Asthma: Hintergrund, Symptome und Behandlung

Asthma bronchiale (kurz: Asthma) zählt mit etwa 235 Millionen Betroffenen weltweit zu den häufigsten chronischen Erkrankungen (1). Eine ständige Entzündung in den Atemwegen sorgt dabei für unterschiedliche Beschwerden. Was genau bei Asthma bronchiale passiert und welche Symptome typisch sind, erfährst du hier!

Was genau ist eigentlich Asthma?

Bei Asthma besteht aufgrund einer Störung des Immunsystems eine permanente oder häufige Entzündung in den Bronchien und Bronchiolen (Röhrensystem in der Lunge, das dem Lufttransport dient). Dadurch ist der Gasaustausch in der Lunge – der Tausch von Kohlendioxid und Sauerstoff – gestört. Darüber hinaus reagieren Asthmatiker meist überempfindlich auf äußere Reize wie Pollen, kalte Luft oder Abgase.

In Anbetracht dieser Begebenheiten kommt es zu einer Reaktion, die ein Anschwellen der Bronchialschleimhaut hervorruft und die Schleimproduktion erhöht. Die Bronchien verengen sich, was sowohl ein normales Ein- als auch Ausatmen durch die Verkrampfung der Atemmuskulatur erschwert – die ausreichende Sauerstoffversorgung ist deutlich eingeschränkt.

Diese Symptome kennzeichnen Asthma bronchiale

Die chronische Atemwegserkrankung zeigt sich durch unterschiedliche Anzeichen. Die Beschwerden bestehen in der Regel nicht durchgehend. Vielmehr gibt es Zeiträume, an denen Betroffene unter leichten bis starken Symptomen leiden oder aber beschwerdefrei sind.

Typischerweise lässt sich Asthma anhand folgender Symptome erkennen:

  • erschwertes Atmen
  • Atemnot oder anfallsartige Kurzatmigkeit
  • starker, trockener Husten (im Verlauf meist mit schleimigem Auswurf)
  • Engegefühl und Schmerzen in der Brust
  • pfeifende Atemgeräusche (Giemen)
  • erhöhte Herzfrequenz
  • blaue Verfärbungen an Lippen und Fingern (Sauerstoffmangel)
  • verstärkte Beschwerden während der Nacht

Besonders die Atemnot bei Asthma stellt für Patienten eine große Belastung dar, da sie diese meist auch in einen Angstzustand versetzt. Häufig verursacht das wiederum eine erhöhte Herzfrequenz. Bemerkt man also derartige Beschwerden bei sich, ist ein Besuch beim Arzt unerlässlich. Rechtzeitig erkannt und entsprechend behandelt, kann der Verlauf und die Schwere der Atemwegserkrankung meist positiv beeinflusst werden.

Was löst die Asthma-Symptome aus?

Es gibt einige Reize, welche die Symptome bei Asthma auslösen beziehungsweise verschlimmern können (medizinisch: Exazerbation). Hierzu zählen:

  • körperliche Belastung wie Treppensteigen
  • Stress
  • kalte Luft oder Wind
  • Medikamente
  • Rauch sowie Abgase

Leiden Patienten unter einem allergischen Asthma, kommt es aufgrund des Kontakts mit einem Allergie auslösenden Stoff (Allergen) zu den Symptomen. Allergene sind beispielsweise Pollen wie Gräser- oder Baumpollen aber auch Schimmelpilze, Tierhaare oder Lebensmittel. Übrigens: Bei etwa 80 Prozent der Erwachsenen Asthmatikern verursachen Allergien die Erkrankung (2).

Die dahinterliegenden Ursachen, weshalb diese Reize überhaupt zu den Entzündungen und somit den Symptomen führen, sind schwer festzumachen. Eine genetische Veranlagung kann hier eine Rolle spielen und vor allem ein Ungleichgewicht des Immunsystems. Normalerweise sind Entzündungen nämlich nützliche Abwehrreaktionen unseres Körpers, die dazu da sind, etwas potenziell Schädliches – wie beispielsweise eingedrungene Bakterien oder Giftstoffe – zu beseitigen.

Die entzündliche Anschwellung der Atemwege bei allergischem Asthma ist sozusagen eine unangemessene Reaktion des Immunsystems. Da man nicht ausmachen kann, weshalb das Immunsystem so reagiert, ist eine Behandlung meist lediglich auf die Linderung der Symptome ausgerichtet und weniger auf die Beseitigung der (unbekannten) Ursachen.

Im Folgenden beschreiben wir sowohl die Linderung bringende Behandlung durch den Arzt als auch eine ganzheitliche Revitalisierung des Immunsystems.

Therapie: Was tut der Arzt gegen die Symptome bei Asthma?

Grundsätzlich kann die Atemwegserkrankung nicht geheilt werden, ist jedoch mit der richtigen Therapie gut behandelbar. Ein besonders entscheidender Faktor dabei: Das rechtzeitige Erkennen von Asthma. Betroffene sollten somit schon erste Symptome wie Luftnot nach körperlicher Anstrengung ernst nehmen und unbedingt einen Arzt aufsuchen. Das Ziel der Therapie ist immer, dass ein normaler Alltag der Patienten so gut es geht erhalten bleibt.

Der Facharzt setzt in der Regel auf einen Behandlungsplan, der sich aus verschiedenen Punkten zusammenstellt:

  • Medikamente: Meist verschreibt der Mediziner Arzneimittel, die dauerhaft angewendet werden müssen (Controller) und die für den Notfall bestimmt sind (Reliefer). Hierbei handelt es sich in den meisten Fällen um Inhalationssprays.
  • Patientenschulung: Eine umfangreiche Aufklärung des Asthmatikers über die richtige Verwendung der Arzneimittel, das Verhalten bei einem Anfall und in verschiedenen, alltäglichen Situationen stellt ebenso einen wichtigen Faktor der Therapie dar.
  • Vermeiden der Auslöser: Besonders die Asthma auslösenden Stoffe wie Pollen, Staub, kalte Luft oder Abgase sollten vermieden werden.
  • Kontrolle: Eine regelmäßige Kontrolle des Krankheitsverlaufs trägt einen entscheidenden Einfluss auf den Erfolg der Therapie bei. So kann der Arzt den Behandlungsplan gegebenenfalls anpassen und letztlich das Risiko eines Anfalls minimieren.

Ärzte bestimmen die genaue Therapie individuell, greifen gegebenenfalls auch auf weitere Medikamente zurück. Betroffene sollten sich stets an den Therapieplan halten, um ihre Lebensqualität zu erhalten und die Erkrankung langfristig im Griff zu behalten.

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Asthma ganzheitlich behandeln

Die Ursachen hinter den entzündlichen Prozessen in den Atemwegen beruhen wie schon erwähnt auf einer Gemeinsamkeit: einer Überreaktion des Immunsystems. Neben der Anwendung von lindernden Asthmasprays und Asthmamedikamenten gibt es auch Möglichkeiten, das Immunsystem ins Gleichgewicht zu bringen und auf diesem Weg Asthma zu begegnen.

Eine zentrale Rolle in einem intakten Immunsystem spielt der Darm und sein Mikrobiom. Um Asthma ganzheitlich zu behandeln, ist also eine grundlegende Darmsanierung und der Aufbau einer gesunden Darmflora von großer Wichtigkeit. Dabei kann eine einleitende Heilfastenkur mitunter schon erste Erfolge mit sich bringen. Weiterführend sollten diese Punkte beachtet werden:

  • Basenüberschüssige Ernährung – siehe Säure-Basen-Haushalt
  • Fertigprodukte, Fleisch, Milch, Zucker und Auszugsmehle eine Zeit lang meiden und auch später stark reduzieren (3).
  • Vermehrt entzündungshemmende Pflanzenwirkstoffe zu sich nehmen (siehe weiter unten)
  • Sonne tanken zur Vitamin-D-Produktion und in den Wintermonaten Vitamin D supplementieren (4)
  • Natürliche Reinigungsprodukte verwenden
  • Naturkosmetik und natürliche Haushaltsreiniger benutzen
  • Eventuell naturheilkundliche Behandlung wie Akupunktur durchführen

Bewährte Hausmittel bei Asthma

Natürliche Hilfen mit denen man die verordnete Asthma-Therapie unterstützen kann sind:

  • Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke – Koffein kann die Ausschüttung von Histamin reduzieren. Histamin spielt eine wesentliche Rolle bei allergischen Reaktionen. Somit könnte der Genuss von koffeinhaltigen Getränken das allergische Asthma lindern. Außerdem erweitert Koffein die Bronchien und kann dadurch das Atmen erleichtern (5).
  • Heilkräuter wie Isländisch Moos, Fenchel und Spitzwegerich z. B. als Tee genossen wirken schleimlösend und erleichtern das Atmen.
  • Magnesium – unterstützt die Muskelentspannung – auch in den Bronchien. Eine magnesiumreiche Ernährung und/oder die Einnahme von entsprechenden Präparaten kann also eine hilfreiche unterstützende Maßnahme gegen Asthmabeschwerden sein (6).  Magnesiumreiche Lebensmittel sind z.B. Brokkoli, Naturreis, Hafer, Hülsenfrüchte, Nüsse, Kürbiskerne, Kakao, Bananen und Datteln.
  • Kurkuma – der Wirkstoff Curcumin ist entzündungshemmend und soll entspannend auf die Bronchien wirken.
  • Ingwer – ist bekannt dafür, das Immunsystem zu stärken und ebenfalls anti-entzündlich zu wirken. Außerdem trägt er auch zur Muskelentspannung bei (7).
  • Omega-3-Fettsäuren – können gegen Entzündungen effektiv vorbeugen und so auch bei Asthma unterstützend wirken (8). Natürlichen Quellen sind Leinsamen und Leinöl, Walnüsse, Chiasamen, Hanföl, grünes Gemüse, Algen und Fisch. Bei letzterem sollte man nach Möglichkeit auf die Herkunft aus Bio-Aquakulturen achten.

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Quellenangaben

  1. Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH): Wie häufig ist Asthma? URL: https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/asthma/verbreitung/index.html (12.06.2020).
  2. Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH): Asthma: Symptome, Formen, Entstehung. URL: https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/asthma/grundlagen/index.html#c199206 (12.06.2020).
  3. Forte GC et al. Diet effects in the asthma treatment: A systematic review. Crit Rev Food Sci Nutr. 2018 Jul 24;58(11):1878-1887.
  4. Hall SC, Agrawal DK. Vitamin D and Bronchial Asthma: An Overview of Data From the Past 5 Years. Clin Ther. 2017 May;39(5):917-929.
  5. Welsh EJ, Bara A, Barley E, Cates CJ. Caffeine for asthma. Cochrane Database Syst Rev. 2010 Jan 20;2010(1):CD001112
  6. Gröber U, Schmidt J, Kisters K. Magnesium in Prevention and Therapy. Nutrients. 2015 Sep 23;7(9):8199-226.
  7. Kardan M et al. Effect of ginger extract on expression of GATA3, T-bet and ROR-γt in peripheral blood mononuclear cells of patients with Allergic Asthma. Allergol Immunopathol (Madr). 2019 Jul-Aug;47(4):378-385.
  8. Miyata J, Arita M. Role of omega-3 fatty acids and their metabolites in asthma and allergic diseases. Allergol Int. 2015 Jan;64(1):27-34.
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Bildquellen

  • Schriftzug Asthma – Ursachen und Behandlung: Ruslan Huzau | Shutterstock.com
Redaktion GKS

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