es wirkt sich zudem positiv auf die Darmflora aus.
  3. Heilfasten kann den Wurm auch vertreiben. Zudem stärkt es das Immunsystem und reinigt den Darm.
  4. Zu den bekanntesten Natur-Wurmmitteln gehört roher Knoblauch. Er enthält schwefelhaltige Aminosäuren, die den Darm sowohl von Kindern als auch Erwachsenen aufräumen.
  5. Auch Grapefruit, speziell die Schale und Kerne, eignen sich zum Vertreiben von Parasiten. Grapefruitkernextrakt* ist hier auch zu empfehlen. Für Kleinkinder, Schwangere und stillende Frauen ist die Frucht jedoch nicht geeignet.
  6. Ananas, frische Karotten und Papayas (inkl. Kerne) können ebenfalls wirksam sein. Sie werden vor einer Mahlzeit verzehrt.
  7. Zur Vertreibung der Würmer aus dem Darm sorgt auch die Einnahme von nativem Kokosöl. Drei bis vier Esslöffel täglich sollten eingenommen werden. Auch bei Hunden kann man es gegen Würmer anwenden.
  8. Über den Tag verteilt Kürbiskerne zu knabbern trägt ebenfalls zur Wurmbehandlung bei.
  9. Oregano-Öl hat starke antiparasitäre Wirkung. Am besten in Kapselform mit hohem Carvacrol-Gehalt (mind 70 %).
  10. Weißkohlsaft, der auf nüchternen Magen getrunken wird, stellt ein weiteres natürliches Mittel gegen Wurmbefall dar.
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Tipp: Hunde- und Katzenbesitzer sollten ihre Tiere regelmäßig entwurmen

Es gibt zahlreiche Bandwürmer, wobei der Hunde- oder Fuchsbandwurm am gefährlichsten ist. Dieser siedelt sich bereits im Larvenstadium in den inneren Organen an. Da er von Haustieren auf den Mensch übertragen wird, sollten diese ihre Tiere viermal im Jahr untersuchen oder entwurmen lassen.

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Bildquellen

  • Schriftzug Würmer im Darm: zwola fasola | Shutterstock.com
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