Eine Frau im Sonnenschein, die Ketten an ihren Armen gesprengt hat.

Buchkritik: “Die Rheuma-Lüge” und “Rheuma adé” von Michaela Eberhard

in Körper von Dr. Silvia Nold

Artikel aktualisiert am 18.02.2019

Michaela Eberhard bekam im Alter von 38 Jahren die Diagnose Rheuma. In ihren Büchern "Die Rheuma Lüge" und "Rheuma adé" berichtet sie darüber, wie sie die als unheilbar geltende Erkrankung mit alternativen Behandlungsmethoden überwand.

„Rheuma adé“ und „Die Rheuma-Lüge“ heißen zwei Bücher von Michaela Eberhard. Provokative Titel – werden wir denn tatsächlich über Rheuma belogen? Und von wem? Bei der Lektüre der Bücher klärt sich dann aber schnell auf, wie es gemeint ist. Denn die Autorin nahm die schulmedizinisch unheilbare Erkrankung als Herausforderung an. Unter anderem mit der Einnahme von Mikronährstoffen erzielte sie eine deutliche Verbesserung. Das Wichtigste jedoch: Sie zeigt, dass eine positive Einstellung und der feste Wille zu gesunden oft Wunder wirken können. Und dass es nie schadet, über den Tellerrand der medizinischen Möglichkeiten zu blicken.

Hier erfährst du, was Rheuma ist und welche schulmedizinischen und alternativmedizinischen Behandlungen es gibt.

Was ist Rheuma?

Unter dem Begriff Rheuma werden mehr als 200 sogenannte „Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises“ zusammengefasst. Sie können Muskeln und Gelenke, Sehnen und Bänder sowie fast alle weiteren Organe und Gewebe treffen. Dazu gehören degenerative Erkrankungen wie die Arthrose oder Weichteilrheumatismus (Fibromyalgie). Die mit Abstand häufigste dieser Krankheiten ist die rheumatoide Arthritis, eine chronische entzündliche Erkrankung, die Gelenke und andere Organe befallen kann.

Ursache für Rheuma: Eine Autoimmun-Reaktion

Bei Rheuma spielt das Immunsystem eine wichtige Rolle, denn es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung. Das bedeutet, dass das Immunsystem während eines Rheumaschubes in ständiger Alarmbereitschaft ist und das eigene Gewebe angreift. Dadurch entsteht eine Entzündung. Im Falle der rheumatoiden Arthritis werden vor allem die Innenhäute der Gelenke angegriffen.

Warum das geschieht, ist heute immer noch weitestgehend unbekannt. Genetische Faktoren spielen eine Rolle. Das Rauchen erhöht das Risiko, an Rheuma zu erkranken (1). Im Gegensatz zur Arthrose (Gelenkverschleiß) ist Rheuma keine Krankheit, die im Alter auftritt. Meist sind Betroffene bei der ersten Diagnose zwischen 20 und 50 Jahre alt.

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Symptome bei Rheuma: Das sind die ersten Anzeichen

Die deutsche Rheuma-Liga (2), eine der größten Selbsthilfeorganisationen im Gesundheitsbereich, nennt vier wichtige Symptome. Wenn du bei dir, bei Freunden oder Verwandten eines dieser Anzeichen entdeckst, sollte der Hausarzt eine mögliche rheumatische Erkrankung wie zum Beispiel die rheumatoide Arthritis abklären:

  1. Länger andauernde Steifigkeit der Finger morgens nach dem Aufstehen
  2. Schlechter Schlaf und Schmerzen in Gelenken, Muskeln oder Sehnen
  3. Knie-, Zehen- Hüft- oder Knöchelschmerzen nach längerem Sitzen oder nächtliche Kreuzschmerzen, die sich durch Bewegung bessern
  4. Schwellungen an Finger- und Handgelenken, vor allem wenn Gelenke auf der linken und rechten Seite gleichermaßen betroffen sind

Manchmal treten auch Müdigkeit, Erschöpfung, Fieber und Nachtschweiß auf. Langfristig kann es bei rheumatoider Arthritis zu Fehlstellungen, Versteifung oder Deformationen der Gelenke kommen. Dadurch werden einfachste Alltagsaufgaben für Betroffene zur Herausforderung. Die meisten Rheuma-Erkrankungen verlaufen in Schüben. Auf Phasen mit abgeschwächten Symptomen folgen Krankheitsschübe mit starken Schmerzen und schneller Verschlechterung. Bei fast jedem zweiten Patienten befällt die rheumatoide Arthritis nicht nur die Gelenke. Fast jedes andere Organ kann betroffen sein, zum Beispiel Herz, Lunge, Leber, Haut, Nieren oder Nervensystem.

Schulmedizinische Behandlung von Rheuma

In der Schulmedizin gilt Rheuma als unheilbar. Es gibt allerdings eine ganze Reihe von Behandlungsmöglichkeiten, mit denen sich der Fortschritt verlangsamen lässt. Manchmal lässt sich eine Verschlechterung über lange Zeit auch ganz aufhalten.

Da die Ursache nicht gänzlich bekannt und nicht behandelbar ist, richten sich die meisten Therapien gegen die Symptome. Oft werden Antirheumatika, Entzündungshemmer oder Schmerzmittel in niedriger Dosierung dauerhaft eingenommen. In akuten Phasen ist manchmal eine höhere Dosierung nötig. Immunsuppressiva können helfen, die Autoimmunreaktion zu unterdrücken. Zusätzlich kommen oft physikalische Therapien wie Krankengymnastik, Wärme- oder Kältetherapien zum Einsatz.

Auch wenn Medikamente oft Nebenwirkungen haben: Die schnelle und konsequente Therapie ist bei Rheuma-Erkrankungen oft entscheidend (3). Bei rheumatoider Arthritis kann eine Entzündung dadurch schnell zurückgedrängt werden. So lässt sich die Zerstörung von Gelenken verhindern. Zusätzlich können in manchen Fällen alternative Behandlungsmöglichkeiten helfen, um langfristig die Medikamente wieder reduzieren zu können und den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen.

Buchkritik "Die Rheuma-Lüge" von Michaela Eberhard

Hier setzen nun die beiden Bücher von Michaela Eberhard an. Sie erhielt mit 38 Jahren die Diagnose Rheuma, wollte diese jedoch nicht einfach als unheilbar hinnehmen. Sie probierte viel aus, unter anderem verschiedene hochdosierte Mikronährstoffe. Damit erzielte sie große gesundheitliche Erfolge.

Rheuma adé: Die Erfolgsgeschichte aus Graz
  • Dr. Reinhard Pichler, Michaela Eberhard
  • Herausgeber: CM Medienverlag
  • Taschenbuch: 232 Seiten

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Mikronährstoffe

Michaela Eberhard beschreibt in „Die Rheuma-Lüge“ ihre Erfahrungen mit Mikronährstoffen. Dazu gehören unter anderem:

  • MSM (organischem Schwefel)
  • Antioxidantien wie Vitamin C, E und K, Vitamin D
  • Mineralstoffe wie Bor, Jod, Selen, Zink und Magnesium sowie Gelenkkomplexe
  • Coenzym Q10
  • darmstärkende Mittel (siehe Probiotika und Präbiotika)
  • verschiedene Heilpflanzen oder Enzympräparate wie z. B. Regulatpro Arthro

Sicher ist es nicht sinnvoll, das alles selbst auszuprobieren (was die Autorin auch nicht empfiehlt). Dieser Erfahrungsbericht kann aber gute Ansatzpunkte liefern, seinen persönlichen Bedarf und Versorgungsstatus mit diesen Mikronährstoffen einzuschätzen und mit einem Mediziner zu besprechen.

Psyche und Körper wappnen

Doch es geht in dem Buch „Die Rheuma-Lüge“ nicht nur um Mikronährstoffe, sondern auch um Themen wie die generelle Ernährung und den Umgang mit Stress. Das Buch regt zudem dazu an, eine Lebensbilanz zu ziehen und sich mit so unbequemen Dingen wie der eigenen Frustrationstoleranz, dem Umgang mit Konflikten, Wut und Ängsten auseinanderzusetzen. Denn unter Umständen, so die Autorin, könne eine Autoimmunkrankheit auch mit anderen „Angriffen gegen sich selbst“ verbunden sein.

Zusätzlich kannst du ausprobieren, was dir sonst gegen die Rheuma-Symptome hilft und womit du dich besser fühlst. Mögliche Hilfen sind Stressabbau sowie regelmäßiger Sport und Dehnungsübungen. Manchmal ist auch eine Umstellung auf eine entzündungshemmende Ernährung erfolgreich. Entzündungen werden durch Omega-6-Fettsäuren begünstigt, durch Omega-3-Fettsäuren gehemmt. Das Verhältnis beider Fettsäuren verbessert sich durch den Konsum von weniger tierischen Fetten, dafür Verzehr von wertvollen pflanzlichen Ölen (Leinöl, Hanföl, Chiaöl, Walnussöl und Rapsöl), etwas Seefisch (aus nachhaltiger Fischerei) und reichlich Obst und Gemüse.

Fazit: Bei Rheuma offen sein für Alternativen

Bei allen Krankheiten sollte man alle Möglichkeiten der Medizin nutzen. Das gilt ganz besonders bei als unheilbar geltenden, chronischen Erkrankungen wie Rheuma. Doch auch die eigenen Möglichkeiten sollte man ausschöpfen, um Körper und Psyche optimal für den Kampf gegen die Erkrankung zu wappnen. Die Geschichte Michaela Eberhard zeigt, dass es sich lohnen kann, über den Tellerrand zu schauen und selbst für seine Gesundheit aktiv zu werden.

Hier findest du die Bücher von Michaela Eberhard

Portraitfoto von Michaela Eberhard von der Rheuma Akademie

Über die Autorin Michaela Eberhard

Michaela Eberhard ist Mikronährstoffcoach und hat Ausbildungen in mehreren ganzheitlichen Therapiemethoden. Da sie selbst die Diagnose Rheumatoide Arthritis erhielt, betreibt sie seit Jahren private Forschungsarbeit im alternativen und komplementärmedizinischen Bereich hinsichtlich des Krankheitsbildes Rheuma. Ihre gesundheitlichen Erfolge damit lassen aufhorchen. Die Informationen basieren auf Erfahrungswerten und Erfolgen, die belegbar sind. Als Ergebnis sind daraus Publikationen u.a. in Zusammenarbeit mit entsprechenden Fachpersonen wie Komplementärmediziner entstanden. Mehr Informationen unter: https://rheuma-akademie.com/gesundheitsblog/

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Quellenangaben

  1. Giuseppe D, et al. Cigarette smoking and smoking cessation in relation to risk of rheumatoid arthritis in women. Arthritis Res Ther. 2013 Apr 22;15(2):R56. doi: 10.1186/ar4218.
  2. Webseite der Deutschen Rheuma-Liga: „Bin ich rheumagefährdet?“ https://www.rheuma-liga.de/hilfe-bei-rheuma/ist-es-rheuma/bin-ich-rheumagefaehrdet/
  3. Fiehn C, et al. AWMF-Leitlinie "Therapie der rheumatoiden Arthritis mit krankheitsmodifizierenden Medikamenten". Z Rheumatol. 2018 Aug;77(Suppl 2):35-53. doi: 10.1007/s00393-018-0481-y.

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Bildquellen

  • Portraitfoto von Michaela Eberhard: Privat | Rheuma Akademie
  • Seelendetox – Seelenreinigung: marilyn barbone | Shutterstock.com
  • Rheuma natürlich behandeln: Pazargic Liviu | Shutterstock.com